A fistful of penguins

Heutzutage kennt fast jeder Texas Hold'em oder Draw Poker. Aber wer kennt noch das gute alte Würfelpoker? In A fistful of penguins erlebt es eine kleine Renaissance.

Hauptrolle haben im Spiel die Pinguine. Sie sind sowohl auf den Tierwürfeln zu finden, als auch in Form kleiner Figuren präsent. Am Beginn des Spiels hat jeder schon sechs Pinguine (und zehn Dollar), die er im späteren Verlauf des Spiels einsetzen kann.
Und wie sieht dieser "Verlauf des Spiels" aus?
Es freut mich, dass ihr danach fragt. Bereitwillig gebe ich euch Auskunft:

In der ersten von drei Runden startet man mit vier Würfeln. Diese wirft man und hat anschließend die Wahl zwischen den drei Aktionen
  • 1. Würfeln beenden

  • 2. einen Pinguin abgeben und einen zusätzlichen Würfel nehmen oder so viele Würfeln neu werfen, wie man möchte

  • 3. bereits gewürfelte Pinguine gegen Pinguinfiguren eintauschen


Während Aktion 2. und 3. beliebig oft wiederholt werden dürfen (genügend Pinguinfiguren bzw. Würfel vorausgesetzt), beendet Aktion 1. den Zug eines Spielers.
Sobald jeder Spieler an der Reihe war, startet Runde zwei. Nun geht man mit fünf Würfeln ans Werk. In der abschließenden dritten Runde hat man gar sechs Würfel zu Beginn des Zuges.

Wichtige Regeln für die Wertung:
- Pinguine bringen kein Geld sondern werden gegen Pinguinfiguren getauscht. 1 Würfel => eine Figur, 2 Würfel => drei Figuren, 3 Würfel => sechs Figuren,...
- Eichhörnchen bringen Geld von den Mitspielern. Das erste bringt einen Dollar vom nächsten Spieler im Uhrzeigersinn, das zweite zwei Dollar vom übernächsten, das dritte drei Dollar vom überübernächsten,... Dadurch können die Mitspieler sogar öfters zur Kasse gebeten werden.
- Jeder Elch bringt 9 Dollar aus der Bank; vorausgesetzt man kann ihn mit einem Eichhörnchen gruppieren. Elche ohne Eichhörnchenpartner bringen nichts ein.
- Kängurus bringen einen braunen Chip ein, der in späteren Runden einen beliebigen Würfel in ein Känguru verwandelt. Außerdem gibt es Geld von der Bank: die Anzahl Kängurus zum Quadrat bestimmt den Erlös; also z.B. 9 Dollar für 3 Kängurus (3x3).
- Kamele sind 5 Dollar pro Tier wert.

Um die Wertung etwas abwechslungsreicher zu gestalten und das Zocken zu fördern, gibt es als sechste Tierart die Löwen. Sie verändern vieles: Hat man mindestens einen Löwen in seinem Wurf, werden alle Kamele wertlos. Pinguine bleiben von Löwen hingegen unbeeindruckt. Elch, Eichhörnchen und Känguru können zu ihrem "normalen" Wert in Dollar umgewandelt werden, wenn man auf Geld für Löwen verzichtet. Andererseits kann man aber auch Geld für Löwen nehmen und auf den Erlös für die anderen Tiere verzichten. Meist macht man Letzteres, da jeder Löwe mit sieben Dollar zu Buche schlägt.

Nach drei Runden gewinnt der Spieler, der das meiste Geld sammeln konnte. Hierbei zählen alle übrig gebliebenen Pinguine je einen Dollar.
Im Solospiel versucht man, einen möglichst hohen Vermögensstand zu erreichen.
Und im Spiel für Fortgeschrittene kommt während der Würfelrunden eine Zusatzregel hinzu: Die Spieler die aktuell nicht am Zug sind, werfen am Rundenbeginn je einen Würfel. Den Wert des eigenen Würfels dürfen alle gleichzeitig frei wählen, der Spieler am Zug kann die Würfel zum gewählten Wert abkaufen.

Spieletester

24.12.2011

Fazit

Das Einsteigerspiel ist gut zum Erlernen von A fistful of penguins geeignet. Sobald man es kann, sollte man aber auf die Fortgeschrittenenregeln wechseln. Weshalb? Ganz einfach: Weil es sonst keinerlei Interaktion gibt und man nur wartet, dass die anderen Spieler ihren Zug beendet haben. Und so ein Zug kann durchaus eine Weile dauern, weil man nach jedem Würfelwurf wieder neu durchrechnet, welchen Ertrag man derzeit bekommen würde etc. Die Ausstattung weist einige Mängel auf: Die Anleitung ist verkehrt herum gedruckt; auf der Vorderseite stimmt die Reihenfolge noch, aber auf der Rückseite muss man die vier Spalten von hinten nach vorne lesen. Die Chips, die Münzen symbolisieren, haben keine Aufdrucke. Dass die Farben gelb 1 Dollar, orange 5 Dollar und rot 20 Dollar entsprechen, muss man sich merken. Trotz aller negativer Kritikpunkte ist A fistful of penguins ein spaßiges Spiel, mit dem man in gelöster Atmosphäre seinen Spaß haben kann. Das Prinzip erinnert wie gesagt etwas an Poker. Da dies fast jeder kennt, ist die Anlernphase kurz und man kann bald "richtig" mit den Fortgeschrittenenregeln loslegen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 15,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2011
Grafiker: Mike Raabe
Genre: Würfeln
Zubehör:

9 Tierwürfel, 30 violette Pinguine, 6 goldene Pinguine, 30 gelbe Chips, 24 orange Chips, 24 rote Chips, 6 braune Chips mit Aufklebern, 6 schwarze Chips mit Aufklebern, 3 Spielhilfen, 1 Spielanleitung

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