Wir bauen einen modernen und wissenschaftlich geführten Zoo für Tiere und Besucher auf. Dafür haben wir 135 einzigartige Zooplättchen für Tiere, Gebäude und Projekte zur Verfügung.
Artengarten basiert auf dem weltweiten Bestseller Arche Nova, modifiziert und vereinfacht aber viele Mechanismen aus diesem Spiel auf elegante und überraschende Weise. Statt einzelne Gehege haben wir jetzt ein weitläufiges freies Areal zwischen zwei Flussläufen zur Verfügung. Hier bieten wir unseren Tieren einen artgerechten Lebensraum auf 21 Hexfeldern an, der manchmal auch etwas mehr Freiflächen und Auslauf fordert. Zwei dieser Freiflächen sind bereits vorhanden. Neben den Tieren können wir auch Gebäude errichten und Projekte realisieren, um den verschiedenen Tieren gerecht zu werden.
Gespielt wird ohne Geld, denn das Platzieren von erworbenen Plättchen hängt nur von der Wertungszahl des gewählten eigenen Aktionsplättchens ab. Manchmal sind auch Platzierungsregeln zu beachten, so zum Beispiel wünscht das Nilkrokodil eine angrenzende Freifläche oder das Baumhaus muss zwingend neben zwei Waldplättchen gesetzt werden.
Stunde Null ohne jegliches Material
Wir starten nur mit einem leeren Zooplan und vier Aktionsplättchen, die am unteren Rand mit einem Pfeil entweder die maximale Reichweite, Projekt- oder Tierstufe markieren und in einem ständig rotierenden Ablauf die Aktionsmöglichkeiten aufzeigen. Wird zum Beispiel ein grünes Plättchen für das Ausspielen eines Waldtieres verwendet, rückt es danach auf die schwächste linke Position und schiebt alle anderen Aktionsplättchen nach rechts. Und da wir ja ohne Material starten, darf man seinen Zug immer damit beginnen, eines der sechs Plättchen aus der Auslage zu nehmen und es auf unser Ablagebänkchen zu setzen. Dabei ist lediglich die Reichweite der Projekte zu beachten.
Danach darf eine der vier möglichen Aktionen ausgeführt werden. Wir könnten uns zwei neue verdeckte Plättchen vom Nachziehstapel nehmen, indem wir die Lebensraumaktion für Wald, Wasser oder Felsen verwenden. Oftmals werden wir diese Aktionskarten aber wählen, um entsprechende Tiere in unserem Zoo zu platzieren. Immer angrenzend an bereits ausliegende und mit direkter Verbindung zu einem der drei Eingänge des Zoos. Um die Aktionskarten stärker zu machen, nutzen wir unsere Aufwertungsmarker. Jeder dieser vier hat eine andere Bedingung, die erfüllt werden muss, damit ein Aktionsplättchen umgedreht werden darf. Dann wandert der aufgedruckte Pfeil für die Stärke nach rechts und es dürften dann auch zwei Tiere statt einem platziert werden.
Natürlich können auch wieder Artenschutzziele erreicht werden, um ordentlich Siegpunkte zu sammeln. Dazu wurden zu Spielbeginn fünf von zehn ausgewählt und auf einem separaten Board platziert. Die Artenschutzziele beziehen sich auf entsprechende Symbole wie Kontinent oder Tierklasse auf den Tierkarten. Die Schutzziele können in beliebiger Reihenfolge erfüllt werden und bringen zwischen fünf und vierzehn Siegpunkten. Da hierbei kein Konkurrenzkampf stattfindet, weil jeder jedes der Ziele erreichen darf, entspannt das eine Partie. Gleichzeitig findet aber auch kaum Interaktion statt, außer beim Zugriff auf die Auslage.
Tritt eine der drei Endbedingungen ein, folgt die Schlusswertung, die oftmals etwas vertrackt ist, da fast jedes Plättchen eine andere Bedingung aufführt und alles sehr klein aufgedruckt ist. Wer also seinen Zooplan komplett voll hat, alle seine Artenschutzziele geschafft oder die Nachziehplättchen ausgegangen sind, genehmigt allen anderen noch einen letzten Zug, bevor der Sieger bestimmt wird.
Spieletester
Fazit
Artengarten spielt sich deutlich fluffiger als der große Bruder Arche Nova. Trotzdem finden sich viele vertraute Elemente wieder. So ist die optische Gestaltung schon sehr ähnlich und auch die Aktionskarten und Artenschutzziele sind bekannt. Die Zoogestaltung ist hier deutlich zugänglicher, auch weil die Zugmöglichkeiten vereinfacht wurden. Trotzdem bleibt die abgespeckte Version spannend und hinterlässt oftmals ein wohliges Gefühl, dass man am Ende etwas Wundervolles auf seinem Board geschaffen hat.
Bis dahin puzzeln wir in der Regel ziemlich interaktionsarm an unserem Zoo, manchmal erfasst uns auch die Analyse-Paralyse, weil wir uns nicht entscheiden können oder wir diverse Szenarien durchrechnen wollen. Da es keinen Siegpunktzähler gibt, kann kaum ein Führender ausgemacht werden und wir hoffen ins Blaue hinein. Die Schlusswertung unseres möglichst komplett gefüllten Zooplans gestaltet sich oftmals etwas unübersichtlich ob der vielen kleinen aufgedruckten Wertungsbedingungen der Plättchen. Das kann dann schon recht mühsam werden und ist fehleranfällig.
Wer es schafft, aus dem vorliegenden Angebot an Tier-, Gebäude- und Projektplättchen die beste Gestaltung auf den großzügigen Zooplan zu zaubern, erlebt ein belohnendes Spielgefühl. Ich persönlich würde immer den Artengarten gestalten wollen, weil er deutlich kürzer und weniger komplex ist als der große Bruder und ich so eher meinen Spieltisch mit entsprechend willigen Spielern voll bekomme. Allerdings würde ich nicht in Vollbesetzung spielen wollen, da mir dann eine Partie zu lange dauert. Ideal sind zwei oder drei Spieler, da dann die Downtime erträglich ist. Auch der Solo-Modus gefällt mir sehr gut, da ich ungestört meinen Zoo gestalten kann und pro Zug eigentlich nur ein einziges Plättchen aus der Auslage entfernt wird. Die Downtime entfällt hier komplett.
Plus
- wunderbares Material
- eingängiger Ablauf
- spannend
- deutlich kürzer als Arche Nova
- sehr guter Solo-Modus
Minus
- Gefahr der Analyse-Paralyse
- jeder puzzelt interaktionsarm vor sich hin
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Details
1 Auslagetableau
1 Artenschutztableau
10 Artenschutzziele
135 Karten
21 Beutelmarker
20 Artenschutzmarker
5 Spielhilfen
1 Wertungsblock
5 Spielende-Marker
18 Solomarker
5 Zoopläne
5 Kartenhalter
20 Aktionsplättchen
20 Aufwertungsmarker
20 Artenschutzerfolgsmarker
1 Spielanleitung
1 Glossar
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