Experimentierkasten WIND-Energie

Wenn im Sommer der Wind weht, wohnen zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits ärgere ich mich, weil Beachvolleyball durch das himmlische Kind erheblich weniger Spaß macht oder sogar sportlich wertlos wird, andererseits freue ich mich, dass die Windräder im Gerasdorfer Umland ordentlich Strom produzieren und damit meine Windenergieaktien steigen.

Ich mag Windräder. Sie erzeugen ohne Primärenergieeinsatz sauberen Strom, erzeugen keine störenden Abfallprodukte und sind rückstandslos wieder abbaubar. 80 Meter und mehr über der Landschaft laufen die Generatoren. Es ist nicht ohne, den Windwart bei der Inspektion hinauf zu begleiten. Die Aussicht ist aber toll…

Ganz so hoch wird das vorliegende Modell nicht, kann aber doch einige Fragen rund um die Energieerzeugung beantworten.
133 Teile sind wohl aufgeräumt in der Schachtel. Riesenrotorblätter werden über ein Getriebe mit dem Generator verbunden und die erzeugte Energie speichert man mit dem Akkuladegerät in Akkus. Ans öffentliche Stromnetz kann man das Kleinkraftwerk leider nicht anhängen.

8 verschiedene Modelle können mit den Bauteilen konstruiert werden. Windkraftwerk I und II, Segelflieger, Strandsegler, Dreirad, Jetcar, Rennauto und Dragster. Der Witz bei der Sache ist: Mit den Windrädern lädt man die Akkus, die man in den anderen Modellen als Antrieb braucht. Spielzeugtechnisch ist man autark, so lange der Wind bläst.

133 Teile sind eine richtige Herausforderung. Aus diesem Grund unterbreche ich an dieser Stelle die Rezension und warte auf den Besuch meiner 3 Neffen. Sie heißen natürlich nicht Tick, Trick und Track, sondern Jakob, Paul und Maximilian und werden dem alten Onkel sicher gerne unter die Arme greifen.

2 Wochen später….

Die Neffen waren zwar 4 Tage zu Besuch, waren aber nach täglichen, stundenlangen Beachvolleyballsessions abends zu geschafft um sich noch mit ernsthaften Physik-Versuchen zu beschäftigen. So blieb alles wieder an mir, am alten Onkel, hängen.

Spieletester

17.10.2012

Fazit

Es hat Spaß gemacht, das Windrad zusammenzubauen und auszuprobieren. Die Anleitung ist wirklich sehr gut, man erfährt sehr viel rund um das Thema. Das Material ist sehr genau gefertigt, Bauteil fügt sich perfekt an Bauteil. Alles ist sehr modular aufgebaut und übersichtlich gestaltet. Technisches Verständnis wird zwar nicht vorausgesetzt, hilft aber sehr. Mit dem Windrad lässt sich über einen kleinen Generator ein Akku laden. Eine kleine rote Leuchtdiode zeigt an, wenn geladen wird. Den Langzeitversuch, wie lange die Ladung eines Akkus dauert, habe ich wegen Windstille abbrechen müssen. Geladene Akkus kann man in einem anderen Modell (Rennauto, Dragster) als Antrieb benutzen. Ein kleines Minus sind die Abbildungen und Anleitungen zu den Versuchen. Dort treibt ein Ventilator das Windrad an. Für Versuche mag das OK sein, ein Hinweis über die Energiebilanz dieser Anordnung hätte mir aber besser gefallen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 120 bis 270 Minuten
Preis: 25,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2012
Verlag: Kosmos
Zubehör:

133 Teile und 40-seitige Anleitung für 8 Modelle

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