Umami

Kreiere die besten Gerichte und gewinne die meisten Gäste für dich. Kombiniere dabei herzhafte, frische und sättigende Zutaten je nach Wunsch des Kunden, um ihn von deinen Gegnern zu dir zu locken.

Dass Umami der fünfte Geschmack neben süß, sauer, salzig und bitter ist, ist mittlerweile wohl weitgehend bekannt. Würde man den aus Japan stammenden Begriff übersetzen, würde es so etwas wie "wohlschmeckender Geschmack" heißen. Zum Glück verwendet diesen Ausdruck aber kaum jemand.

Kochen mit Umami

Um nicht kulinarisch auszuarten (schließlich ist das hier kein Foodblog), dreht sich nun alles um das Spiel Umami. Mit Zutatenkarten aus drei Kategorien – herzhaft, sättigend und frisch – müssen die Spieler in ihrer Auslage aus jeweils drei Zutaten ein Gericht nach den Wünschen der Gäste zubereiten. Kann man den Wunsch eines Gasts erfüllen, nimmt man ihn zu sich und erhält dafür potenziell Punkte am Spielende.

Wie in der realen Gastronomie konkurrieren jedoch alle Restaurants um dieselbe Kundschaft. Gelingt es jemandem, ein besseres Gericht zusammenzustellen, kennt der Gast keine Scham und wechselt kurzerhand das Restaurant. Gerichte lassen sich zudem weiter verbessern: So wünschen sich Gäste beispielsweise ein Gericht mit einer herzhaften und zwei frischen Zutaten, deren Kartenwerte in Summe möglichst niedrig sind. Wer dieses zweite Kriterium besser erfüllt, behält den Gast.

Gastronomie ist ein hartes Pflaster

Wer seine Gerichte am liebsten in aller Ruhe zusammenbauen möchte, sei gewarnt: Zutaten aus unfertigen Gerichten können jederzeit einfach "geliehen" werden. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich dem Nachbarn eine Zwiebel borge, habe ich selten die Hoffnung, sie wieder zurückzubekommen. Konflikte sind also vorprogrammiert. Wer am Ende die meisten Gäste vor sich liegen hat, gewinnt.

Spieletester

21.03.2026

Fazit

Wie schmeckt Umami?

Wie die Rezension vielleicht schon vermuten lässt: Wenn ich mich gerade nicht mit Spielen beschäftige, dann gerne auch mit Essen.

Warum für dieses Set-Collection-Spiel ausgerechnet das Thema Kulinarik gewählt wurde, bleibt mir persönlich ein Rätsel. Eine der zentralen Mechaniken besteht darin, Gerichte umzubauen, indem einzelne Zutaten durch besser passende ersetzt werden oder durch Stehlen den Besitzer wechseln. Ich habe allerdings noch nie erlebt, dass man aus einer Schüssel Reisgemüse die Erbsen wieder herausnimmt, um sie durch Karotten zu ersetzen. Entsprechend kann ich den Bezug zwischen Spielmechanik und Thema leider nicht nachvollziehen.

Was am Ende bleibt, ist ein Kartenspiel, bei dem man die eigene Auslage möglichst gut optimieren muss, um Punkte zu machen. Das Spielprinzip ist dabei solide, aber wenig überraschend und bietet kaum neue Ideen. Schade ist vor allem, dass das eigentlich spannende Thema Essen spielerisch nicht mehr hergibt und hinter den Möglichkeiten zurückbleibt.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Optisch ansprechend

Minus

  • Kein Bezug zwischen Thema und Spielmechanik
  • Wenig innovatives Spielprinzip

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 16,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Autor: Don Eskridge
Grafiker: Ikuko Nakai
Zubehör:

100 Karten

1 Spielregel

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