Gnadenlos

Gnadenlos geht es im Wilden Westen zu, wenn irgendwo Gold gefunden wird. Alle wollen es natürlich haben, das glitzernde Edelmetall, das Reichtum bedeutet.

Bei dem Spiel kommt Stimmung auf, ist doch alles vertreten, was man mit dem Wilden Westen assoziiert - Gold, Falschspieler, Duelle und ein Totengräber.

Zu Beginn bekommt jeder Spieler Schuldscheine mit Werten zwischen null und vier. Von denen werden gleich zwei (ein Einser und ein Zweier) wieder hergegeben und in Reihen verdeckt neben dem Spielplan ausgelegt. Außerdem erhält man zu Beginn zwei Abenteurer auf die Hand.

In jeder Runde werden drei Phasen gespielt:
1. Ereignis aufdecken und ausführen
2. Ansehen kaufen
3. Abenteurer ersteigern

Ad. 1.: Eine Ereigniskarte wird aufgedeckt. Je nachdem um welches Ereignis es sich handelt, haben andere Abenteurer Vorzüge. Die Spieler wählen einen Abenteurer. Derjenige mit der höchsten Zahl beim passenden Symbol gewinnt:

Goldrausch: Derjenige mit der höchsten „Nuggetzahl“ erhält die Nuggets. Der Zweitplatzierte bekommt auch noch einen Anteil.
High Noon: Der beste Schütze darf sich zwei Schuldscheine vom Markt nehmen. Der Abenteurer, der am schlechtesten schießt, bleibt auf der Strecke (wird auf den Ablagestapel gelegt). Außerdem zieht der Totengräber um ein Feld weiter.
Glücksspiel: Der Abenteurer mit der höchsten Zahl darf so viele Felder fahren, wie in dem Saloon des Abschnittes abgebildet sind. Der Schlechteste fährt Felder zurück.

Ad. 2.: Wenn man möchte, kann man nun Ansehen kaufen. Pro Goldstück fährt man ein Feld am Spielplan (max. 5)

Ad. 3.: Besitzt der aktive Spieler weniger als drei Abenteurer, so wird diese Phase gespielt. Dazu werden Abenteurer aufgedeckt (einer weniger als Mitspieler), die nun angeworben werden können. Es wird mit Schuldscheinen geboten. Der Höchstbietende darf zuerst wählen, muss aber auch kräftig zahlen. Seine Schuldscheine werden auf den Markt gelegt. Ist der Markt bereits zu groß, wird ein Zahltag ausgelöst.

Im Falle eines Zahltages wird gewürfelt und der erste Schuldschein dieser Reihe aufgedeckt. Der Spieler, dem dieser Schuldschein gehört, muss diesen nun bezahlen. Hat er zu wenig Gold, erhält er einen Pleitegeier. Danach wird erneut gewürfelt, so lange bis eine leere Reihe entsteht.

Das Spiel endet, wenn:
1. Der Totengräber an seiner Leiste das Ziel erreicht.
2. Ein Spieler den dritten Pleitegeier aufnimmt.
3. Ein Spieler ins Ziel kommt.


Spieletester

05.02.2002

Fazit

Gnadenlos kann durchaus Wild West Stimmung vermitteln, dennoch braucht man recht lange um den Ablauf zu verinnerlichen und das Spielprinzip zu verstehen. Bei heftig komplexen Strategiespielen rechnet man ja damit und nimmt dies auch gerne in Kauf, bei einem, vom Spielprinzip recht einfach gestrickten Spiel wie Gnadenlos, erscheint dies jedoch überflüssig und sorgt bei Anfängern für einigen Frust. Daran kann auch die gute Anleitung mit Prof. Easy´s Einstiegsspiel wenig ändern. Die Handlungsmöglichkeiten halten sich ebenfalls in Grenzen.

Wem es gefällt, dem gefällts (und solche gibt es sicher), mir gefällts nicht sonderlich und daran kann auch der bekannte Name des Autors nichts ändern.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 20,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2001
Verlag: Kosmos
Autor: Klaus Teuber
Grafiker: Franz Vohwinkel
Genre: Taktik
Zubehör:

1 Spielbrett, 29 Abenteurerkarten, 52 Schuldscheine, 7 Ereigniskarten, 4 Übersichtskarten, 9 Geierchips, 37 Nuggets, 4 Spielfiguren, 1 Bestatter-Figur, 1 Revolverfigur, 1 Würfel, 1 Anleitung

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