Rumis

Rumis kommt aus der Sprache „Quechua“, der Sprache der Inka, die noch heute in den Anden gesprochen wird. Es bedeutet Steine. Obwohl der Name dies vermuten ließe, hat es nichts mit dem Kartenspiel Rummy oder gar Rummikub gemeinsam. Dafür ist es ein naher Verwandter von Pueblo.

Bei Rumis geht es also darum, aus unregelmäßigen Klötzen Bauwerke zu errichten. Wer die abraxis-Bausteine aus den 80ern kennt, wird schnell daran erinnert. Für alle die es nicht kennen: Es handelt sich um eine Art von 3D-Tetris. Jeder Baustein ist aus 2 bis 4 Einzelwürfeln zusammengesetzt.

Hat man sich auf einen der vier Grundrisse geeinigt und jeder Spieler einen Satz gleichfarbiger Steine, kann es auch schon los gehen. Stein um Stein bauen die Spieler reihum. Es gibt nur wenige, dafür aber klar definierte Regeln:
- Ein neuer Stein muss, zumindest mit einer Fläche, an einen bereits liegenden Stein gleicher Farbe grenzen.
- Kein Stein darf über den Grundriss hinausragen
- Kein Stein darf die maximale Bauhöhe übertreffen
- Es dürfen keine Hohlräume im Bauwerk entstehen

Kann ein Spieler gemäß den Regeln keinen Stein mehr platzieren, ist das Spiel für ihn vorüber, die anderen dürfen weiter spielen, bis auch sie keine Ablagemöglichkeit mehr haben. Nun geht es an die Wertung: Das Bauwerk wird von oben betrachtet, jeder sichtbare Einzelwürfel bringt seinem Besitzer einen Punkt. Und wer hat gewonnen? Nicht schwer zu erraten: Natürlich der, der die meisten Punkte sammeln konnte!

Spieletester

10.10.2005

Fazit

Rumis hat also, wie bereits erwähnt, etwas von abraxis, aber auch Pueblo ist vergleichbar. Wer diese Spiele nicht mag, sollte von Rumis die Finger lassen. Wer allerdings an solchen Spielen seinen Gefallen findet und eine gute räumliche Vorstellungskraft hat, der sollte sich mit Rumis ein mal näher beschäftigen.

Etwas befremdlich wirkt die letzte Seite der Spielregel: Sie enthält eine Tabelle, wie die Steine aussehen – für den Fall, dass beim Transport oder im Spiel Steine auseinander brechen sollten und man kleben muss. Wir hatten bisher (trotz bisher 3maligem Postversand) noch keine Probleme mit lose gewordenen Klötzchen. Ich kenne aber auch eine Ausgabe, bei der bereits der Holzleim ausgepackt werden musste. Aber wenden wir uns von den Eventualitäten wieder den Vorzügen des Spiels zu.

Das Spielmaterial ist aus stabiler Pappe (Legeflächen) bzw. aus Holz (Spielsteine) und sieht gut aus. Die Farbgebung ist gut getroffen, es besteht wenig Möglichkeit der Verwechslung (außer man ist Rot/Grün-blind).

Seine erste Auszeichnung erhielt Rumis beim Spieleautorenwettbewerb Hippodice, wo es 2001 den 2. Platz belegte. 2003 folgte die Krönung mit der Aufnahme in die Auswahlliste Spiel des Jahres.

Wer mit den beinhalteten Bauplänen kein Auslangen findet, kann auf der Homepage des Herstellers neue Pläne herunterladen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 35,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2001
Autor: Stefan Kögl
Genre: Taktik
Zubehör:

4 Bauflächen, 4 farbige Sätze zu je 11 Bausteinen, 1 Spielregel

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