In diesem Stichspiel dreht sich alles um Materie und Antimaterie. Nur wer das Gleichgewicht perfekt ausbalanciert, sammelt am Ende einer Runde Punkte.
Gott sei Dank setzt Matter Matters kein Wissen über die physikalischen Grundlagen voraus. Es reicht völlig, sich vor Augen zu halten, dass Antimaterie das Gegenteil von Materie ist und sich beide gegenseitig auslöschen.
Matter Matters ist ein schnell verstandenes Stichspiel mit Kartenwerten von eins bis vierundvierzig. Wer in einer Runde den höchsten Wert ausspielt, nimmt die gespielten Karten zu sich. So weit nichts neues. Der eigentliche Kniff steckt aber woanders: Jede Karte hat zwei mögliche Werte, die davon abhängen, mit welcher Farbe der Stich eröffnet wird. Dadurch wird auch festgelegt, ob der Stich zur gelben oder zur lila Seite zählt. Wie man sich schon denken kann, geht es also darum in beiden Farben die gleiche Zahl an Stichen zu machen.
Eine feste Vorgabe, wie viele Stiche man machen sollte, gibt es nicht, auch wenn mehr Stiche potenziell mehr Punkte bringen. Kartenglück allein reicht dabei nur bedingt, denn Punkte gibt es nur, wenn am Ende der Runde ein Gleichgewicht zwischen gelben und lila Stichen erreicht wird. Im Spielverlauf dreht sich daher alles darum, dieses Gleichgewicht gezielt anzusteuern und die eigenen Handkarten so einzusetzen, dass es am Ende aufgeht. Genau das sorgt für Spannung, denn bis zum letzten Stich bleibt alles offen und vermeintlich sichere Runden können noch kippen. Wer das Gleichgewicht verpasst, muss entsprechend mit Minuspunkten leben.
Spieletester
Fazit
Viel komplexer, als es hier klingt, wird es beim Spielen auch nicht. Im Kern versucht man, möglichst ausgeglichen lila und gelbe Stiche zu sammeln und hofft gegen Ende der Runde, keinen unerwünschten Stich mehr zu machen oder genau den zu verlieren, den man eigentlich noch gebraucht hätte. Ein Stück weit kann man sich darauf vorbereiten, am Ende läuft es aber oft darauf hinaus, auf das richtige Timing zu hoffen.
Kartenzählen ist grundsätzlich möglich, erfordert aber einiges an Konzentration. Für mich steht dieser Aufwand nicht ganz im Verhältnis zum eher unvorhersehbaren Spielverlauf.
Immerhin ist Matter Matters schnell erklärt und rasch auf dem Tisch. Nach zwei oder drei Runden hat man den Dreh raus. Viel mehr Tiefe kommt danach allerdings nicht mehr dazu. Insgesamt ein solides Spiel für zwischendurch, aber nichts, das wirklich heraus-STICHT.
Plus
- Schnell losgespielt
Minus
- Schnell ausgespielt
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Details
44 Zahlenkarten
4 Gleichgewicht-Karten
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