Greif nach den Sternen

In welchem Jahr wurde der Teebeutel erfunden? Wie viele Klicks auf YouTube hat Psy’s „Gangnam Style?“ Und was hat das Ganze mit dem Weltall und Astronauten zu tun? Anscheinend eine ganze Menge! Denn in Greif nach den Sternen schlüpft ihr in die Rolle von Astronauten auf einem Raumschiff und versucht dabei Fragen möglichst exakt abzuschätzen, um die meisten Sternenmünzen zu ergattern.

Das endlose Weltall, eine Crew und viele offene Fragen:

Ach so vieles ist noch ungewiss in den endlosen Weiten des Kosmos… Doch genau da kommt ihr ins Spiel! Einige Fragen drängen geradezu eine Antwort auf diese zu finden, zum Glück habt ihr genug Zeit für einige dieser während des Aufenthalts an Bord eures Raumschiffs.

In Greif nach den Sternen wählt jeder Mitspieler eine Astronautenfigur und platziert diese im beigelegten Raumschiff, welches ihr zuvor auf ein kleines Brett mit darauf abgebildeten Planeten stellt. Es wird die erste Schätzfrage verlesen und der Startspieler gibt seinen Tipp ab. Reihum kann sich nun jeder zu Wort melden und diese Antwort überbieten, mitziehen oder aussteigen. Immer derjenige Spieler, der die höchste Schätzung in den Raum wirft, wird zum Captain des Schiffs und nimmt im Cockpit Platz, alle Mitziehenden sind die Crew und bleiben in den hinteren Reihen, während diejenigen, welche die Schätzung für zu hoch erachten und aussteigen, von Bord gehen und auf den Planeten des Spielbretts auf die nächste Runde warten. Je nachdem welche Position am Schiff man nun inne hat und wie viele außer einem selbst an Bord sind, werden, sobald der Captain eine Runde lang unangefochten bleibt, Punkte in Form von Sternenmünzen verteilt, oder auch nicht. Der Captain selbst läuft aber auch immer Gefahr Münzen zu verlieren, sollte seine Einschätzung über das Ziel hinausschießen. Über acht Runden hinweg zeigt sich dann wer die meisten Sternenmünzen sammeln konnte und dadurch der Sieger ist.

Fragen bestehen üblicherweise aus klassischen Schätzfragen, wobei einige dieser über sich immer noch verändernde Ergebnisse verfügen und dadurch einen QR-Code als Antwort haben, sodass diese immer aktuell sind. Neben diesen klassischen Fragen gibt es aber auch welche die ein gewisses Datum beziehungsweise eine Jahreszahl erfragen oder aber auch einige wenige, die Fragen zu den Spielern selbst aufweisen (zum Beispiel wie viele Gegenstände alle Spieler zusammen in ihren Taschen haben). Daneben gibt es auch noch einige Zusatzregeln, unter anderem den „Mondflug“, welche nach einem „high-risk high-reward“ Prinzip weitere Spannung in das Geschehen bringt.

Spieletester

17.01.2023

Fazit

All den Sternen so nah:

In diesem eher kleinen, unscheinbaren Spiel verbirgt sich wirklich ein ganz großer Partykracher der auf keiner intergalaktischen Fete fehlen sollte. Ein schnelles Spiel, welches noch weit rascher erklärt ist und neben einer großen Menge an Spielspaß auch noch ein überirdisch schönes Design aufweist und dadurch in seiner Gesamtheit sofort ins Auge springt. Neben den acht lieblichen Astronauten-Meeples ist das praktisch als Spielfläche fungierende Raumschiff nicht nur thematisch passend gewählt, sondern auch relativ praktisch in der Nutzung. Dass dieses jedoch vollständig zusammengebaut nicht in die Spieleschachtel passt und ich gerne alle Dinge unter einem Dach und Fach habe, ist dies für mich etwas ärgerlich.

Der Hauptaspekt von Greif nach den Sternen liegt aber eindeutig auf den Schätzfragen. Diese sind aus unterschiedlichen Themen gewählt und können praktisch von jeder Person, unabhängig von deren Wissensstand, halbwegs zielführend geschätzt werden. Ein zusätzlicher Kartenspender aus Karton ist recht praktisch und schützt zusätzlich vor dem unabsichtlichen Lesen der Antwort. Der wirklich einzige, größere negativ anzumerkende Punkt ist die eher geringe Anzahl an Karten. Mit insgesamt 198 Schätzfragen kann es bei häufigerem Spielen schon recht bald mal vorkommen, dass sich bereits Bekanntes häuft und dadurch den Langzeitspaßfaktor schon beträchtlich senkt. Dennoch bleibt es ein großer Spaß bei Partys, aber auch allgemein ist Greif nach den Sternen ein Spiel, nach dem man immer mal wieder in seinem Regal greift.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • thematisch starkes Design
  • aktuell gehaltene Fragen per QR-Code
  • rasch erklärt und verstanden

Minus

  • eher geringe Menge an Fragen
  • aufgebautes Raumschiff zu groß für Spieleschachtel

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 8
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 25 Minuten
Preis: 24,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2022
Zubehör:

1 Regelheft (6-seitig)
1 Spielbrett
1 Raumschiff
1 Kartenspender
8 Astronauten-Spielfiguren
8 Spielmarken
53 Sternenmünzen (8x 10er, 12x 5er & 33x 1er Münzen)
100 (doppelseitige) Fragenkarten (darunter 1x Mischkarte)
1 Big Potato Sticker

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