Lambada

Werde als erstes alle deine Karten los, ohne die verbotene Farbe zu spielen und gewinne.

Der Lambada-Tanz wurde in den achtziger Jahren vor allem durch den gleichnamigen Hit "Lambada" der Band Kaoma weltberühmt. Bis heute verbindet man damit Bilder von Strand, Brasilien und ein Gefühl von Leichtigkeit. Apropos Leichtigkeit: Leicht zu verstehen ist Lambada auf jeden Fall. 

Farbenfrohe Verheißungen

Das Design der Schachtel und der Spielkarten hat mich sofort motiviert, Lambada auszuprobieren. Ich bin nämlich immer auf der Suche nach schnellen Spielen für zwischendurch, die auch mit bis zu sechs Personen funktionieren. Ziel von Lambada ist es, möglichst rasch alle Handkarten loszuwerden, die jeweils einen Buchstaben des Wortes "LAMBADA" zeigen.

In der Tischmitte wird zu Beginn mit den Startkarten einmal das Wort "LAMBADA" in grauer Farbe ausgelegt. Reihum dürfen die Spieler nun passende Buchstaben auf diese ursprüngliche Auslage spielen, sodass diese nach und nach ein- und umgefärbt wird. Wer den Regeln entsprechend eine Karte ablegt, darf außerdem seinem linken Nachbarn zusätzlich eine Karte weitergeben. Ganz so einfach wie es klingen mag, ist es allerdings nicht, denn es gelten ein paar spezielle Regeln. Eine Farbe ist immer die verbotene Farbe und sollte auf keinen Fall gespielt werden. Außerdem sollte man tunlichst vermeiden, die fünfte Karte derselben Farbe auszulegen, da auch das unweigerlich zu Strafkarten führt. Wer seine letzte Karte erfolgreich abglegt gewinnt die Runde und darf Lambada um den Tisch tanzen.

Einfärbendes Erlebnis

So farbenprächtig das Spielmaterial auch ist, so eindimensional präsentiert sich leider die Spielmechanik. Runde für Runde legt man entweder eine Karte ab oder zieht neue nach, je nachdem, ob man eine passende Farbe auf der Hand hat oder nicht. Vorauszuplanen ist dabei schwierig und selbst kurzfristig gibt es kaum Möglichkeiten, aktiv Einfluss auf das Spielgeschehen zu nehmen.

In Summe fühlt man sich eher wie ein Passagier als wie der Pilot auf dem Flug nach Brasilien. Gerade einfache Kartenspiele leben oft von kreativen Sonderkarten oder kleinen Gemeinheiten, mit denen man seinen Mitspielern das Leben schwer machen kann, siehe etwa Uno. Genau das vermisse ich hier, weshalb ich dem Spielprinzip insgesamt leider wenig Innovatives abgewinnen kann.

 

Spieletester

05.03.2026

Fazit

In Summe kann das Spielgefühl von Lambada leider nicht mit dem wunderschönen Design mithalten. Wie bereits erwähnt fehlt mir einfach das gewisse Etwas, das im Kopf bleibt und einen dazu bringt, das Spiel erneut auf den Tisch bringen zu wollen.

Zugutehalten möchte ich dem Spiel allerdings, dass es dank der Symbole auf den Karten auch für Personen mit Farbenschwäche problemlos spielbar ist. Außerdem ist das Design wirklich sehr gelungen und ohne Zweifel eine seiner großen Stärken.

 

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • schönes Design

Minus

  • eindimensionales Spielerlebnis

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Preis: 13,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: Outset Media
Autor: Luis Dinis
Grafiker: Luis Dinis
Genre: Karten , Legen
Zubehör:

56 Buchstabenkarten

7 Startkarten

8 Siegestoken

1 Regelheft

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