In Leaf it dreht sich alles um Leafs, also Blätter. Naja, fast: Es geht um die Tiere, die im Blätterdach des Baumes leben. Den lassen wir erst wachsen, bevor wir ihn eigenhändig wieder entlauben.
Spielaufbau
Die Spielschachtel wird zum Spielmaterial! Man steckt sie zusammen und steckt links und rechts Karten als Baumstamm in den Schlitz zwischen Ober- und Unterteil. Auf diese beiden "Steher" legen wir abwechselnd eine Karte. Dabei muss das Tier auf der obersten Karte von der neuen Karte komplett verdeckt werden.
Spielabbau
Sind alle Karten platziert, dürfen wir uns reihum je eine davon nehmen, bis der komplette Blätterwald wieder verteilt ist. Man muss sich nicht die oberste Karte nehmen, man darf auch welche von weiter unten herausziehen (ihr habt euch ja sicher gemerkt, wo die punkteträchtigen Tiere platziert wurden! Oder?). Hier gilt: Eine einmal berührte Karte muss man auch nehmen. Kann nur sein, dass ich dabei andere Karten zum Abstürzen bringe, als Strafe bekommen meine Mitspieler je eine der heruntergefallenen Karten.
Punktezählung
Sind alle Karten an die Spieler verteilt, zählen wir die dafür erhaltenen Punkte. Der Spieler mit dem wertvollsten "Zoo" gewinnt das Spiel.
Spieletester
Fazit
Leaf it zeugt nicht von Rechtschreibschwäche, sondern spielt mit dem Gleichklang der Wörter "leave" und "leaf". Leafs sind Blätter, von denen es auf den Karten mehr als genug gibt. Leave hingegen heißt "zurücklassen", was wohl auf das Ziehen einer tieferliegenden Karte bezogen ist, während man die obenauf liegende Karte verschmäht.
Ganz unaufgeregt legen wir die Karten übereinander. Das Herunternehmen ist eine Spur mehr Nervenkitzel, weil man lieber eine Karte von unten herauszieht, als das Ein-Punkt-Tier von oben zu nehmen; weil schlechter kann es ja nicht werden. Da hätten ein paar Karten mit Minuspunkten vielleicht etwas Salz in die Suppe gebracht.
Ein wenig gehadert haben wir mit den Karten, die man als Baumstamm in den Schlitz zwischen den Schachtelteilen steckt. Drei Karten pro Seite, das ist schon grenzwertig wenig. Zieht man Karten senkrecht zur Fläche der Karten weg, kann das zu einem Biegen führen, durch die steigende Hebellänge entsteht ein selbstverstärkender Effekt und die Karten kommen ins Rutschen. Je nachdem ob man die Karten eher in der Mitte oder bei den Ecken einsteckt, ist dies mehr oder weniger stark ausgeprägt. Ob das ein Bug oder ein Feature ist, lassen wir mal dahingestellt. Mich persönlich hat es eher genervt, als an der Feinmotorik zweifeln lassen.
In Summe bleibt ein "Jetzt hab ich das auch mal ausprobiert" übrig, das von einem "Aber mein neues Lieblingsspiel wird es nicht" ergänzt wird. Zu simpel ist das Prinzip, zu langweilig die Grafik.
Plus
- trainiert die Feinmotorik
Minus
- es fehlt die Spannung
- manchmal entscheidet das Pech, nicht das Geschick
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Details
40 Karten
1 Spielanleitung
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