Seit Wochen schraubst du an deinem neuen "Kampfrobot" herum. Im Training hast du ihn auf Herz und Nieren geprüft: Der Antrieb läuft rund, und der Laser schneidet zielgenau Löcher in deine Gegner. Jetzt endlich hältst du das Zertifikat der RFL in den Händen, das es dir erlaubt, an offiziellen Arenakämpfen teilzunehmen. Zeig ihnen, woraus du und dein Robot gemacht sind!
Bei VOLT schlüpfen Spieler in die Rolle von "Operators", die für die Meisterschaft der Robot Fighting League (RFL) konkurrieren. Sieger ist, wer als Erster 3 Siegpunkte sammelt. Spieler bekommen Siegpunkte, wenn sie andere Roboter zerstören oder wenn sie sich am Ende einer Runde auf einem Feld mit SP-Marker befinden.

Jeder Spieler bekommt bei der Spielvorbereitung eine Robot-Figur, einen Controller und 4 Würfel (2 blaue und 2 rote) für die Programmierungsphase und einen Sichtschirm, damit der Controller in dieser Phase von anderen Spielern nicht gesehen wird. Die Spieler wählen ihr Startfeld, indem sie ihre Roboter-Figur auf ein Feld uf ihrer Arenaseite setzen. Schon kann es losgehen.

Bei VOLT ist jede Runde in 4 Phasen geteilt.

Vorbereitungsphase:
In der Vorbereitungsphase wird zunächst ein neuer SP-Marker zufällig gezogen und auf das Feld des Spielbrettes mit der gleichen Nummer gelegt. Dann werden alle Robots, die in der letzten Runde zerstört wurden, von ihren Operators auf ein Startfeld gesetzt.

Programmierungsphase:
In dieser Phase nutzen die Spieler die 4 Würfel und den Controller, um ihre Roboter zu programmieren. Diese Phase erfolgt gleichzeitig. Roboter dürfen bis zu drei Aktionen pro Runde ausführen. Auf den Controllern sind 3 Steuerkreuze mit 8 Richtungstasten und einer Nummer (eins, zwei und drei) abgebildet. Blaue Würfel werden für die Bewegung verwenden und rote Würfel zum Schießen. Die Würfel werden allerdings nie gewürfelt. Stattdessen programmiert man mit einem Würfel eine Aktion: Man wählt zunächst die Farbe und dann die Seite des Würfels – je nachdem, wie weit man schießen/sich bewegen will. Zuletzt wird der Würfel auf eine Richtungstaste des Steuerkreuzes 1, 2 oder 3 gelegt – je nachdem, wie früh oder spät man die Aktion aktivieren will. Roboter können sich nur senkrecht oder waagrecht bewegen, aber sie können in alle Richtungen (inkl. diagonal) schießen. Sobald ein Spieler mit der Programmierung seines Roboters zufrieden ist, nimmt er ein Startnummer-Plättchen von der Mitte. Ab jetzt kann er seine Würfel nicht mehr verändern. Hat jeder Spieler eine Startnummer genommen, ist die Programmierungsphase vorbei.

Aktivierungsphase:
Als erster Schritt werden die Sichtschirme zur Seite gelegt. Nun führen die Spieler ihre programmierten Aktionen aus, beginnend mit Steuerkreuz Nr. 1 und nach einer bestimmten Reihenfolge. Der Würfel mit der kleinsten Zahl wird zuerst aktiviert. Sollten mehrere Würfel die gleiche Zahl zeigen, wird der blaue Würfel vor dem roten aktiviert. Sollten allerdings mehrere Würfel die gleiche Zahl und Farbe haben, wird die Reihenfolge über die Startnummern-Plättchen bestimmt (d.h. der Spieler mit Startnummer 1 spielt vor dem mit Startnummer 2 usw.). Dieses System bedeutet, dass höhere Zahlen nicht immer die beste Wahl darstellen. Ein Roboter kann 6 Felder weit schießen, ist dadurch aber vielleicht zu langsam, weil der andere sich vorher aus der Schusslinie bewegt.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Roboter aneinanderstoßen können. Bewegt sich ein Roboter auf ein Feld mit einem anderen Roboter, wird der zweite Roboter ein Feld in die gleiche Zugrichtung gestoßen. Dieser Mechanismus kann in gewissen Arenen sehr wichtig sein, z.B. wenn es Gruben gibt, die einen Roboter gleich zerstören, wenn er hineinfällt.

Sobald alle Spieler ihre Aktionen ausgeführt haben, ist die Aktivierungsphase vorbei.

Auslösen-Phase:
In der Auslösen-Phase aktiviert jeder Roboter das Feld, auf dem er steht. Sollte ein Roboter sich auf einem Feld mit einem SP-Marker befinden, sammelt der Spieler diesen Marker ein. Je nach Arena gibt es auch besondere Aktionsfelder.

RFL-Modus:
Was bisher vorgestellt wurde ist der Trainings-Modus von VOLT. Das Spiel wird aber viel interessanter mit dem RFL-Modus (d.h. Expertenmodus), in dem jeder Robot bei der Spielvorbereitung zwei Module mit Sonderfähigkeiten erhält. Es gibt drei Arten von Modulen: Blaue Module für Bewegungsfähigkeiten, rote Module für Waffen und gelbe Module für Taktiken (d.h. Utilities). Beim RFL-Modus wird zudem bis 5 Siegpunkte gespielt.

Spieletester

19.09.2019

Fazit

Meine erste Partie VOLT war irgendwie enttäuschend, aber schon nach der zweite hat mich das Spiel völlig überzeugt. Die Spielmechanismen – auch beim Expertenmodus – lassen sich sehr einfach erklären, die Runden sind sehr schnell und trotzdem ist das Spielerlebnis voll von spannenden Momenten: Roboter werden links und rechts in die Gruben gestoßen; ein Spieler macht einen Fehler und sein Roboter fährt von selbst in die Schusslinie der Gegner; jemand legt eine Mine auf den SP-Marker und zwei Züge später sprengt sich ein Roboter in die Luft.

Ich habe trotzdem ein paar Kritikpunkte. Zum Einen sind einige Modul-Karte in gewissen Arenen entschieden besser: z.B. erlaubt das Granate-Modul über Wände oder über andere Roboter zu schießen. Bei der ersten Arena ist diese Fähigkeit meistens nutzlos, aber bei der einzigen Arena mit Wänden wird dieses Modul selbstverständlich viel stärker. Die zweite Beschwerde ist eher subjektiv. Bei VOLT sind Spieler gegen den anderen im Vorteil, wenn sie sehr gut die Pläne der Gegner vorhersehen können. Für die meisten Leute wird dieser Aspekt gar kein Problem sein. Schließlich sollen die Fähigkeiten der Spieler bei so einem Spiel zu Tragen kommen. Dennoch finde ich erwähnenswert, dass dieser Aspekt von VOLT für einige Spieler frustrierend wirken kann, wenn sie diese Fähigkeit gar nicht besitzen.

Aus meiner Perspektive sind diese Beschwerden jedoch keine große Sache. Ich hatte nämlich viel Spaß mit VOLT und ich freue mich immer auf die nächste Partie. Wenn ihr ein lustiges und verrücktes Spiel sucht, in dem die Spieler sich mit coolen Waffen beschießen können, hat VOLT viel zu bieten. Darüber hinaus sieht die 3-D Arena mit dem Karton und den vier Pfosten sehr toll aus. Das allein wird das Interesse deiner Mitspieler zweifellos erwecken.
Redaktionelle Wertung:

Plus

  • voll spannender Momente.
  • die 3-D Arena sieht sehr cool aus.
  • das Spiel lässt sich schnell und einfach spielen.

Minus

  • einige Modul-Karten sind in gewissen Arenen viel zu gut.
  • Spieler sind im Vorteil, wenn sie die Pläne der Gegner sehr gut vorhersehen können.

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 bis 45 Minuten
Preis: 39,95 Euro
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Taktik
Zubehör:

4 Robot-Figuren
16 Würfel
4 Sichtschirme
54 Karten
2 doppelseitige Spielbretter
4 Arenapfosten
4 Controller
4 Monitore
60 Marker

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