Krazy Wordz

Fikrholm – was ist das? Eine Kneipe auf der Reeperbahn? Eine Kondom-Marke? Oder doch nur eine Grassorte? Weißt du nicht? Woher auch! Das Wort ist frei erfunden. Die Bedeutung, tja, die musst du aber doch erraten. Willkommen bei Krazy Wordz!
Buchstabensalat

Ihr liebt es, eure Mitspieler an der Nase herumzuführen? Sehr gut! Hier geht es um genau das, und zwar in Reinform. Für eine Partie Krazy Wordz braucht es einerseits Karten mit Kategorien wie den oben genannten, andererseits noch die aus Scrabble bekannten Plättchen mit Buchstaben. Das Spiel ist in mehrere Runden unterteilt. Pro Runde bekommt jeder Spieler neun Plättchen, davon genau drei Vokale und sechs Konsonanten, und eine Karte. Außerdem werden je nach Spieleranzahl ein paar Karten mehr verdeckt gezogen und vorerst beiseite gelegt.

Die Aufgabe, die sich uns dann stellt, ist im Grunde simpel: Mit den Buchstaben, die wir zur Verfügung haben, ein Wort basteln, das zu der Kategorie unserer Karte passt. Rein vom Wortlaut allerdings, denn wirklich existierende Wörter oder zu klare Abwandlungen (wie „Karthe" oder „Shloss") sind genauso verboten wie Markennamen oder alles andere, was man wiedererkennen würde. Das bedeutet auf der einen Seite: Unserer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auf der anderen Seite heißt das aber auch, dass wir überhaupt keine Ahnung haben, ob unser Begriff auch so interpretiert wird, wie wir das wollen. Und das soll auch so bleiben, deshalb ist es noch strikt verboten, das Wort auszusprechen oder andere Hilfestellungen zu geben.

Die Karten, die als Grundlage für die entstandenen Wörter dienten, werden dann verdeckt mit den vorher beiseite gelegten gemischt und offen am Tisch ausgelegt. Jede Kategorien-Karte erhält noch eine Nummer zur Identifikation. Jeder sieht jetzt also, welche Kategorien in der Runden vertreten sind – allerdings sind auch ein paar Fehlgänger dabei. Jetzt gilt es, die Kategorien den von den Spielern erstellten Wörtern zuzuordnen. Hierzu hat jeder noch Tippkarten mit den Nummern, die wir vorher den Kategorien zugeordnet haben. Jeder verteilt diese Tippkarten nun verdeckt an alle anderen Spieler und gibt so seinen Tipp dazu ab, zu welcher Kategorien-Karte das Wort des entsprechenden Spielers gehört. Erst, wenn alle Karten platziert wurden, darf jeder sein eigenes Wort ein Mal so aussprechen, wie er es sich gedacht hat.

Die Punktevergabe ist simpel. Der Wort-Erfinder erhält für jeden richtigen Tipp seiner Mitspieler einen Punkt. Jeder Spieler, der das Wort richtig erraten hat, erhält ebenfalls einen Punkt. Nach sechs Runden endet das Spiel. Wer dann die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt!

Spieletester

04.11.2016

Fazit

Krazy Wordz ist sozusagen die Antithese zu Nobody is perfect. Während wir uns bei letzterem möglichst glaubwürdige Beschreibungen für real existierende Wörter ausdenken, gilt es bei ersterem, erfundene Namen zu tatsächlich existierenden Kategorien zu erfinden. Und Überraschung, im Endeffekt spielen sich die beiden Spiele auch ganz ähnlich, zumindest was das Spielgefühl angeht. Dazu mischen wir noch die aus Scrabble bekannten Buchstabenplättchen. Was da rauskommt, ist kurzweilig, kreativ und eben auch wirklich etwas durchgeknallt. Und trotz der berühmten Ahnen ist die Mechanik, also das, was wir tun, anders genug, um sich wie ein neues Spiel anzufühlen.

Krazy Wordz besinnt sich auf alte Brettspiel-Qualitäten, vereint diese aus unserer Sicht aber sogar noch einen Tick besser als Nobody is perfect, der Klassiker des Genres. Das ist vor allem der kürzeren Spieldauer und dem kompakteren Format geschuldet. Wortverdreher, Partyspieler und Kreativlinge können hier bedenkenlos zugreifen!

Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 7
Alter: ab 16 Jahren
Spieldauer: 45 bis 60 Minuten
Preis: 18,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: Ravensburger
Grafiker: Heiner Buck
Zubehör:

1 Regel
7 Spielertableaus
8 Zahlenkarten
164 Kategorien-Karten
48 Punkte-Chips
64 Buchstabenplättchen

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