Grabsch

Das wohl bekannteste Mittel um eine Spieldauer zu begrenzen, ist die Sanduhr; in einzelnen Fällen durch einen elektronischen Timer ersetzt. Aber wie wäre es mit einer lebenden Sanduhr, also einem Mitspieler? Diese Idee hat ihre Umsetzung gefunden!

In Grabsch geht es nicht darum, anderen an den Po zu fassen; auch das Dekolleté ist tabu. Aber eigentlich ist das ja verständlich, wenn man die Altersangabe "ab 6 Jahren" liest. Wo soll man aber dann grabschen? Ganz einfach: Nach den ausliegenden Karten!

Zu Beginn des Spiels liegen noch keine Karten aus, den kompletten Stapel hält ein Spieler verdeckt in der Hand. Nun versucht er, alle Karten möglichst schnell aufgedeckt auf den Tisch zu legen. Die anderen Spieler haben nun bis zum Legen der letzten Karte Zeit, die ausgelegten Karten einzusammeln. Allerdings müssen sie hierbei einige Regeln einhalten, um Pluspunkte zu erzielen.

Es gibt neun grundlegende Kartenarten: Sie zeigen Kopf, Mittelteil oder Hintereil von Kühen, Schafen und einem schwarzen Schaf. Dass die Abbildungen von Kuh und Schaf sehr ähnlich sind (im Höhlenmalerei-Design), ist wohl Absicht - sonst wäre es viel zu einfach ein passendes Set aufzunehmen. Ein passendes Set besteht aus direkt hintereinander aufgenommenem Kopf, Mittel- und Hinterteil desselben Tieres. Ein solches Set bringt einen Punkt, im Fall des schwarzen Schafes sogar drei Punkte.

Doch wehe, wenn man ein unvollständiges Set oder unpassende Karte(n) aufgenommen hat: Hier bringt jede Karte einen Minuspunkt. Ersteres passiert eigentlich nur im Spiel mit drei oder vier Spielern, wenn einem ein Gegner die letzte Karte einer benötigte Sorte aus der Auslage wegnimmt und man ein neues Motiv in Angriff nehmen muss. Zweiteres passiert öfters und in allen Besetzungen, wenn man in der Eile nicht genau hinsieht und zum Beispiel einen Schafskopf an einen Kuhleib transplantiert.

Eine Runde ist rasch vorbei, es werden gleich weitere Runden gespielt, wobei der Karten"geber" stets wechselt. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten (Plus-)Punkten.

Spieletester

05.04.2007

Fazit

Wir sehen: Grabsch ist nichts für Leute mit schwachen Nerven, die mit Zeitdruck nicht umgehen können. Eher ist es passend für Liebhaber rasanter Spiele á la Ligretto.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 6,00 Euro
Erscheinungsjahr: 1998
Verlag: Adlung-Spiele
Genre: Karten
Zubehör:

60 Motivkarten, 1 Spielanleitungskarte

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