Big Brain Bang

Du hast dich schon immer gefragt, wie die Vernetzung des Gehirns funktioniert? Warum man sich an Unwichtiges ewig erinnert, aber den PIN für die Kontokarte ständig vergisst? Dann erlebe es im Spiel Big Brain Bang!
Dieses Spiel ist nur in englischer und russischer Sprache verfügbar. Dies ist allerdings ausschließlich für das Studium der Spielanleitung wichtig.

Am Rand des Spielfelds warten die Teile des neuronalen Netzwerks darauf, ins Spiel zu kommen. Dies geschieht über die Würfel: Wer an die Reihe kommt, wirft einen Würfel beliebiger Farbe auf den Tisch. Die Hand darf dabei nicht über die Tischplatte ragen. Die Lage des Würfels bestimmt, wo man das neue Netzwerkteil legen muss* und gibt gleichzeitig die vier möglichen Orientierungen vor. Welches Teil man einbauen muss, hängt von der gewählten Würfelfarbe ab. Pro Spielzug bringt man auf diese Weise zwei neue Teile ins Spiel.
*… Man darf allerdings nur dann ein Teil platzieren, wenn der Würfel nicht auf einem bestehenden Teil gelandet ist.

Interessant wird es, wenn das neue Teil ein bestehendes Teil überlappt. Hat es noch keinen Besitzer, darf man es mit einer seiner Spielfiguren in Besitz nehmen. Berührt es ein gegnerisches Netzwerk, freut sich dessen Eigner über einen Zuwachs. Sind allerdings die Netzwerke mehrerer Spieler betroffen, kommt es zum Kampf. Dabei gilt, dass neue Teile gleich große und größere Teile vernichten, die mit ihnen in Kontakt stehen. So können Netzwerke verkleinert, geteilt oder komplett zerstört werden.

Mehrmals im Spiel hat man gegen Abgabe eines Explosionsmarkers die Möglichkeit, das Explosionsteil zu nutzen. Im Gegensatz zu normalen Neuronen besitzt es keine Einschränkungen hinsichtlich seiner Ausrichtung um den Würfel. Alles, was durch das Explosionsteil berührt wird, wird aus dem Gehirn gelöscht und entfernt.

Auf diese Weise wird gespielt, bis alle Teile ins Spiel gebracht wurden. Die am Tisch verbliebenen Netzwerke bringen ihren Besitzern Punkte. Größere Teile sind natürlich einträglicher als kleine. Zusätzlich gibt es Punkte für nicht verbrauchte Explosionsmarker. Der Spieler mit der höchsten Punktezahl hat das Spiel gewonnen, seine Gedanken konnten sich am nachhaltigsten im Gehirn festsetzen.

Spieletester

28.02.2016

Fazit

Big Brain Bang ist eindeutig ein Familienspiel. Man hat zwar einige taktische Ansätze, am Ende bestimmt aber eher das Glück, ob man ein fremdes Netzwerk kapern kann oder nicht. Ist ein Wurf mal nicht so gelungen, wie man es gerne gehabt hätte, beginnt die Suche nach der besten Ausrichtung des neuen Teils. Das kann für die wartenden Mitspieler langweilig werden.

Das Spielmaterial ist zweckmäßig. Zu dicke Plättchen wären aber wegen der entstehenden Terrassen ohnehin kontraproduktiv, da würden die Würfel ständig hängen bleiben. Verbesserungsmöglichkeiten bietet jedoch die Spielanleitung, die manche Fälle nur zwischen den Zeilen auflöst.

Zusammengefasst ist Big Brain Bang ein Spiel, das Spaß machen soll. Man soll alles nicht so ernst nehmen, wie es schon der lustige Stil der Spielanleitung vermittelt. Man darf jedoch keine Scheu vor destruktiven Abläufen haben, da immer wieder Teile von Netzwerken verschwinden oder den Besitzer wechseln.
Redaktionelle Wertung:

Plus

  • ungewöhnliches Thema
  • Spaß für alle

Minus

  • kleine Mängel in der Spielanleitung

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 11 Jahren
Spieldauer: 20 bis 45 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Right Games
Grafiker: Denis Voronin
Genre: Action, Glück, Legen
Zubehör:

40 Netzwerkteile,
12 Explosionsmarker,
1 Explosionsteil,
8 Spielfiguren,
3 Würfel,
1 Spielanleitung

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