Su doku

Nicht lange hat es gedauert, bis Sudoku den Sprung aus den Zeitschriften in das Marktsegment der Gesellschaftsspiele geschafft hat. Aber auch vor der Elektronikindustrie hat es nicht halt gemacht. Sogar in Supermärkten kann man schon kleine Computer kaufen, deren einzige Bestimmung das Lösen von Sudokus ist.

Auch wir halten nun ein solches Exemplar in der Hand. Auf Knopfdruck generiert es ein Sudoku, was wiederum in 9 Schwierigkeitsstufen möglich ist. Die vorgegebenen Zahlen sind speziell markiert, so dass keine Verwechslung möglich ist. Natürlich können diese Zahlen auch nicht verändert werden. Ich kann aber auch ein Rätsel aus einer Zeitschrift in den Handheld einspeisen und dort lösen. Umgekehrt kann ich ein im Gerät generiertes Rätsel auf eine der Blankovorlagen übertragen und händisch lösen.

Jeder Druck auf das Gerät wird mit einem Sound untermalt. Wer sich daran stört, kann den Ton auch abschalten. Leider merkt sich das Gerät dies nicht und beginnt bei der nächsten Inbetriebnahme wieder fröhlich zu musizieren. Dabei ist ein Speicher enthalten, mit dessen Hilfe man bis zu 3 unfertige Rätsel speichern kann. Wird ein weiteres mal gespeichert, plumpst das älteste einfach aus dem Speicher. Dafür merkt sich der Handheld, wenn man ein bereits gespeichertes Rätsel zu einem späteren Zeitpunkt wieder speichert: Es wird der entsprechende Speicherplatz überschrieben; sehr löblich.

Zum Betrieb des Gerätes sind 3 Batterien der Größe AAA erforderlich (nicht inkludiert). Damit diese nicht zu sehr strapaziert werden, wird nach 15 Minuten ohne Eingabe automatisch ausgeschaltet, das aktuelle Rätsel merkt es sich aber nicht. Wenn man das weiß, ist es aber kein Problem. Was man sich dagegen wünschen würde: Eine Undo-Möglichkeit bzw. ein Button für den Neustart des selben Rätsels. Natürlich kann man alle bereits eingetragenen Zahlen wieder löschen, das ist aber mitunter ein beträchtlicher Aufwand.

Damit man sich nicht alles merken muss, hilft der Computer dem Langzeitgedächtnis: Man kann in ein Feld mehrere Nummern eintragen, eine davon wird angezeigt. Durch eine Markierung sieht man allerdings, dass noch andere Zahlen im Hintergrund stehen. Hat man später die korrekte der Ziffern entlarvt, selektiert man sie und lockt diese ein. Automatisch werden alle entsprechenden Eintragungen aus dazugehörigen Tipps in der Reihe/ Spalte/ Block entfernt. Leider ist diese Version von Notizen nicht sehr übersichtlich. Außerdem werden die eingetragenen Tipps wie fixe Zahlen behandelt, dies führt zu irreführenden Hinweisen, wenn man die entsprechende Taste betätigt.

Denn auch Hinweise sind möglich, allerdings wird nicht die Zahl verraten sondern nur das Feld, wo sehr einfach eine Zahl bestimmt werden kann. Kollidierende Einträge blinken sofort, es kann erst weiter gehen wenn man eine der Ziffern gelöscht hat. Leider ist das auch dann so, wenn man Tipps einträgt: Hat man zwei Felder wo nur noch 2 und 4 hineinpassen, kann man in beide 2 und 4 als Tipps eintragen. Als Anzeige muss jedoch einmal die 2 und einmal die 4 selektiert werden, da sonst der blinkende Fehleralarm losgeht - dies könnte man noch verbessern.

Wenn ein Rätsel fertig gelöst ist, wird der Statusbildschirm gezeigt. Auf ihm sind nochmals das Level, die Anzahl der benötigten Tipps, die verbrauchte Spieldauer und die bislang beste Spieldauer in diesem Level ersichtlich.

Sehr intelligent ist das Gerät selbst nicht: Benutzerdefinierte Sudokus kann es nämlich weder speichern, noch lösen bzw. Tipps geben. Aber mit den gespeicherten Rätseln findet man sein Auslangen, wenn man der Zahl auf der Packung glauben schenken darf.

Was gibt es zum Gerät selbst zu sagen? Die Rätsel erscheinen auf einem ausreichend dimensionierten Display, das in allen Lagen guten Kontrast bietet. Es liegt gut in der Hand, sowohl was Form als auch Schwerpunkte angeht. Beim Lösen hält man es mit der einen Hand, während die andere über die Tasten huscht. Womit wir bei einem kleinen Minuspunkt sind: den Tasten. Sie Zifferntasten sind etwas klein geraten, außerdem hat man nicht immer das Gefühl, ob man sie schon weit genug eingedrückt hat oder nicht.

Mein

Spieletester

29.06.2006

Fazit

nach der ersten Berührung mit einem elektronischen Sudoku: Bei fortgeschrittener Sudokusucht spart man sich Unmengen an Papier bzw. Vorlagen. Beim Zeitverbrauch wird man ähnlich liegen, in der Übersichtlichkeit hat das Papier aber weiterhin die Nase vorn. Außerdem ist die Elektronik auf die Standardform von Sudoku festgenagelt, man kommt nie in den Genuss einer der vielen Varianten (unregelmäßig geformte Blöcke, zusätzliche Farbcodierung,...).
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1
Alter: ab 6 Jahren
Preis: 20,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2005
Genre: Logik
Zubehör:

1 elektronisches Sudoku-Spiel, 1 Satz Leervorlagen, 1 Bedienheft

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