Rapa Nui

Rapa Nui, auch Osterinsel, eine kleine Insel im Pazifik wird zum Schauplatz dieses Brettspieles. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Stammeshäuptlings. Um ein großer und mächtiger Häuptling zu werden, muss er Ruhmespunkte sammeln. Dies erreicht er zum einen mit der Hilfe von Dorfbewohnern wie Holzfäller, Priester, Jäger & Sammler. Zum anderen können Moai (Steinstatuen) gebaut werden, welche wiederum eine Menge Ruhmespunkte wert sind.

Spielablauf

1. Opferkarten erwerben

Zum Preis von 5 Holz darf eine Opferkarte erworben werden. Pro Jäger & Sammler in der eigenen Auslage, der dieser Opferkarte entspricht, verringern sich die Kosten um 1 Holz.

2. Karten auslegen

Hier legt der Spieler eine seiner Handkarten (falls er zwei von einer Sorte hat, darf er auch zwei auslegen) in seine persönliche Auslage. Dies können sein:
> Holzfäller: kostet nichts und bringt Holz,
> Priester: kostet nichts und bringt Ruhmespunkte,
> Jäger & Sammler: kostet nichts beim ersten Jäger & Sammler einer Sorte, der Zweite kostet 1 Holz, der Dritte einer Sorte 2 Holz; bringen Opferkarten - Papiermaulbeere, Getreide, Fisch, Süßkartoffel; maximal 3 Jäger & Sammler pro Sorte möglich,
> Moai: kostet 7 Holz und bringt 4 Ruhmespunkte am Spielende; jeder gebaute Moai (egal von wem) löst die Opferrunde aus

Opferrunde:
Reihum muss jeder Mitspieler, beginnend links vom aktiven Spieler, eine Opferkarte offen auf den Opferstein legen. Der aktive Spieler (welche die Opferrunde ausgelöst hat) legt eine seiner Opferkarten verdeckt, und zusätzlich eine Opferkarte aus dem allgemeinen Vorratsstapel offen, auf den Opferstein.

Wichtig! Die Anzahl der Opferkarten auf dem Opferstein beeinflusst den Wert der entsprechenden Sorte am Ende des Spiels!

3. Karten aus der allgemeinen Auslage nachziehen und Wertung auslösen

Der aktive Spieler muss seine Handkarten wieder auf 3 Karten auffüllen. Dazu zieht er Karten aus der allgemeinen Auslage nach. Die allgemeine Auslage besteht aus 4 Spalten mit je 4 offen ausgelegten Karten. Wird eine Spalte leer, werden sofort 4 Karten nachgezogen um die Spalte wieder aufzufüllen.

Die Wertung erfolgt nachdem die Handkarten aufgefüllt wurden. Die Karte in der allgemeinen Auslage, welche als letztes durch nachziehen freigelegt wurde, bestimmt die Wertung:

> Holzfäller: Jeder Spieler erhält 1 Holz pro Holzfäller in seiner persönlichen Auslage,
> Priester: Jeder Spieler erhält 1 Ruhmespunkt pro Priester in seiner persönlichen Auslage,
> Jäger & Sammler: Jeder Spieler erhält genau 1 Opferkarten der gewerteten Sorte - Papiermaulbeere, Getreide, Fisch, Süßkartoffel; egal wie viele Jäger & Sammler einer Sorte ausliegen,
> Moai: Jeder Spieler erhält 1 Ruhmespunkt oder 1 Holz pro Moai in seiner persönlichen Auslage.

Falls ein Spieler mind. 2 einer Kartensorte (Holzfäller, Priester, Moai, Jäger & Sammler einer bestimmten Sorte) ausliegen hat und die alleinige Mehrheit inne hat, bekommt er jeweils eine weitere Holz-, Papiermaulbeere-, Getreide-, Fisch-, Süßkartoffelkarte oder einen weiteren Ruhmespunkt.

4. Spielende

Jeder Spieler zählt seine Ruhmespunkte:

> Während des Spiels gesammelte Ruhmespunkte
> 4 Ruhmespunkte pro gebautem Moai
> 1 Ruhmespunkt pro 5 Holz
> 0-3 Ruhmespunkte pro Opferkarte:

Die am häufigsten geopferte Kartensorte (Papiermaulbeere, Getreide, Fisch, Süßkartoffel) ist 3 Ruhmespunkte pro Opferkarte wert, die zweithäufigste 2 Ruhmespunkte usw…

Spieletester

19.04.2012

Fazit

Bei den Opferrunden kann man das Spiel zu seinen Gunsten beeinflussen, in dem man jene Karte opfert (zB.: Fisch) welche man selbst am häufigsten in den Handkarten hat um deren Wert in die Höhe zu treiben. Nach mehreren Runden verliert man aber bald den Überblick welche und wie viele von einer Opferkartensorte auf den Opferstein gelegt wurden. Somit kann man bei der Auswertung auch manchmal sein Wunder erleben. Aber genau das macht das Spiel so spannend. Während man im Spiel genau sieht wer wie viele Ruhmespunkte durch Priester oder Moais erhalten hat, kann das Spiel am Ende durch die Auswertung der Opferkarten noch so manche Wendung nehmen. Die Interaktion zwischen den Spielern ist auch ganz gut da man sich gegenseitig nach jedem Zug bei der zu wertenden Kartensorte beeinflussen kann. Pluspunkte gibt es auch für die einfachen Regeln und die schöne Gestaltung. Durch die kurze Spieldauer kann es auch nur mal so zwischendurch gespielt werden. In aller Kürze: Ein Kartenlegespiel mit aufbauendem und strategischem Charakter, einiges an Interaktion zwischen den Spielern und mehreren Möglichkeiten den Spielverlauf zu beeinflussen und zu gewinnen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 40 Minuten
Preis: 16,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2011
Verlag: Kosmos
Grafiker: Martin Hoffmann
Genre: Glück
Zubehör:

-) 16 Start-Karten -) 50 Rapa-Nui-Karten, aufgeteilt in: 9 Moais (Steinstatuen) 9 Priester 12 Holzfäller 20 Jäger & Sammler -) 4 Übersichtstableaus -) 100 Opferkarten -) 30 Ruhmespunkt-Plättchen -) 30 Holz-Plättchen -) Opferstein

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7160 Gesellschaftsspiele-,
1656 Videospielrezensionen
2305 Berichte.