Makoto

Das Einzige, das für einen Krieger noch wichtiger ist als die Schärfe seiner Klinge ist seine Ehre. In diesem Kartenspiel werdet ihr dahingehend so einige Schlachten schlagen müssen und hoffentlich die eure dabei bewahren können.

Vom einfachen Ronin zum legendären Samurai

Makoto (japanisch für „Aufrichtigkeit“ oder auch „Ehrlichkeit“) ist ein Kartenspiel um die Ehre des Kriegers. Dabei ist es das Ziel in möglichst vielen aufeinanderfolgenden Partien durch das Wegspielen der eigenen Handkarten sowie des „Stechens“ von möglichst vielen Punktekarten (2er-, 5er- und 10er-Karten) am Ende die meisten dieser aufzuweisen.

Je nach Spieleranzahl werden gewisse Karten (14er- bis 16er-Karten und teils die Schwertkarten von 1 bis 16) aussortiert und (spielerzahlabhängig) je 12 bis 15 der übrigen zufällig an jeden Mitspieler ausgeteilt. Weiters wird ein Lager bestehend aus offenen Orakelkarten (praktisch identen Karten zu den gewöhnlichen Spielkarten) aufgelegt. Gespielt wird wie folgt: wer die Runde beginnt, der darf eine Kartenkombination seiner Wahl ausspielen, bestehend aus entweder Einzelkarten, identen Sets oder aber einer „Straße“, also aufeinanderfolgenden Zahlen. Der nächste Spieler muss dieses Set nun in gleicher Kartenmenge, jedoch mit höherer Zahlenwerte bedienen oder aber passen, wobei er so auch eine Karte vom Orakelstapel ziehen darf. Wer ausspielt kann zusätzlich auch noch Karten vom Lager (nach gewissen Regeln) aufnehmen oder hinzufügen, aber das nur am Rande. Ganz besonders in diesem Spiel jedoch: Passen bedeutet nicht gleich aus der Runde auszuscheiden, denn sollte man erneut zum Zug kommen, sprich nicht jeder in der Runde hat gepasst, so kann man ganz gewöhnlich erneut versuchen zu bedienen.

Auch zu erwähnen ist die Kombination aus vier identen Zahlenwerten auf den Karten, welche als „die Unbesiegten“ betitelt wird (und je nach Spieleranzahl eine Schwertkarte beinhalten muss oder auch nicht). Mit dieser Kombination schlägt man praktisch alles, außer einen höherrangigen Kartensatz dieser Art.

So wird versucht gewisse Karten zu „stechen“ und seine Hand als erster leer zu bekommen. Das sind dann auch bereits sämtliche Grundlagen von Makoto, die es für eine Partie zu wissen gilt!

Spieletester

Fazit

Der Weg der Aufrichtigkeit

Über mehrere Durchgänge wurde uns in diesem Kartenspiel eines deutlich klar deutlich: Makoto ist für eine eher größere Spieleranzahl ausgelegt! Fünf bis sechs Personen sind dabei ideal, zu viert funktioniert es auch gut aber lediglich zu zweit oder zu dritt ist das Spielerlebnis wirklich stark eingeschränkt! In diesen Konstellationen hat es uns demnach recht wenig zugesagt…

Sofort beim Öffnen der Spieleschachtel machen sich drei Regelwerke und Übersichtskarten in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch ersichtlich, sowie klarerweise die Spielkarten. Diese weisen ein zwar dickes, jedoch etwas rutschiges Kartenmaterial auf, mit teilweise darauf befindlichen hervorgehobenen, glänzenden Prints. Doch das nur am Rande!

Das Herz des Spiels bildet dabei ein recht einfaches, taktisches Konzept, welches mit einer Brise Glück verfeinert wird. Doch liegt der Hauptaugenmerk hier wirklich auf der situativen Anpassung der eigenen Strategie; jeder ist quasi seines eigenen Glückes Schmied. Auch die Kurzweiligkeit von Makoto hat uns gut gefallen! Längere Überlegungen findet man hier lediglich in den ersten Zügen der einzelnen Durchgänge, ansonsten spielt es sich, auch mit mehreren Spielern, flüssig ohne viele off-Zeiten. Lediglich durch das Ausscheiden nach Loswerden aller seiner Handkarten muss man schonmal eine geraume Zeit auf der Seitenbank verbringen. Wie innovativ dieses Kartenspiel dabei jedoch ist, das ist hart zu sagen, denn einerseits besteht es praktisch vollkommen aus Mechaniken, die man bereits aus anderen Werken kennt, andererseits kombiniert es diese jedoch in recht neuer Manier zu einem einzelnen, neuen Gesamtwerk zusammen.

Insgesamt wirkt Makoto also wie ein taktisches Kartenspiel das gewiss nicht jedermanns Sache ist, wobei es bei Freunden dieses Vergnügens wohl ein absolutes Highlight darstellen dürfte. Hier ist ganz klar euer eigener Geschmack gefragt, für uns bleibt es als grundsolides Kartenspiel im oberen Mittelbereich einkategorisiert.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • strategisches Kartenspiel für eine größere Spieleranzahl
  • mehrsprachiges Regelwerk und Übersichtskarten
  • viel Taktik mit etwas Glück
  • im Kern kurzes Kartenspiel

Minus

  • mit wenigen Spielern (zu zweit oder zu dritt) eher unspaßig
  • gewöhnungsbedürftiges Kartenmaterial
  • längere Off-Zeiten im Falle eines frühen Sieges einzelner Mitspieler

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Preis: 10,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Zubehör:

3 Regelhefte (je 12-seitig pro Sprache)

113 Spielkarten; darunter:

   - 5 Punktekarten

   - 12 Übersichtskarten (doppelseitig; je 6 pro Sprache)

   - 16 Orakelkarten (1x 1-16)

   - 16 Schwertkarten (1x 1-16)

   - 64 Roninkarten (4x 1-16)

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