Black Box

Im Spiel Black Box soll der Aufbau eines geheimnisvollen Moleküls bestimmt werden, indem man es mit Strahlen "beschießt".

Zu Beginn des Spiels entscheiden sich beide Spieler, welcher der beiden der "Forscher" und welcher der "Molekülbauer" sein möchte. Der Molekülbauer zeichnet, natürlich ohne die Kenntnis des anderen Spielers, vier Atome in ein Black-Box-Diagramm ein. Das erinnert ein wenig an Schiffe versenken, jedoch hat dieses Spiel kaum etwas mit Black Box zu tun.

Der Forscher muss nun die Position dieser 4 Atome herausfinden, indem er die Black Box mit Strahlen beschießt.

Der Spielplan, der ebenfalls ein Black-Box-Diagramm ist (8 Zeilen, 8 Spalten), ist rundum mit Zahlen von 1 bis 32 nummeriert. Eine dieser Zahlen nennt der Forscher nun, um an diese Stelle in Black Box zu schießen. Der Molekülbauer betrachtet darauf sein Diagramm und sagt dem Forscher, an welcher Stelle der Strahl die Black Box wieder verlässt. Der Eintritts- und Austrittspunkt dieses Strahls werden durch zwei Markierungssteine gleicher Farbe markiert.

Nun gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, wie so ein Strahl verlaufen kann.
  • Er kann direkt durch die Black Box hindurchfließen, das heißt sein Strahlenfluss wird durch kein Atom beeinflusst.
  • Er kann absorbiert werden, was bedeutet dass er direkt auf ein Atom trifft. Passiert das, wird der Eintritttspunkt mit einem schwarzen Markierungsstein gekennzeichnet.
  • Er kann abgelenkt werden, was bedeutet, dass er, wenn er genau am Atom vorbeiführen würde, im rechten Winkel weitergeleitet wird.
  • Ebenfalls möglich ist die Reflexion. Dabei wird der Strahl von zwei Atomen gleichzeitig beeinflusst und tritt an der selben Stelle wieder aus, wo er eingetreten ist. Tritt dieser Fall ein, wird der jeweilige Eintritts- und Austrittspunkt mit einem weißen Markierungsstein gekennzeichnet.


Das klingt freilich alles unglaublich kompliziert, hat man sich aber einmal an diese Art des Denkens gewöhnt, kann es ziemlich flott vorangehen.

Der Forscher hat 4 (Profis 5) recht schöne Glaskugeln zur Verfügung, mit denen er auf dem Spielplan experimentieren kann. Glaubt er zu wissen, wo der Molekülbauer seine Atome hingezeichnet hat, sagt er es diesem und es wird verglichen. Für jeden Markierungsstein bekommt er einen Punkt, für jedes falsch vermutete Atom bekommt er 5 Punkte.

Dann werden die Rollen getauscht. Der Spieler, welcher am Spielende die wenigsten Punkte hat, gewinnt.


Spieletester

27.04.2002

Fazit

Black Box ist ein unglaublich gutes, jedoch zu Beginn schwer zu verstehendes, Logikspiel. Es ist absolut ungeeignet für Leute, die am liebsten Glücksspiele spielen. Für Tüftler und Freunde von Mastermind und ähnlichem ist dieses Spiel allerdings fast ein Muss.
Nicht selten lacht sich der Molekülbauer ins Fäustchen, weil der Forscher auf eine falsche Fährte gelockt wurde. Dies passiert vor allem durch mehrfach umgelenkte Strahlengänge.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Besucherkommentare

Christoph Ledinger | 16.01.2004

Black Box ist ein kniffeliges Spiel (im positiven Sinne). Ein Aufbau wie bei Schiffe versenken, bei dem abwechselnd geschossen und auf Treffer überprüft wird, würde ihm noch besser tun. Trotzdem ist es sehr empfehlenswert.

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 15,00 Euro
Erscheinungsjahr: 1990
Genre: Logik
Zubehör:

1 Spielplan, 5 Glaskugeln, 32 bunte Markierungssteine aus Holz, Spielblock mit Black-Box-Diagrammen, 1 Anleitung

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