Res Publica 2230AD

Die Menschheit unternimmt diverse Versuche, um im Weltall auf sich aufmerksam zu machen (Funkbotschaften, Tafeln auf Raumsonden...) bzw. Zeichen von fremden Zivilisationen aufzuspüren (Projekt SETI...). Ob es jemals gelingt und vorteilhaft für uns endet? Wer weiß. In Res Publica 2230 AD gibt es eine heile Welt, in der fremde Völker und Technologien den Fortschritt vorantreiben. Werde Teil des kosmischen Wettstreits!
Res Publica 2230 AD ist die Neuauflage von Res Publica. Das Setting wurde in die Zukunft verlegt und die Gestaltung entsprechend angepasst. Wie schon damals gilt es, durch das Auslegen von Kartensets Städte, Raumstationen und andere Dinge zu bauen (die Baumöglichkeiten sind umfangreicher als früher) sowie Bonusaufträge zu erfüllen.

Gestartet wird mit vier Völkerkarten auf der Hand. Wer am Zug ist, kann Karten mit Mitspielern tauschen. Das Tauschprinzip ist etwas anders, als wir es z.B. von Die Siedler von Catan gewohnt sind: Der Spieler am Zug sagt an, was er gerne abgeben ODER erhalten würde (z.B. „Ich biete eine Technologiekarte „Teleportation""). Die anderen Spieler erwidern, was sie gegen die gebotenen/gewünschten Karten eintauschen würden (z.B. „Ich gebe dafür eine Bevölkerungskarte „Galaeshi" plus eine Technolgiekarte „Warpgeschwindigkeit""). Dem Spieler am Zug obliegt es nun, in den Handel einzuschlagen oder diesen abzulehnen. Ein Nachverhandeln gibt es nicht! Man hat auch nur diesen einen Versuch. Wer in seinen Zügen im Lauf des Spiels mindestens dreimal einen Handel zustandebringt, erhält Bonuspunkte für das Spielende.

Nach einem eventuellen Handel nutzt man die Effekte seiner bereits ausgelegten Karten (zusätzliche Karten erhalten...) und kann anschließend weitere Bauwerkkarten kaufen und auslegen, wenn man passende Sets von Handkarten hat. Wer während des Spiels zwei oder mehr Raumstationen bzw. zwei oder mehr Städte auslegt, erhält am Spielende Bonuspunkte. Als Abschluss des Zuges darf man in jedem Fall neue Karten ziehen. Ein Handkartenlimit gibt es nicht. Jedoch gilt es zu beachten, dass man normalerweise nur Völkerkarten ziehen darf. Erst durch Raumstationen erhält man Zugriff auf Technologien!

Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle seine vier Bonusaufträge erfüllt hat oder die letzte Technologiekarte vom Stapel gezogen wurde. Mit übrigen Handkarten darf man ein letztes Mal Städte und Raumstationen bauen, anschließend folgt die Wertung. Man erhält für seine Bauwerke die aufgedruckten Punkte, hinzu kommen die Punkte aus den Aufträgen. Eine kleine Belohnung gibt es noch für Paare identischer Handkarten, dann steht das Ergebnis fest. Der Spieler mit der höchsten Punktezahl hat gewonnen!

Spieletester

22.09.2016

Fazit

Die Spielanleitung zu Res Publica 2230AD ist sehr kunstvoll gestaltet. Sie enthält viele Zeichnungen, die sich ausschnittweise auf den Spielkarten wiederfinden. Außerdem gibt es viel Hintergrundgeschichte zu den Völkern, was für den Spielablauf aber keinen Wert besitzt. Am Ende ist alles erklärt, was man zum Spielen braucht.
Der Tauschmodus ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Er bringt, so wie das generelle Nachziehen von Karten, Glück ins Spiel. Man merkt aber bald, dass man das Glück mit einer breit aufgestellten Taktik beim Schopf packen kann: Wenn mir z.B. die Karten kein Set von fünf verschiedenen Technologien bringen wollen, dann gehe ich eben auf fünf gleiche Völker! Irgendwas findet sich immer, das am Ende Punkte bringt. Hier liegt jedoch das Problem von Res Publica 2230AD: "Es ist ohnehin egal was ich mache, ich füge mich den Karten und warte was am Ende herauskommt." Mit dieser Einstellung in eine Partie zu starten ist nicht gerade die motivierendste.
Außer dem Tauschhandel gibt es nicht viele Möglichkeiten, mit den Mitspielern in Interaktion zu treten. Am ehesten noch geht es über den Bau von Städten, wo die Reihenfolge des Baus über die Anzahl der hierfür erlangten Siegpunkte entscheidet. Meist ist man jedoch Einzelkämpfer.

Wer das Ur-Spiel hat, wird in Res Publica 2230AD einige Neuerungen finden. Diese rechtfertigen durchaus den Kauf der neuen Version.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • schnell erklärt
  • interessanter Tauschmechanismus
  • Neuerungen gegenüber dem Original

Minus

  • Grafik über Funktionalität
  • manchmal Gefühl, dass man das Spiel schwer steuern kann

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Preis: 19,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2015
Autor: Reiner Knizia
Grafiker: Fiona Carey
Zubehör:

66 Völkerkarten
66 Technologiekarten
6 Jokerkarten
6 Soldatenkarten
26 Bauwerkkarten
15 Handelsmarker
5 Übersichtstafeln
20 Planetenteile
1 Entdeckerhandbuch (Spielanleitung)

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