Poutine Cuisine

Liebe Gäste,
wir heißen Sie herzlich willkommen bei "Poutine Cuisine", dem angesagtesten Bistrot in ganz Quebec. Nur wir servieren Ihnen die beliebtesten Gerichte Quebecs, allen voran unsere besonders leckere Spezialität - die Poutine.

Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich von unserem engagierten Personal all Ihre kulinarischen Wünsche erfüllen. Wir garantieren Ihnen, nirgendwo werden Sie schneller und zuvorkommender bedient als bei "Poutine Cuisine"!


Spielidee:

Wer sich im kanadischen Bistrot "Poutine Cuisine" als Kellnerin oder Koch beweisen will, muss ganz schön auf Zack sein. In Rekordgeschwindigkeit werden den Gästen hier nämlich Speisen serviert. Da landet schon mal das Falsche auf dem Grill. Wenn dann auch noch die Fritteuse die wichtigste Zutat für eine Poutine nicht hergibt, geht es heiß her zwischen Kellnerinnen und Köchen. Doch die Puste geht keinem dabei aus. Denn alle wissen, wer im "Poutine Cuisine" nicht schnell genug ist, wischt am Ende den Fußboden.

Hintergrund:

Poutine ist eine "Spezialität" der Frankokanadier. Die Poutine wurde in den 50'er Jahren in Quebec erfunden. Der Legende nach bestellte ein Gast Pommes mit Quark, worauf der Wirt antwortete: "Ça va faire une maudite poutine" ("Das wird eine Riesensauerei").

Hier eins der möglichen Rezepte:

    Zutaten:
    Pommes frites
    Käse nach Wahl (mind. 45% Fett!)
    Braune Bratensauce

    Zubereitung:
    Die Pommes frittieren, den Käse raspeln oder in dünne Scheiben schneiden. Eine Lage Käse auf einen Teller streuen, dann die Pommes - so heiß wie möglich - auf den Käse geben. Auf die Pommes die nächste Portion Käse und das ganze großzügig mit der Bratensauce übergießen.


Ausstattung:

In der kompakten Schachtel finden die 60 Karten und 25 Chips bequem Platz. Die Grafiken auf den Karten sind zwar klar zu erkennen, aber alle in ziemlich ähnlichen Farben gehalten. Das ist bei der Schlusskontrolle etwas anstrengender, stört aber sonst nicht weiter.

Spielfluss:

Zunächst werden zwei Spieler bestimmt, die in der ersten Runde Kellnerinnen sein dürfen. An sie werden die 16 Bestellkarten zu gleichen Teilen verdeckt verteilt. Die restlichen Spieler sind die Köche: Auf sie werden die Gerichtekarten aufgeteilt. Jeder Koch legt seine Gerichte als Stapel mit der Frittenseite nach oben vor sich ab.

Die Kellnerinnen geben das Signal zum Start einer Runde. Dann legen sie 2 oder 3 (nach Wahl) Bestellkarten offen vor sich aus und rufen den Köchen die Zutaten zu, die sie zur Erfüllung ihrer Bestellungen benötigen. Jeder Koch darf bis zu 3 Gerichte-Karten offen vor sich auslegen: Wenn eines seiner aufgedeckten Gerichte zu einer Bestellung passt, nimmt der Koch dieses Gericht und bietet es der entsprechenden Kellnerin an. Wenn sie möchte, nimmt die Kellnerin das Gericht und legt es auf die passende Bestellkarte.
Der Koch der gerade eines seiner Gerichte los geworden ist nimmt eine neue Karte von seinem Stapel und legt sie offen vor sich ab. Wenn eine Kellnerin eine Bestellung fertig hat und alle benötigten Gerichte darauf ablegen konnte, darf sie die Bestellkarte (mit den Gerichten) beiseite legen und eine neue Bestellkarte aufdecken.
Zusätzlich zu den 3 regulären Ablageplätzen für fertige Gerichte hat jeder Koch noch einen speziellen Ablageplatz für Fritten: "Die Fritteuse". Ein Gericht kann jederzeit in die "Fritteuse geworfen" und so in knusprige Fritten verwandelt werden: Die Karte wird einfach umgedreht und zeigt so die Frittenseite. Jeder Koch kann immer nur eine Portion Fritten fertig vor sich liegen haben.

Eine Runde endet sobald ein Spieler, egal ob Kellnerin oder Koch, alle seine Karten losgeworden ist.
Der Koch der die meisten Gerichte-Karten übrig hat bekommt einen "Mopp"-Chip. Eine Kellnerin die noch Bestellungen offen hatte bekommt ebenfalls einen "Mopp"-Chip. Nun werden noch die Gerichte kontrolliert: Für jede falsch ausgeführte Bestellung erhält die betreffende Kellnerin ebenfalls einen "Mopp"-Chip.

Die nächste Runde startet nun mit neuen Kellnerinnen. Wenn ein Spieler seinen dritten "Mopp"-Chip bekommt, ist er der Verlierer und das Spiel ist beendet.

Spieletester

16.01.2011

Fazit

Woher kommt mir das nur bekannt vor? Wer am lautesten schreit kriegt was er will, oder wird es los. Also wie im richtigen Leben ;-) Aber genau da liegt auch der wunde Punkt: Für die meisten war das Spiel zu laut und hektisch. Nach einer Runde sorgt das Kontrollieren der Bestellungen wieder für etwas Ruhe, aber als pures Reaktions- und Schreispiel wurde es nur bei Kindern beliebt. Diese hatten aber meist Probleme mit den Speisen - wer kennt schon Poutine oder Sous Marin; auch Cheeseburger werden nur als Cheese bezeichnet. Nur die Erdäpfelstäbchen wurden eingedeutscht, hier liest man Fritten statt Pommes frites. Hier könnte eine auf Mitteleuropa lokalisierte Version etwas mehr Spielspass bringen. Generell wurde in den Testrunden keine weitere Runde verlangt. Durch das Fehlen jedweder Strategie, jedweden Nachdenkens und des Glücksfaktors ist das Spiel nur auf Reagieren und lautstarkes Kärtchen-unter-die-Nasen-halten reduziert. Das ist auf Dauer einfach zu wenig.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 4 bis 8
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 9,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2009
Grafiker: Jochen Eeuwyk
Genre: Reaktion
Zubehör:

16 Bestell-Karten 44 Gerichte-Karten 25 "Mopp"-Chips 1 Spielanleitung

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7210 Gesellschaftsspiele-,
1656 Videospielrezensionen
2309 Berichte.