Voll ins Schwarze

Wie viel Prozent der Weltbevölkerung waren 2004 Hindus? Wie viele Kilogramm wiegt ein Liter Osmium? Welche Schuhgröße haben die eigens für den Gummistiefel-Weitwurf der Herren angefertigten Gummistiefel?
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich hab keinen blassen Dunst. Voll ins Schwarze schafft Abhilfe.

Schuss ins Blaue

Im Grunde ist alles ganz einfach: Der aktive Spieler zieht eine Karte und liest eine der darauf stehenden Fragen vor, woraufhin jeder Spieler einen Tipp zwischen 1 und 99 abgibt. Schwierig wird es erst durch zwei Dinge: 1.) Wird wohl jeder Mensch der Welt die richtige Antwort auf die Fragen nur in Ausnahmefällen wissen und 2.) darf man den Tipp nicht frei abgeben. Dafür hat man Handkarten mit aufgedruckten Zahlen in drei Kategorien: 1-9, 10-20 und 30-80. Derer muss man sich bedienen, um einen Tipp abzugeben, wobei man immer soviele Karten legen darf, wie man möchte. Ärgerlich, wenn man mit seinen Handkarten so gar nicht auf das Ergebnis kommt, dass man eigentlich gern tippen würde!
Derjenige, der am nächsten an der richtigen Antwort dran war, erhält Siegpunkte und muss dafür die Karten, die er zum Tippen verwendet hat, abgeben. Außer er trifft eben voll ins Schwarze, dann darf er die Karten sogar behalten.
Wenn man mal ganz ratlos ist, kann man auch bluffen. Hierzu legt man die Bluffkarte, die man neben sieben Zahlenkarten am Anfang erhält, einfach in seinen Tipp. Egal, wie gut dann der Tipp ist – er ist ungültig. Dafür darf man aber drei beliebige Zahlenkarten nachziehen, wobei man auch die oben genannten Kategorien mischen darf.

Die Fragekarten sind in Kategorien unterteilt: Dies & Das, Geografie, Geschichte, Sport, Technik und Unterhaltung. Am Anfang einigt man sich auf vier Kategorien, die man für die Partie verwenden will. Jede gewählte Kategorie wird mit einem Kategoriestein in ein Eck des Spielfeldes gestellt. Der Kategoriestein zieht mit jeder Frage der entsprechenden Kategorie weiter in die Mitte des Spielbretts, wobei er an einem gewissen Punkt eine gelbe Linie überschreitet. Tritt der dritte Kategoriestein über diese Linie, ist das Spiel zu Ende. Der mit den meisten Punkten ist Ratekönig!

Spieletester

20.04.2013

Fazit

Voll ins Schwarze weiß durchaus zu gefallen. Natürlich spielt hier letzten Endes vor allem das Glück eine riesige Rolle; viele Fragen sind derart spezifisch, dass man sie nur als Fachmann, -frau oder durch Zufall beantworten kann, und selbst wenn man die Antwort weiß, hat man nicht immer die richtigen Karte dafür. Macht aber nix, den anderen geht's ja auch nicht besser damit, Chancengleichheit ist also gegeben. Tatsächlich ist es hier so, dass nicht immer derjenige, der das beste Allgemeinwissen an den Tag legt, am Ende des selbigen ganz oben am Treppchen steht. Dem Mischen von Altersstufen steht somit auch nichts entgegen. Das Spielbrett mit seinen Aussparungen, die dann direkt in die Schachtel führen (siehe Foto), ist eine nette und neue Idee, allerdings geht das auf Kosten der Handlichkeit, weil die Schachtel eben groß genug für das Spielbrett sein muss. Der Inhalt hätte gut und gerne auch in ein Viertel dieser Packung gepasst. Trotzdem, auch sonst ist das Design gelungen und durchdacht, es wurden zum Beispiel, um die Zahlenkartenkategorien voneinander zu trennen, entsprechende Bereiche an den Schachtelrand aufgedruckt. Das Ganze noch in gelungener Optik – Daumen hoch! Weiters ist zu erwähnen, dass das Regelheft noch eine kleine Variante anbietet, in der jeder Spieler mittels einer Aufgabenkarte eine Katgorie geheim zieht, deren richtige Beantwortung für ihn besonders wertvoll ist. Wem das Grundspiel also zu fad geworden ist, der kann so noch ein wenig Abwechslung hinein bringen. Alles in allem ist Voll ins Schwarze durchaus gelungen. Auf lustigem Wege erfährt Jung und Alt immer wieder interessante neue Dinge. Dass Vielspieler hier eher nicht zugreifen brauchen, versteht sich wohl von selbst, Familien- oder Gelegenheitsspieler können aber getrost einen Blick auf das Spiel werfen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 7
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: HUCH & friends
Grafiker: Michael Menzel
Genre: Schätzen
Zubehör:

1 Spielregel 1 Spielbrett 4 Kategoriensteine 7 Spielfiguren 16 Aufgabenkarten 120 Zahlenkarten 264 Fragenkarten

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