Fifty Fifty - Haben oder nicht haben

... ist ein eingängiges und dynamisches Kartenspiel, bei dem derjenige gewinnt, der am Ende leer ausgeht.

Jung und Alt. Groß und Klein. Schwarz und Weiß. Gut und Böse. Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
Die Welt ist voller Gegensätze. Und diese ziehen sich bekanntlich an. Wer den Ausgleich findet, tut sich leichter – auch bei FIFTY FIFTY. Denn hier gewinnt nicht, wer viel kassiert, sondern wer es versteht, sich immer wieder ausgleichend auf seine „andere Seite“ einzulassen ...


So bewirbt der Zoch-Verlag sein neuestes Stichspiel aus der Feder von Erfolgsautor Reiner Knizia. In der kleinen handlichen Schachtel finden sich 50 Zahlenkarten, so genannte Fifty-Karten, mit den Werten von 1 bis 50, zehn Launekarten und 52 Gesichtshälften. Letztere gibt es in grimmiger Ausführung in blau und in lachender Form in gelb.

Jeweils eine der Launekarten wird zu Beginn einer Stichrunde ausgelegt und bestimmt, um wie viele Gesichtshälften gespielt wird. Jeder der Spieler bekommt neun Fifty-Karten, mit denen die Stichrunden gespielt werden. Wer hierbei die höchste Karte ausgelegt hat, bekommt die auf der Launekarte angegebene Anzahl an blauen Gesichtshälften, der Spieler mit der niedrigsten erhält gelbe Gesichter. Da sich beide Gesichtshälften ausgleichen, können die Spieler entsprechende Paare direkt abgeben und reduzieren damit natürlich ihren Bestand.

Eine neue Runde beginnt wieder mit dem Auslegen einer Launekarte und die Spieler spielen den nächsten Stich aus. Ist die letzte Fifty-Karte ausgespielt, endet die erste Party. Davon werden dann so viele gespielt, wie Spieler beteiligt sind. Am Ende einer Runde zählt jede Gesichtshälfte 1 Minuspunkt. Gelingt es einem Spieler, auf Null zu kommen, darf er sein bisher schlechtestes Ergebnis streichen. Wer am Ende aller Partien die wenigsten Minuspunkte aufweisen kann, hat dieses Spiel gewonnen.

Spieletester

Fazit

Eine ganz nette Idee wurde hier ansprechend umgesetzt. Ohne große Erklärung kann sofort losgespielt werden – aber das ist auch schon fast alles, was für das Spiel spricht. Bedingt dadurch, dass nicht alle 50 Kartenwerte und Launekarten in einer Partie im Spiel sind, können keinerlei Vorhersagen getroffen werden. Die Runden sind dann ziemlich vom Glück abhängig und lassen wenig Spielraum für taktische Spielchen. Wer sich allerdings immer in der Mitte halten kann, geht am Ende leer aus und gewinnt das Spiel. In unseren Spielrunden plätscherte Fifty-Fifty so dahin. So recht wollte der Funken nicht überspringen, zu monoton und langweilig verliefen unsere Stichrunden. Unter den auf dem Markt befindlichen Stichspielen gibt es mit Sicherheit bessere, die mehr Spannung und Spaß versprechen. So bleibt Fifty-Fifty ein eher durchschnittliches Stichspiel, das im sehr guten Jahrgang 2010 wohl nur eine untergeordnete Rolle spielen wird.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 9 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 12,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Zoch
Autor: Reiner Knizia
Grafiker: Oliver Richtberg
Genre: Karten
Zubehör:

10 Launekarten 50 Fiftykarten 26 gelbe Gesichtshälften 26 blaue Gesichtshälften

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