Albedo

Der Befehl des Oberkommandos lautet: Ausdehnung unseres Einflusses auf Planeten weit außerhalb unseres Systems. Die derzeitige Ressourcenknappheit erlaubt es uns nur mit einem kleinen Schlachtverband auszulaufen. Mit Verstärkung aus der Heimat ist nicht zu rechnen, wir müssen selbst dafür sorgen, dass wir die Fabriken und Werften unbeschädigt übernehmen können.

Logbuch des Admirals, Zeiteinheit 5819WB, Befehlsausgabe:

Der Befehl des Oberkommandos lautet: Ausdehnung unseres Einflusses auf Planeten weit außerhalb unseres Systems. Die derzeitige Ressourcenknappheit erlaubt es uns nur mit einem kleinen Schlachtverband auszulaufen, bestehend aus fünf Staffeln Abfangjäger, drei Divisionen Infanterie und einer Einheit Elitepiloten. Mit Verstärkung aus der Heimat ist nicht zu rechnen, wir müssen selbst dafür sorgen, dass wir die Fabriken und Werften unbeschädigt übernehmen können.
Aufklärungsberichte zeigen keine nennenswerte Orbitalverteidigung der Planten im Zielsystem. Es ist jedoch am Boden mit Widerstand zu rechnen. Der Geheimdienst berichtet von Flottenmobilisierungen in benachbarten Systemen. Wir müssen daher mit ein bis drei gegnerischen Flotten im Zielgebiet rechnen.

Logbuch des Admirals, Zeiteinheit 5822BE, Kampfstationen besetzten:

Die Flotte ist in geschlossener Formation an den vorgesehenen Zielkoordinaten aus dem Hyperraum gesprungen. Die Langstreckensensoren orten zwei Planten in Reichweite und feindliche Flotten, die anscheinend zeitgleich mit uns den Hyperraum verlassen haben.
Die Sensordaten zeigen sechs Einheiten jeder Flotte im Anflug. Bedauerlicherweise ist kein Rückschluss auf die Zielkoordinaten der Gegner möglich. Wir rechnen damit, dass die gegnerischen Kommandanten ihre Flotten nicht aufteilen werden, sondern mit einem konzentrierten Angriff versuchen, die Hoheit im Orbit zu erlangen, um die Bodentruppen gesichert absetzen zu können. So werden wir jedenfalls handeln.
Die Zusammenstellung der verfügbaren Truppen bedarf sorgfältigster Planung. Benötigen wir die volle Feuerkraft der Abfangjäger im Orbit oder müssen wir sie teilweise zur Bodennahunterstützung unserer Bodentruppen umrüsten? Wir riskieren damit eine entscheidende Schwächung im Kampf um die Vorherrschaft im Orbit, welche zwingend erforderlich ist, um die Bodentruppen exakt anlanden zu können.
Welches Ziel müssen/sollen die Bodentruppen angreifen? Benötigen wir Nachschub und müssen Werften oder Fabriken einnehmen? Können wir direkt das Verwaltungszentrum des Planeten angreifen, um diesen unter unsere Kontrolle zu bringen? Müssen wir strategische Punkte besetzen um den Gegner an der Einnahme zu hindern? Diese Fragen müssen beantwortet werden, bevor unsere Einheiten den Hangar verlassen.

Logbuch des Admirals, Zeiteinheit 5831EF, Feindkontakt bestätigt:

Wir konnten den Anflugvektor der gegnerischen Einheiten im Vorfeld nicht berechnen, daher kam es zum Kräftemessen im Orbit um unseren Zielplaneten. Glücklicherweise konnten wir dieses für uns entscheiden und so unsere Truppen zuerst absetzen. Wir entschieden uns das planetare Verwaltungszentrum zu besetzten, um die Kontrolle über den Planten zu übernehmen. Die gegnerischen Truppen besetzten zeitgleich die Werft und verstärkten so ihre Flotte.
Diesen Planten konnten wir sichern, aber ich befürchte dies war nicht das letzte Zusammentreffen unserer Flotten. Schließlich gilt es noch 13 weitere Planten in diesem System einzunehmen um unseren Einfluss auszudehnen.

Spieletester

21.05.2018

Fazit

Logbuch des Admirals, Zeiteinheit 8547, Abschließender Bericht:

ALBEDO ist ein klassisches Deck-Building-Game, kombiniert mit verdecktem Ressourceneinsatz und Bietverfahren um den ersten Spielzug. Das Rad (bzw. hier die Schubdüse) wird nicht neu erfunden, sondern erhält nur eine andere Lackierung. Nett ist die Idee, die Jägerstaffeln auf Luft-Luft- oder Luft-Boden- Kampf umzurüsten bzw. zu drehen. Das ändert nichts daran, dass dies nur die Umwandlung von Ressourcen bedeutet, erklärt mit einem anderen Hintergrund. Es wird versucht, die Spielmechanik in eine nette Geschichte zu verpacken, was durchaus gelingt. Allerdings ist das meiner Meinung nach zu wenig für ein Spiel in diesem Bereich, zu wenig Innovation, da es in diesem Segment sehr viel, und vor allem höherwertigere, Spiel-Konkurrenz gibt. 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Deckbuilding mit Planeten-Invasions-Flair
  • Wechselnder Startspieler über Bieterverfahren
  • Verschiedene Luft- und Bodeneinheiten

Minus

  • Standard Deckbuilding Mechanik
  • Symbole sind teilweise zu klein
  • Bieterverfahren erlaubt zu wenig taktische Tiefe
  • Artwork auf den Karten nicht vollflächig
  • Hebt sich nicht über die Spielmechanik von der Masse der Deckbuilder ab

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 35 bis 45 Minuten
Preis: 15,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2017
Autor: Kai Herbertz
Genre: Deckbau
Zubehör:

110 Karten 
1 Regelbuch

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