Call to Adventure

Die Legende deines Helden beginnt mit seiner Herkunft und wird geleitet von seiner Motivation. Um sein Schicksal zu erfüllen, musst du Eigenschaften erlangen, Verbündete finden und Herausforderungen bestehen. Nur so erreichst du wahres Heldentum und hinterlässt ein bedeutendes Vermächtnis.
Jeder Spieler stellt einen Helden dar, der mit anfangs ausgeteilten Charakterkarten seine Herkunft und Motivation offen legt, sein Schicksel aber verdeckt hält und erst bei Spielende offenbart. Auf dem eigenen Heldentableau wird zusätzlich die Gesinnung eingestellt, also ob der Charakter tugendhaft oder auf die dunkle Seite abgerutscht ist. Dies hat Auswirkungen darauf, ob Helden- oder Antiheldenkarten gespielt und ob dunkle Runen verwendet werden dürfen.

Zur Spielvorbereitung gehört auch das verdeckte Auslegen der Legendenkarten in drei Akten entsprechend der Spielerzahl. Dann werden die Legenden für Akt I in der untersten Reihe umgedreht. Die Runen werden sortiert und ebenfalls bereitgelegt. 

Heldenepos in drei Akten

Gespielt wird reihum, bis das Spielende nach drei Akten ausgelöst wird. Wer am Zug ist, darf entweder von den offenen Legendenkarten eine Eigenschaft erhalten oder sich einer Herausforderung stellen, wobei dann die verfügbaren Runen geworfen werden. Des Weiteren ist es erlaubt, Zusatzaktionen auszuführen. Hierzu gehört das Reisen, was ganz profan bedeutet, dass eine Legendenkarte durch die Abgabe eines Erfahrungsmarkers ausgetauscht wird. Auch Effekte der Herkunft und Motivation, die meist mit Kosten verbunden sind, können aktiviert werden. Zusätzlich dürfen je nach Gesinnung auch Helden- oder Antiheldenkarten ausgespielt werden.

Die ersten drei Karten, die ein Spieler von der Legendenauslage nimmt, werden unter die Herkunft gelegt, die nächsten drei dann jeweils unter die  Motivation und danach unter die verdeckte Schicksalskarte. Ein Akt endet, sobald einer der Helden seine drei Karten genommen hat. Dann werden die Karten des nächsten Aktes umgedreht und stehen fortan allen zur Verfügung. Wer aber schon drei Karten unter seiner Herkunft liegen hat, darf aus Akt I keine weitere mehr nehmen. Gleiches gilt für die folgenden beiden Akte.

Auf diese Weise eignen sich die Helden immer mehr Fähigkeiten an, gewinnen Erfahrungen und können sich dadurch auch immer schwierigeren Herausforderungen in Form von stärkeren Gegnern stellen. Das wiederum bringt mehr die zum Sieg erforderlichen Schicksalspunkte ein. Das Spiel endet, sobald alle Spieler insgesamt neun Legendenkarten genommen und abgearbeitet sowie ggf. Zusatzaktionen ausgeführt haben. Die Summe aller gesammelten Punkte stellt das Vermächtnis eines Helden dar - und wer die meisten Punkte zusammenbekommen hat, gewinnt.

Erweiterung durch Verbündete und Gegner

Wer sich im Spiel schon gut mit den Eigenschaften und Herausforderungen auskennt, der kann die Karten der Verbündeten in Akt I und II einmischen. Immer wenn ein Verbündeter aufgedeckt wird, wird dieser unter eine Herausforderung desselben Aktes gelegt und erhöht dessen Schwierigkeit ums 1. Wer dann diese Herausforderung besteht, gewinnt den Verbündeten, der fortan mit seinen Karteneffekten genutzt werden kann.

Gegner-Karten werden in Akt II und III gemischt und funktionieren ähnlich wie Herausforderungen, allerdings gibt es hierbei nur die Option, sie zu besiegen. Anders als bei den normalen Herausforderungen haben sie zusätzliche Effekte, die zu beachten sind.

Solo und kooperativ

Statt einem kompetitivem Spielerlebnis für mehrere Spieler, ist es auch möglich, Call of Adventures kooperativ oder Solo mit zwölf zusätzlichen Karten abzuhandeln.

Spieletester

09.10.2021

Fazit

Call to Adventure ist ein solides Aufbauspiel, eingepackt in eine phantastische Heldenwelt. Klingt aber irgendwie phrasenhaft und abgedroschen, die Entwicklung unserer Heldengeschichte. In Wirklichkeit geht es hier um den Aufbau einer Punktekette, die mit drei Startkarten beginnt und sich sukzessive erweitern lässt, um am Ende die meisten Heldenpunkte zu erlangen. Hier spielt auch das Glück mit, lässt sich aber durch die Verwendung der ebenfalls glückslastigen Runensteine ein wenig abmildern - oder auch nicht, wenn einem die Würfelfähigkeit für gute Ergebnisse abgeht.
Redaktionelle Wertung:

Plus

  • mega tolle Illustrationen
  • Sortierkasten für die Runen

Minus

  • Regelheft
  • hohe Glücksanteil

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 9 Jahren
Spieldauer: 30 bis 60 Minuten
Preis: 38,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2021
Grafiker: Matt Paquette
Zubehör:

45 Charakterkarten
91 Legendenkarten
44 Helden-& Antiheldenkarten
4 Heldentableaus
24 Runen im Sortierkasten
40 Erfahrungsmarker
1 Wertungsblock
1 Anleitung

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