Die Logik-Piraten

Wer hilft den Logik-Piraten bei ihrer abenteuerlichen Schatzjagd? Clevere Köpfe sind gesucht, um die magischen Rätsel zu lösen. Doch Geschick und Glück sind auch gefragt, wenn es heißt, mit der Kugel die richtige Höhle zu treffen und Schätze zu sammeln.


Spielidee:

Spielerisch fördern – so heißt das Motto der Lernspielreihe "spielend Neues lernen" von Ravensburger, mit der die Entwicklung von Kinder in den lernintensivsten Jahren gezielt unterstützt werden kann. Spielerisch wecken diese Lernspiele Freude am Wissen und motivieren so zum eigenständigen Lernen. Logische Reihen und Muster zu erkennen gehört zu den Grundfertigkeiten, auf denen Kinder weitere mathematische Fähigkeiten aufbauen können. Bei diesem Spiel gilt es, spannende Rätsel zu lösen, hinter denen logische Reihen verschiedener Schwierigkeitsgrade versteckt sind. Doch das geschieht hier nebenbei, denn auch ihre Geschicklichkeit und ihr Vermögen Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen müssen die Kinder beim Zielen auf die richtige Höhle und beim Heben der Schätze beweisen.


Ausstattung:

Der große Clou von Die Logik-Piraten ist, dass die Schachtel zum Spielfeld wird, das Schiff muss nur vor dem ersten Spiel zusammengebaut werden, danach findet es gut in der Spieleschachtel Platz. Der Zusammenbau des Spielfeldes vor jedem Spiel ist auch für Kinder gut möglich und das Material ist sehr stabil. Die Schiffsrampe ist wirklich gelungen, lässt sich gut verschieben und die Kugeln rollen wirklich dorthin, wohin gezielt wurde. Die Spielanleitung erklärt auf sechs Seiten das Spiel ausführlich, die Regeln sind sehr schnell verinnerlicht. Es gibt zwar nur 19 doppelseitige Rätselkarten mit der Auflösung auf der jeweils anderen Seite, dafür gibt es pro Kartenseite vier Rätselreihen. Die beiden oberen Reihen sind etwas einfacher und für den Anfang geeignet - hier müssen Reihen mit Symbolen oder Farben ergänzt werden. Die unteren beiden Reihen sind etwas schwieriger und für spätere Runden oder ältere Kinder passend - hier werden Formen und Farben kombiniert oder richtige Zahlenreihen vervollständigt. Einen Unterschied in der Schwierigkeit zwischen den braunen und den blauen Seiten der Rätselkarten konnten wir trotz unterschiedlicher Anzahl der Symbole pro Reihe nicht ausmachen.


Spielablauf:

Nachdem die Schachtel mit der Meerestafel, der Inseltafel und dem Schiff zusammengebaut ist, werden die Schatzplättchen mit einem Edelstein verdeckt daneben auf den Tisch und die Rätselkarten als Stapel bereitgelegt. Gespielt wird reihum im Uhrzeigersinn.

Wer an der Reihe ist nimmt die oberste Rätselkarte vom Stapel, wählt eine der vier Rätselreihen aus und sagt, welches Symbol an der Stelle mit Fragezeichen stehen soll. Danach wird die Karte umgedreht und nachgesehen ob die Antwort mit dem abgebildeten Symbol in der Lösungsspalte übereinstimmt. Stimmt die Antwort mit dem Symbol auf der Rückseite nicht überein dann kommt die Karte wieder unter den Stapel und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Stimmt das Symbol mit der Antwort überein, geht es mit dem Zielen weiter: Das Schiff muss seitlich am hinteren Schachtelrand entlang geschoben werden, bis es genau auf die Höhle zeigt, über der sich das Lösungssymbol auf der Inseltafel befindet. Die Kugel wird über die Rampe des Schiffes Richtung Höhle gerollt. Wurde die richtige Höhle auch nach drei Versuchen nicht getroffen ist der Zug beendet und der nächste Spieler ist mit Rätseln an der Reihe.

Wurde die richtige Höhle getroffen, so können nun die Schätze geborgen werden: Man nimmt ein Schatzplättchen aus der Auslage und dreht es um. Es zeigt einen Edelstein in einer bestimmten Farbe. Der Spieler darf entscheiden, wie es weitergeht: Er kann seinen Zug beenden und den Edelstein behalten. Dann wird der Edelstein verdeckt vor ihm abgelegt, er gilt als sicher. Fordert der Spieler sein Piratenglück heraus kann er noch ein weiteres oder nacheinander sogar noch mehrere Schatzplättchen aufdecken. Er darf sie behalten, solange der neu aufgedeckte Edelstein eine andere Farbe hat als diejenigen die bereits in dieser Runde aufgedeckt wurden. Hat der aufgedeckte Edelstein allerdings die gleiche Farbe wie einer, der in diesem Zug aufgedeckt wurde, muss der Spieler alle in dieser Runde gewonnenen Edelsteine abgeben. Sie werden wieder verdeckt zurück in die Auslage gelegt.

Nun ist der nächste Spieler mit Rätseln, Zielen und Schätzesammeln an der Reihe.

Sobald alle Schätze gehoben sind, endet das Spiel. Der Spieler mit den meisten Edelsteinen hat gewonnen. Er hat die Ehre, das Piratensegel zu hissen und in das Schiff zu stecken.


Spielvarianten:
  • Spielvariante für einen Spieler:
    Die Logik-Piraten kann auch gut allein gespielt werden: Löse die Rätselkarten, ziele auf die richtige Höhle und berge
    die Schätze. Schaffst du es, mit vier Rätselkarten zehn Edelsteine zu sammeln? Stecke dir auch eigene Ziele!

  • Seeungeheuer ahoi! wird vorbereitet und gespielt wie das Grundspiel, allerdings kommen nun die Seeungeheuer und die Schatzplättchen mit zwei Edelsteinen dazu:
    Bei der Vorbereitung des Spiels werden die Schatzplättchen mit einem Edelstein und mit zwei Edelsteinen gut vermischt verdeckt in die Auslage gelegt. Zusätzlich wird eines oder beide Seeungeheuer ausgesucht. Während ein Spieler auf der Schatzkarte eine Rätselreihe auswählt, stellt sein linker Nachbar das Seeungeheuer auf die Meerestafel. Allerdings darf es nur so nahe an die Höhlen heran, wie das Wasser reicht. Wenn der Spieler sich für ein Rätsel entschieden hat, darf das Ungeheuer nicht mehr verschoben werden. Versperrt das Seeungeheuer nun den Weg zur richtigen Höhle, muss der Spieler geschickt daran vorbeizielen. Oder er versucht mit der Kugel dessen Schwanzflosse zu treffen, damit es sich dreht und der Weg zur Höhle wieder frei ist. Wird das Ungeheuer durch die Kugel an den Strand geschoben, muss es schnell wieder zurück ins Wasser.

Spieletester

25.02.2015

Fazit

Das Spiel aus der Reihe "spielend Neues lernen" soll zusammen mit Experten nach neuesten wissenschaftlichen und pädagogischen Erkenntnissen entwickelt worden sein und orientiert sich an den aktuellen Bildungsstandards und Lehrplänen. - Na super! Es wurde sogar vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Leitung Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer geprüft und als empfehlenswert eingestuft. Gott sei Dank sieht man das dem Spiel nicht an. Die meisten Kinder nehmen Logik-Piraten nicht mal als Lernspiel wahr, denn die Kombination verschiedener Aufgaben - neben Logik auch Geschicklichkeit, Risikoabschätzung und ein Gedächtnisanteil macht einfach Spaß und das Thema Piraten ist nicht erst seit Jack Sparrow cool. Für viele Kinder ist das Erkennen der logischen Muster in den Rätselreihen recht schwierig, aber hier hilft es ungemein, die vorhandenen Symbole oder Farben laut vorlesen zu lassen. So erkennt man leichter einen Rhythmus und somit die Antwort. Die Erweiterung Seeungeheuer erschwert zwar nur das Zielen, aber sie kann, ebenso wie das Wählen verschiedener Zeilen auf den Rätselkarten, einen Ausgleich bei unterschiedlich starken Mitspielern herstellen. Generell erfordert das Spiel Können in verschiedenen Kategorien und egalisiert somit auch Unterschiede zwischen den Spieler recht gut. Alles in allem ist Wolfgang Dirscherl hier ein Spiel gelungen, das die Entwicklung von Kindern fördert und dabei wirklich Spaß macht.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 5 Jahren
Spieldauer: 25 Minuten
Preis: 14,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: Ravensburger
Grafiker: Gabriela Silveira
Genre: Logik
Zubehör:

Meerestafel, Höhleneinsatz, Inseltafel, Schiff, Segel, Kugel, 19 Rätselkarten, 28 Schatzplättchen, 2 Seeungeheuer, Spielanleitung

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