Space Station

Dieses Spiel ist mit deutscher Anleitung zu erwerben, aber alle Kartentexte sind englisch!

Der Weltraum - unendliche Weiten. Wie bewegen uns aber nicht so weit fort, es reicht die Erdumlaufbahn. Dort wollen wir unsere Raumstationen bauen und betreiben. Weil Geld alleine nicht alles ist, zählt am Ende das meiste Prestige.

Über sechs Jahre geht unsere Tätigkeit im All, in jedem können wir unsere Station vergrößern, die diversen Module aktivieren oder gar fremde Stationen attackieren; zumindest solange Geld und/oder Mannschaft dafür vorhanden sind. Abgerundet wird das Spielgeschehen durch eine Reihe von Aktionskarten.

Reihum dürfen die Spieler eine Aktion durchführen oder passen. Wer passt darf sich beim nächsten Mal, wenn er an die Reihe kommt, wieder für Passen oder eine Aktion entscheiden. Die Runde bzw. das Jahr endet erst, wenn alle Spieler sich entschieden haben zu passen.
Was macht man bei einer Aktion? Drei unterschiedliche Möglichkeiten gibt es: entweder man dockt ein neues Modul an seine Station an (das kostet Geld, Rabatt gibt es für Anschluss an ein gleichfarbiges Modul), man nimmt ein Modul in Betrieb (das ist teils kostenlos, in anderen Fällen muss man Geld bezahlen oder ein Crewmitglied abkommandieren), oder man repariert ein beschädigtes Modul (das kostet Geld). Hinzu kommt die Möglichkeit Aktionskarten auszuspielen.

Welchen Nutzen haben Module? Manche steigern die Größe meiner Crew, andere erlauben mir das Ziehen zusätzlicher Karten oder bringen monetäre Verbesserungen, wieder andere erlauben Umbauten an meiner Station und eine Reihe erlaubt Angriffe auf Raumstationen meiner Mitspieler bzw. dienen der Defensive gegen Angriffe und Aktionen. Angriffe und Aktionskarten können die Beschädigung von Modulen mit sich bringen. Das kann man zwar mittels Geld wieder reparieren, bis dahin verliert das Modul jedoch seine Wirkung und es zählt auch nicht für die Berechnung der Siegpunkte!

Weil wir gerade von den Siegpunkten reden: Diese werden am Ende jedes Jahres vergeben. Und zwar bekommt man für Mehrheiten funktionierender Module Punkte, jede Farbe wird getrennt betrachtet. Gleich nach der Vergabe der Siegpunkte gibt es die Einkünfte, mit denen man im darauffolgenden Jahr sein Auslangen finden muss. Für die Einkünfte wird die Farbe mit den meisten funktionstüchtigen Modulen in der eigenen Raumstation herangezogen.

Nach dem sechsten Jahr, in dem es doppelt so viele Siegpunkte zu erreichen gibt wie in den anderen, entscheidet die Zahl der gesammelten Siegpunkte über den Sieger; es ist natürlich der Spieler mit den meisten.

Spieletester

17.12.2012

Fazit

Space Station gibt es mittlerweile in der zweiten Auflage. Ich weiß nicht wie lang die Anleitung der ersten Auflage war, aber nun finden Inhaltsangabe, Spielaufbau und -ablauf sowie zwei optinale Regeln auf weniger als einem doppelseitig bedruckten A5-Blatt Platz! Man würde sich für die eine oder andere Aktionskarte etwas Erläuterung wünschen, aber im Grunde sagt die Anleitung alles aus was für eine Partie zu wissen ist. Ist das Spiel deswegen banal und simpel? Nein, bei weitem nicht! Den Spielern wird einiges an Taktik abverlangt. Alleine schon der gezielte Einsatz des Passens ist eine Kunst für sich! Möglichst spät in einer Runde an die Reihe zu kommen hat den Vorteil zu wissen was die anderen schon getan haben. Mit diesen Informationen kann ich auf Mehrheitsverschiebungen reagieren, Beschädigungen beheben,... Pech nur wenn alle anderen Spieler auch passen, denn dann ist die Runde unwiederruflich vorbei - es geht an die Punkteverteilung und Vorbereitungen für die nächste Runde. In diesem Zusammenhang möchte ich den Roboterarm kritisieren: Er erlaubt es beliebig oft in einer Runde seine Raumstation umzubauen. Wenn ich ständig ein Modul stupide von A nach B, von B nach A, von A nach B, ... schiebe, erspare ich mir das Passen und kann die Runde ewig hinauszögern. Hier fehlt eine Einschränkung wie etwa "Jedes Modul darf in einer Runde nur 1x bewegt werden" (zugegebenermaßen wäre 1x vielleicht etwas wenig, aber irgendwann träte dann das Problem auf "Habe ich jetzt dieses Modul schon 3x bewegt? Oder darf ich nochmal?"). Vor der ersten Partie kann es nicht schaden, sich mit den Karten etwas vertraut zu machen. Denn wenn ich ein Modul ziehe auf dem steht "schützt vor schlecht angezogener Mannschaft", frage ich mich was das soll; im Endeffekt ist die schlecht angezogene Mannschaft nichts anderes als eine Aktionskarte, die mir das Leben schwer machen kann. Space Station funktioniert mit allen Spielerzahlen gleich gut. Es kommt jedoch bei höherer Spielerzahl tendenziell häufiger zu Beschädigungenund somit häufigerem Repaturbedarf wenn viele Spieler am Tisch sitzen; schließlich rittern viel mehr Personen um die Mehrheiten. Und für das Erreichen selbiger ist jedes Mittel recht. Aber auch die größere Zahl an Aktionskarten, z.B. Meteoritenschwärme, tragen ihren Teil bei. Somit ist Space Station ein taktisches Spiel, das einen moderaten Schwierigkeitsgrad aufweist. Wer sich erstmals in das Taktik-Genre wagen möchte, kann Space Station als Option in Erwägung ziehen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Preis: 20,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: FryxGames
Genre: Karten
Zubehör:

6 Kernmodul-Karten, 117 Modul- und Aktionskarten, 3 Kurzübersichtskarten, 1 Jahresanzeiger, 10 Schadensmarker permanent, 7 Schadensmarker temporär, 30 Mannschafts-Token, 39 Siegpunkt-Token, 42 Geldscheine, 1 Anleitung

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