Auf in die frohe Welt der Farben mit Pala, einem Stichspiel in welchem im wahrsten Sinne des Wortes die Farbe Trumpf ist - zumindest solange sie von euren Mitspielern nicht verschmiert wurde.

Farbwechsler

Bei Pala geht es wie in jedem Stichspiel darum, von allen Spielern die höchste Karte auszuspielen und damit den Stich zu machen. Der den letzten Stich gemacht habende Spieler darf dann auch die nächste Karte ausspielen, die wiederum dafür sorgt, dass jedweder Spieler mit einer Karte ebensolcher Farbe diese herausgeben muss.

Soweit so gut, handelt es sich doch dabei um ein Kernprinzip von Stichspielen, nämlich den sogenannten Farbzwang. Neu ist aber, dass man von der Farbe der zuerst ausgespielten Karte im Verlauf der aktuellen Runde (von denen es pro Spiel mehrere gibt) unter Umständen Abstand nehmen kann. Möglich wird das, wenn entweder eine Farbe durch einen anderen Mitspieler verschmiert wird (und er sozusagen die neue Farbe für den Farbzwang bestimmt) oder aber Karten mit anderen Farben so zusammengemischt werden, dass sie zusammengenommen die aktuell bestimmende Farbe wiedergeben.

Pointillistischer Impressionismus

Basierend auf diesem Mechanismus bietet nun Pala zwei verschiedene Spielweisen an, nämlich Pointillismus und Impressionismus, die jeweils eine andere Zielrichtung verfolgen: Während bei Pointillismus der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt, gilt es bei Impressionismus, möglichst wenig (Straf-)Punkte zu kassieren. Dabei gilt es den jeweiligen Biet-Mechanismus am Rundenbeginn zu beachten, denn dieser entscheidet über Höhe und Nutzen der durch die Stiche erspielten Karten - und somit über Sieg oder Niederlage der Partie.

Spieletester

30.05.2012

Fazit

Trotz einheitlichem Mechanismus spielen sich die beiden Varianten doch recht unterschiedlich, wobei hier auch die Anzahl der spielenden Spieler eine nicht zu kleine Auswirkung zeigt - worauf die beiden Varianten aber durchaus Rücksicht nehmen. Im Test zeigte sich Pala dann zwar positiv abweichend vom traditionellen Stichspiel - allerdings war die Zeit, die man zuvor ins Verständnis der Regeln und die Erarbeitung des Spielprinzips investieren musste, einfach nicht der Mühe wert. Wer also an sich schon kein Interesse an Stichspielen hat, der sollte auch um Pala einen weiten Bogen machen. Stichspieler hingegen, die auf der Suche nach ein wenig Abwechslung sind, dürfen getrost einen Blick auf die verschmierte Farbauswischerei werfen. (Bildquelle: Boardgamegeek.com)
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 11 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Grafiker: Anja Heidenreich
Genre: Karten
Zubehör:

48 Karten 2 Impressionismus / Punktillismus Regelkarten Dealerchip (schwarzer Pokerchip) 35 Pokerchips in 5 verschiedenen Farben

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