Wir wohnen in einem blühenden Königreich, das wir mit Bewohnern befüllen. Wobei "blühend" hier im übertragenen Sinn gilt, Pflanzen spielen in diesem Spiel nämlich keine Rolle. Vielmehr treffen wir auf verschiedene Berufsgruppen.
Spielvorbereitung
Das Einstieg ins Spiel geht blitzschnell: Schnell mal den Kartenstapel mischen, an jede Person eine Handvoll Karten austeilen, den restlichen Stapel in die Tischmitte legen und schon kann es losgehen! Das Lesen der Spielanleitung vor der ersten Partie dauert auch nicht lange, das Prinzip ist nämlich simpel: Man darf beliebige Handkarten ausspielen, bis es zur Wertung kommt.
Die Spielregeln im Detail
In jeder Runde wählen alle gleichzeitig eine Karte aus. Diese Karten werden nach einer definierten Reihenfolge in die Auslage am Tisch gelegt (wobei manchmal Sofortaktionen ausgeführt werden, wie etwa ein Blick in gegnerische Handkarten oder das Entfernen von Karten aus der Auslage). Karten gleicher Berufe werden in der Auslage gruppiert.
Welche Karte man wählt, bleibt einem überlassen. It's all random? Nein, natürlich nicht: Wir spielen solange, bis jeder Spieler noch zwei Karten auf der Hand hat. Das sind jene Karten, für die man Punkte bekommt.
Die Wertung
Für jede behaltene Karte wird überprüft, ob die Wertungskriterien zutreffen. Das kann das (Nicht-) Vorhandensein bestimmter Berufe unter den behaltenen Karten der Mitspieler sein, aber auch Mehrheitsverhältnisse bzw. Sets von Karten in der Auslage.
Nach der Wertung bleibt die Auslage liegen, gewertete Karten kommen aus dem Spiel, jeder erhält neue Handkarten. Ist die dritte Wertung vollendet, steht der Gewinner fest.
Spieletester
Fazit
Ich empfehle für den Anfänger eine Proberunde. Es ist nämlich gar nicht so leicht, das Geschehen zu überblicken. Spiele ich eine Karte lieber aus, oder behalte ich sie? Das Ausspielen führt dazu, dass ich sicher keine Punkte damit mache; außer ich kann z.B. ein Set komplettieren, für das ich mit einer anderen Karte Punkte bringe. Es kann aber auch sein, dass mein Ausspielen plötzlich Wertungskriterien für Mitspieler erfüllt, wodurch die zusätzliche Punkte scheffeln. Der Anfänger muss ich in dieses Spannungsfeld erst einfinden.
Natürlich ist ein gewisser Glücksfaktor dabei, welche Handkarten ich zugelost bekomme. Eine Königin zum Beispiel bietet recht sichere Punkte, die anderen Spieler müssen schon einen Lucky Punch landen, um mir Punkte wegzuschnappen. Es ist aber so gut wie ausgeschlossen, dass die kompletten Punkte flöten gehen; vor allem in der letzten Runde, wo schon viele Karten in der Auslage liegen. So ein Adliger ist da schon heikler: Ich bekomme zwar mehr Punkte pro Karte, aber nur dann, wenn mehr Bäuerinnen als Adlige in der Auslage sind; andernfalls gehe ich leer aus.
Bloom Kingdom ist sicher nicht für abendfüllende Unterhaltung gemacht, ich fand es trotzdem durchaus herausfordernd und abwechslungsreich. Die meisten Mitspieler waren aber eher auf der "Na gut, haben wir das auch mal gespielt"-Schiene, also weniger begeistert und für einen zweiten Anlauf nicht zu haben. Das ist schade, weil man im zweiten Anlauf schon deutlich zielgerichteter spielen und steuern kann. Auch die Piktogramme auf den Karten hat man dann verinnerlicht.
Plus
- schnell erklärt
- schnell vorzubereiten
Minus
- gewöhnungsbedürftig zu spielen
- etwas glückslastig
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Details
100 Personenkarten
10 Übersichtskarten
1 Spielanleitung
Statistik
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