Twinkle

In Twinkle geht es übersetzt um das Funkeln von Sternen. Wir bauen nämlich Sternbilder, und zwar aus Würfeln und Stäbchen. Jede Sternenfarbe hat ihre ganz eigenen Wertungskriterien, die uns am Ende hoffentlich die höchste Punktezahl bescheren.

Sternentstehung

Jeder Spieler hat anfangs zwei Startsterne, von denen aus er sein Sternbild erwachsen lässt. In weiterer Folge legen wir dort Stäbchen an, an ein Stäbchen einen Stern, an den Stern wieder ein Stäbchen... Wobei: So ganz stimmt das nicht, von einem Stern dürfen nämlich zwei Stäbchen wegführen. So ergibt sich eine verzweigte Figur.

Was sind denn nun Sterne? Das sind Würfel, die es in sechs Farben gibt. Pro Farbe gibt es je einen 4-seitigen, 6-seitigen, 8-seitigen, 10-seitigen und 12-seitigen Würfel. Wer an die Reihe kommt, kann einen Würfel in seine Sternbilder einbauen. Üblicherweise nimmt man drei Würfel, wirft sie und baut dann einen Stern ein. Aber achtseitige Würfel darf man mit ihrem aktuellen Wert einbauen, so wie er im Vorrat liegt. Wichtig ist, dass die Werte immer niedriger werden, je weiter weg der Stern vom Startstern entfernt ist. Die Form des Würfels ist an sich egal, aber man bekommt Zusatzpunkte, wenn der niedrigere Würfel mehr Seiten hat als der hohe.

Wertung

Das Spiel endet, sobald alle Spieler ihren siebenten Würfel platziert haben. Wie die Wertung läuft, ist von der Farbe der Würfel abhängig. Blaue Würfel will man vorzugsweise paarweise an einem Stern verbauen, da das mehr Punkte bringt als Einzelwürfel. Von gelben Würfeln wollen wir möglichst viele haben, lila Würfel wollen viele Nachbarn, schwarze Würfel sollen bestimmte Werte haben, grüne Würfel bringen Punkte abhängig von der Form... Da jeder Spieler andere Würfel bei sich eingebaut hat, sind die Ergebnisse ganz verschieden zusammengesetzt. Es gewinnt, wer die höchste Punktezahl erreicht.

Fortgeschrittenenspiel

Wer sich mit Twinkle schon auskennt, kann die Missionskarten ins Spiel einbinden. Diese bringen Sonderpunkte, wenn man eine Vorgabe erfüllt bzw. besser erfüllt als alle anderen Spieler. Beispiele: Verwende Würfel aller Farben, lege nur ungerade Würfel, zwei gleich hohe Würfel an einen Stern angelegt, niedrigste Summe aller Würfelzahlen...

Solospiel

Sollten mal keine Mitspieler bei der Hand sein, kann man Twinkle auch alleine spielen: Eine 40stufige Kampagne will durchgearbeitet werden. Um eine Stufe abzuhaken, muss man wenigstens zwanzig Punkte erreichen und die Missionskarten erfüllen, die der Stufe zugeordnet sind. Damit es nicht zu einfach wird, simuliert man Mitspieler. Nämlich muss man nach jedem Spielzug einen Würfel aus dem Spiel entfernen, wodurch die Auswahl immer geringer wird und vielleicht strategisch wichtige Würfel nicht mehr verfügbar sind.

Spieletester

10.01.2024

Fazit

Twinkle ist sehr abwechslungsreich: Spielt man nicht in voller Spielerzahl, hat man alleine schon dadurch Abwechslung, dass man immer wieder mit verschiedenen Kombinationen von Würfelfarben, und somit verschiedene Kombinationen von Wertungen, spielen kann. Für jegliche Besetzung habe ich die Missionskarten, mit denen ich immer wieder neue Herausforderungen finde.

Was ich fast zu kurz finde, ist die Spieldauer. Nur sieben Sterne? Hm... Ich denke, man könnte durchaus bis neun oder zehn spielen. Aber das kann man ja als Hausregel definieren. Es geht halt nur bei maximal drei Spielern und man muss sich überlegen, wie ich mit der Anzahl der verwendeten Würfelfarben verfahre.
Andererseits ist die Spieldauer kurz genug, dass man sofort eine weitere Partie anhängen kann.

Ich denke es liegt auf der Hand, aber es sei ausdrücklich gesagt: Das Glück spielt natürlich eine Rolle! Wenn ich z.B. unbedingt den letzten blauen Würfel einbauen möchte und sehr niedrig würfle, dann habe ich die Notwendigkeit der Entscheidung: Schließe ich einen Strang quasi ab, oder hoffe ich darauf, dass der Würfel in meinem nächsten Zug noch verfügbar ist und probiere ich mein Glück nochmal?

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • eingängige Regeln
  • abwechslungsreich
  • es bieten sich unterschiedlichste, taktische Möglichkeiten

Minus

  • es dauert fast schon zu kurz
  • jede Würfelart sieht anders aus (6/9 mal mit Punkt, mal mit Unterstrich...)

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 10 bis 15 Minuten
Preis: 29,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2021
Verlag: V-Games
Genre: Würfeln, Legen
Zubehör:

30 Würfel
28 Stäbchen
1 Spielplan (Wertungsleiste auf der Rückseite)
7 Wertungskarten
20 Missionskarten
4 Solo-karten
4 Punktemarker
1 Spielanleitung

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7283 Gesellschaftsspiele-,
1658 Videospielrezensionen
2221 Berichte.