Bullfrog Goldfield

Bullfrog Goldfield ist im letzten großen nordamerikanischen Gold- und Silberrausch in Nevada von 1905 angesiedelt. Heute zeugen noch die Geisterstädte und die verlassenen Minen von der Goldgräberstimmung von anno dazumal. Eine Stadt ist nicht untergegangen und steht auch heute dank des Glücksspiels noch sehr gut da – Las Vegas. Doch wie steigert man den Wert? Indem man Eisenbahnen aus dem Boden stampft und Minengesellschaften gründet. Die gute Infrastruktur, wie die Errichtung der Häuser, trägt zur Verbesserung des Aktienkurses bei.

Zum Spiel …
Jeder Spieler erhält zu Beginn ein Startgeld. Dies dient dazu, erste Expansionen vorzunehmen: ein Investment in eine Mine oder vielleicht in eine Eisenbahngesellschaft. Bei den Eisenbahngesellschaften kann man ein Schuldscheindarlehen in fast beliebiger Höhe aufnehmen, wenn man zu den Minen die Schienen bauen möchte. Dies ist auch notwendig, denn der Bau ist der Eisenbahn ist äußerst kostspielig. Bei einem flachen Feld schlägt dies mit 10.000 Dollar zu Buche und will man über ein Gebirge expandieren kostet es das Fünffache. Im Death Valley werden immerhin 30.000 Dollar fällig.

Jener Spieler, der die Firmen-Profilkarte (Eisenbahn oder Mine) erwirbt, kann über die Aktiengesellschaft entscheiden. Es können noch weitere Teile erworben werden. ein anderer Spieler die Mehrheit, entscheidet dieser über die weitere Zukunft. Man kann auch Aktien wieder zur Versteigerung geben, die Firmenprofil-Karte darf aber nicht werden! Dabei wird die zu versteigernde Karte an die Mitspieler verkauft. Die Spieler geben reihum ihr Gebot ab und können die Gebote erhöhen. Jener Spieler mit dem höchsten Gebot bekommt die Aktie. Das ist vor allem für jenen Spieler interessant, der die Aktienmehrheit bekommen kann.

Eine Aktie geht es bekanntlich nur so gut, wie es den Mitarbeitern gut geht. So kann ein Aktienkurs nicht weiter steigen, wenn man nicht in Gebäude investiert. Errichtet man in der Nähe der Gesellschaft ein Gebäude, erhöht sich das Limit um 25 wenn es direkt auf dem Minenfeld gebaut wird bzw. wenn sich die Stadt maximal zwei Felder davon entfernt befindet. Das Wertlimit erhöht sich ebenfalls, wenn bei den Eisenbahnschienen ein Haus errichtet wird. Es erhöht sich jedoch nicht nur das Limit, sondern auch der Aktienwert.

Minen werden in der Einkommensphase ausgebeutet und erhöhen bzw. vermindern den Wert der Mine (je nachdem was das Plättchen anzeigt). Anschließend wird das Einkommen von der Bank für jede Gesellschaft ausgegeben. Eisenbahnen bekommen jedoch nur Geld, wenn sie an einer Mine angeschlossen sind. Es werden Zinsen für die Schuldscheindarlehen bezahlt. Begebene Anleihen werden zurückgezahlt. Jene Gesellschaften, die keine Anleihen ausstehend haben, können eine Dividende ausschütten, die den Spielern zu Gute kommen. Jener Spieler mit der Mehrheit der Gesellschaft entscheidet, ob es eine Dividende gibt. Gibt es keine Ausschüttung, erhöht sich der Wert der Gesellschaft. Findet eine Ausschüttung statt, vermindert sich der Wert der Gesellschaft. Irgendwann ist eine Mine erschöpft. Trifft dies ein, wird die Mine geschlossen und die Aktien sind wertlos. Das verbliebene Geld der Gesellschaft wird an die Bank zurückgegeben.

Spielende
Alle Minen bis auf eine sind ausgebeutet bzw. der Wert einer Aktie überschreitet die magische 100. Der Spieler mit dem höchsten kombinierten Aktienvermögen und Geldvermögen gewinnt.

Spieletester

23.04.2014

Fazit

Bullfrog Goldfield ist ein sehr schönes Wirtschaftsspiel rund um das Thema Minen und Eisenbahnen. Als Spieler hat man die Wahl der Qual, in welche der Gesellschaften man investieren möchte. Als Minderheitsaktionär hat man die Hoffnung, dass der andere Hauptaktionär die Gesellschaft vorantreibt und sie nicht zu Grunde richtet. Es gibt sehr viele Einflussfaktoren: Wird beispielsweise eine zweite Eisenbahnlinie zu einer Mine gebaut, sinkt der Wert der ersten Linie und kommt gar eine dritte Eisenbahnlinie dazu, muss man den Kuchen mit noch mehr teilen oder man sichert sich den Zugriff auf die anderen Eisenbahnen. Ständige Veränderungen bringen neue Chancen, aber auch neue Risiken – wie im echten Leben, wenn man sich die Aktienkurse zu Gemüte führt – eine Berg- und Talfahrt.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 16 Jahren
Spieldauer: 120 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2011
Verlag: Numbskull Games
Genre: Wirtschaft
Zubehör:

- 1 Spielbrett - 15 Gebäude - 65 Eisenbahn-Spielsteine (je 13 in 5 verschiedenen Farben) - 7 Minen-Wertmarker - 12 Firmen-Profile - 24 Aktien - 1 Runden-Marker - 6 Personen-Karten - 70 Grabungsplättchen (35 flach, 35 tief) - Spielgeld (5 verschiedene Nennwerte) - 21 Anleihen (3 verschiedene Nennwerte) - 4 Übersichtskarten

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