Die Larm Chroniken

Die Larm Chroniken sind ein Abenteuersammelband für das Rollenspiel Labyrinth Lord. Es ist ein Softcover mit 80 Seiten. Mit dem Platz wurde großzügig umgegangen, die Schrift ist nicht klein und das Charakterblatt am Ende erscheint mir auch recht überflüssig. Das Cover ist farbig, ansonsten ist alles Andere in schwarz-weiß.
Alles in diesem Abenteuer wurde auf die typische Form der D&D Abenteuer der achtziger Jahre getrimmt. Die Zeichnungen sind ebenfalls in diesem Stil. Das Kartenmaterial ist übersichtlich und einfach gehalten.
Abgesehen von dem eigentlichen Abenteuer beglückt uns der Autor mit Kommentaren. Ich überlasse es dem Leser, ob er darüber lachen oder weinen möchte.

Nach dem Vorwort folgt die Beschreibung des Dorfes Larm. Der Autor eröffnet mit den Worten: “Jedes Rollenspiel benötigt ein kleines Dorf als Startort und sicheren Rückzugsort für die Abenteurer.“ Ich frage mal in schönster Asterix-Manier: “Jedes Rollenspiel?“
Auf den nächsten 16 Seiten wird das Dörfchen beschrieben. Es gibt Intrigen, Liebschaften, Diebstähle und Festivitäten. Alle Aufträge können beim Bürgermeister abgeholt werden. Es folgen Abschnitte mit Kurzabenteuern

Im dem Abschnitt Die Mühle gilt es, den Keller von Ungeziefer zu säubern.

Der vegessene Tempel des Tharon hat ein Untotenproblem, dem sich die Charaktere annehmen können.

Das Goblinlager handelt von einer Ansammlung von Goblins, die erledigt werden müssen.

Das 2. Kapitel Schrein des Grimic verspricht reiche Beute, sofern man diese finden kann.

Die Festung des Bergkönigs, das 3. Kapitel, ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Man merkt deutlich, dass es eingefügt wurde. Der Komplex umfasst 21 Räume und hat einige Seltsamkeiten, z.B. weshalb sollten Zwerge französisch sprechen. Hier wieder ein Zitat:“Neue Spieler werden hier Demut vor der klassischen Falltür-Falle mit angespitzten Stäben am Boden lernen.“ Der Autor demütigt also neue Spieler.
In „Achtung II“ wird darauf hingewiesen, dass der Labyrinth Lord den Endgegner entkommen lassen könnte. Das ist zwar nicht fair, macht aber Sinn, denn sonst gibt es Kapitel 5 nur mit dem bösen Klon.

Eine Begleitqueste ist in dem Kapitel 4 Der Fluss Dolm. Die Bürgermeisterstochter muss den Fluss runtergeschippert werden. Wieder einer dieser Kommentare: “Diese Begegnung wird die Fähigkeiten eines guten Spielleiters sehr beanspruchen und die Spreu vom Weizen trennen…“. Natürlich ist es eine Kunst, aus schlechtem Material etwas Gutes hervorzubringen, aber kann man es wirklich fordern?

In Kapitel 5 Die Rückkehr des Bergkönigs ist er wieder da. Auch dieser Teil ist wieder eine Einfügung. Es handelt sich um ein Turnierabenteuer.

Wer jetzt geglaubt hat, es wäre ein Ende mit dem Bergkönig abzusehen, muss sich auf Respawn gefasst machen, denn das Ein-Seiten-Abenteuer am Schluss hat wieder besagten Bergkönig als Endgegner.

Im Anhang findet man vorbereitete Spielercharaktere, neue (alte) Monster wie den Buggywull, den Hund und das Otyuck, magische Gegenstände, Hintergrundinformationen und das Charakterblatt.

Spieletester

28.07.2010

Fazit

Für mich war diese Abenteuer-Sammlung langweilig und uninteressant. Die Kommentare und das Recyceln des Endgegners mindern die Qualität mächtig. Es könnte Retrospieler ansprechen, denn es ist absolut nichts Überraschendes vorzufinden. Jemand der ernsthaft die Alte-Schule kennenlernen will, kann sich für den Preis dieses Buches 3 Original-Abenteuer der D&D Basis-Serie kaufen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Besucherkommentare

Athair | 17.06.2011

Hmmm ... wie schon die Rezension zu Labyrinth Lord krankt die Rezension an einigen sehr wesentlichen Dingen:
Insbesondere geht mir die KRITIK ab.

An keiner Stelle wird darauf eingegangen, was das Werk will und ob es seine Ziel erreicht.
Was löst das einzelne Abenteuer - was das gesamte Werk - schlecht, was gut und warum?

Aber gut, was will man erwarten, wenn das Kapitel, über das noch am ausführlichsten informiert wird der Anhang ist?

"Auf [...] 16 Seiten wird das Dörfchen beschrieben. s gibt Intrigen, Liebschaften, Diebstähle und Festivitäten. Alle Aufträge können beim Bürgermeister abgeholt werden. [...]

Im dem Abschnitt Die Mühle gilt es, den Keller von Ungeziefer zu säubern.

Der vegessene Tempel des Tharon hat ein Untotenproblem, dem sich die Charaktere annehmen können.

Das Goblinlager handelt von einer Ansammlung von Goblins, die erledigt werden müssen.

Das 2. Kapitel [heißt] Schrein des Grimic.

Die Festung des Bergkönigs, das 3. Kapitel[...] umfasst 21 Räume und hat einige Seltsamkeiten.

[...] Kapitel 4 Der Fluss Dolm. Die Bürgermeisterstochter muss den Fluss runtergeschippert werden.

Kapitel 5 [heißt] Die Rückkehr des Bergkönigs.

Im Anhang findet man vorbereitete Spielercharaktere, neue (alte) Monster wie den Buggywull, den Hund und das Otyuck, magische Gegenstände, Hintergrundinformationen und das Charakterblatt."

Eine Übersicht über das Produkt sieht anders aus.
Jedenfalls weiß ich nicht so recht, was mich in "Die Larm Chroniken" erwartet. Und: Auf einer solchen Informationsgrundlage kann man natürlich auch nicht kritisieren.

Anstelle einer Rezension erhält man hier also: Eine Zusammenfassung in drei Sätzen, die durch kommentierte Zitate ausgeplustert wird. Schade.

Dem Rezensenten möchte ich zum Abschluss folgenden Text nahelegen: http://scorpiodorp.wordpress.com/2006/09/19/wie-schreibt-man-eine-rezension/

Sascha Kersten | 18.06.2011

<Zitat>An keiner Stelle wird darauf eingegangen, was das Werk will und ob es seine Ziel erreicht.</Zitat Ende>

Immerhin haben wir da Gemeinsamkeiten. Ich weiß auch nicht was uns der Autor mit seinem Werk sagen will.

Besten Dank für den Link.

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 10
Alter: ab 12 Jahren
Preis: 15,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2010
Autor: Moritz Mehlem
Genre: Rollenspiel
Zubehör:

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