Tsuro

Tsuro, zu deutsch "Der Weg", wurde bereits 1974 entwickelt und ist ein optisch wunderbares Spiel. Der Spielplan ist beidseitig verwendbar, auf einer Seite hat er ein Spielfeld mit 7x7 Feldern und zeigt als Hintergrundillustration einen stolzen Drachen, die Rückseite weist 6x6 Spielfelder auf und zeigt einen schönen Phönix. Das größere Spielfeld ist für 5-8 Spieler gedacht, das kleinere für 2-4 Spieler, wobei jedoch auch mit weniger als 5 Spielern auf dem größeren Feld gespielt werden kann. Jedes Feld am Spielplanrand hat zwei Eingänge zum Spielfeld, ist eine Spielfigur mal auf den Plättchen am Spielfeld unterwegs, werden alle Zugänge automatisch Ausgänge und damit gefürchtet. Spielziel nämlich ist, seine Figur so lange als möglich auf dem Spielfeld zu behalten.

Zu Spielbeginn setzt jeder Spieler seine Spielfigur auf einen Eingang am Spielfeldrand. Die drei Plättchen, die jeder erhält, werden verdeckt gehalten. In einem Spielzug wählt der Spieler eines seiner Plättchen und legt es dort an, wo seine Spielfigur steht. Damit wird der Weg für die Spielfigur um ein Plättchen länger und verschlungener und die Spielfigur wird wiederum an das Ende des Wegs gezogen. Danach zieht man eine Wegekarte vom verdeckten Stapel nach. Das ist schon alles, was man tun kann und danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Wird durch das Legen eines Plättchens auch der Weg für einen oder gar mehrere andere Spieler verlängert, werden auch deren Spielfiguren bis ans Ende des Wegs gezogen. Das Foto rechts unten zeigt die Situation vor dem Anlegen des Plättchens, das Bild unten links jene danach. Die lila Figur ist an das Ende des Wegs gezogen und wartet dort auf das nächste Plättchen.

Eine Spielfigur scheidet aus, wenn ihr Weg wieder aus dem Spielplan herausführt oder wenn die Wege zweier Spielfiguren auf Kollisionskurs geraten und die beiden Spielfiguren zusammenstoßen. So ein Pech aber auch, Gehirnerschütterung und Zwangspause, bis zur nächsten Partie.

Ist nur noch eine Spielfigur auf dem Spielplan unterwegs, hat man den Sieger ermittelt. Knallen die beiden letzten Figur frontal gegeneinander, gibt es zwei Sieger, die sich das Aspirin gegen die Kopfschmerzen dann teilen können.

Spieletester

19.12.2007

Fazit

Tsuro ist schön, einfach zu erklären und auch einfach zu spielen, zu gewinnen gibt es gegen Vorausdenker und Tüftler jedoch wenig. Spaß macht das Spiel wahrscheinlich nur ebenbürtigen Gegnern. Die Anfangsphase zieht sich mitunter, wenngleich die ganze Partie nur etwa 20 Minuten dauert. Ich bin mir noch nicht klar darüber, ob ich das Spiel wirklich mag oder ob die bestechend schöne Optik über den mangelnden Spielreiz hinwegtäuscht. 
Oh, fast hätte ich's vergessen: Es gibt auch eine Regel für 2 Personen. Jeder steuert 2 Figuren und macht jeweils einen Doppelzug, legt also ein Plättchen für jede seiner Figuren. Sonst bleibt alles gleich.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 8
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2007
Verlag: Kosmos
Autor: Tom McMurchie
Grafiker: Franz Vohwinkel
Genre: Glück
Zubehör:

Spielplan, 8 Spielfiguren, 64 Wegekarten, Spielanleitung

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