Tinte ist eine schwierig zu handhabende Substanz. Wird sie aber mit Sorgfalt eingesetzt, kann ihre Natürlichkeit und Brillanz erstaunlich reichhaltige visuelle Effekte hervorbringen ...
Statt flüssiger Tinte versuchen wir mit farbenfrohen Plättchen ein zusammenhängendes Muster zu gestalten und darauf unsere kleinen Tintenfässchen zu platzieren. Die Plättchen, die wir dafür benötigen, bekommen wir über die Bewegung auf dem Rondell, an dem reihum sechs Plättchen zur Auswahl bereit liegen.
Malen mit Plättchen
Im Uhrzeigersinn sind alle nacheinander dran und müssen entweder einen kompletten Zug ausführen oder Passen. Für ersteres bewegt man sein Tintenfässchen auf ein beliebiges Federkielfeld des Rondells und nimmt sich das dort anliegende Plättchen. Dieses wird dann mit mindestens einem farbigen Feld an das eigene Gemälde angelegt.
Wird dabei ein Ziel erfüllt, also zum Beispiel vier blaue benachbarte Felder, wird eines der Fässchen kopfüber auf die entsprechende Zielzahl des Gemäldes gestellt. Danach werden alle weißen Felder innerhalb dieses Farbbereiches mit Fässchen belegt. Sollte eine entsprechende Aktion der Ablage erfüllt sein, gilt dies als Bonus, was ggf. weitere Spielzüge nach sich ziehen kann.
Wer über das Startfeld des Rondells kommt, muss inne halten und aus dem entsprechenden Beutel ein X-Plättchen ziehen und damit bestimmte Farbfelder seines Gemäldes abdecken. Als Letztes werden neue Ink-Plättchen aus dem Beutel gezogen und an freie Felder des Rondells gelegt. Dann ist der nächste an der Reihe.
Wer passt, der darf lediglich zwei Fässchen von seinem Farblager in sein allgemeines Joker-Lager verschieben.
Das Spiel endet mit der Runde, in der einer sein letztes Fässchen platziert oder das letzte Tintenplättchen aus dem Beutel gezogen wurde. Es gewinnt, wer dann alle seine Fässchen untergebracht hat.
Spieletester
Fazit
Ink ist taktisch anspruchsvoll, aber nicht komplex und durch das Nachlegen neuer Plättchen auch ein wenig glücksbasiert. Durch die Bewegung auf dem Rondell und dem Abdecken von Bereichen der eigenen Auslage durch die X-Plättchen, die wieder neue Möglichkeiten für Flächen generieren können, ergibt sich ein leicht erlernbares Legespiel, das sich am Ende wie ein Rennen anfühlt. Jeder möchte so schnell wie möglich sämtliche seiner toll gestalteten Tintenfässchen loswerden, dabei möglichst alle Bonusaktionen auslösen und seinen Zug verlängern, um noch mehr Fässchen platzieren zu können.
Okay, prächtige Gemälde werden mit Ink nicht kreiert, vielmehr geht es hier um eine flächendeckende Ausbreitung gleicher Farben, um damit möglichst viele Punkte zu generieren. Wer dabei die Balance findet zwischen den beiden Farben der eigenen Palette und den Jokerfarben, der wird seine Fässchen schnell loswerden und so das Ende des Spiels auslösen.
Ink gefällt durch sein schönes und wertiges Material, kurze Züge, einem eingängigen Ablauf und simplen Regeln. Da ist nichts schwieriges dabei, so dass vor allem in einer spielaffinen Familie der Spaß definitiv nicht zu kurz kommt.
Plus
- haptisch anspruchsvolles Material
- leichte Regeln
- eingängiger Ablauf
- schöner Spielflow
- taktisch anspruchsvoll
Minus
- Gemälde werden nicht gestaltet
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