Heckmeck Barbecue

Und wieder einmal hat Meister Knizia eine seiner besten Ideen genommen, einmal quer durch den Fleischwolf gedreht... und was dabei herauskam, das sehen wir uns jetzt an:


Das Spiel:

Mit dem Barbecue legt Meister Reiner Knizia die dritte Version (Reiseedition nicht mitgerechnet) des Zockerklassikers Heckmeck am Bratwurmeck vor. Das Spiel hat einen Plan bekommen, ist mit einem Satz Figuren ausgestattet und die Schachtel ist grob geschätzt dreimal so hoch. Doch was hat sich am Spiel verändert?

Das Würfelsystem ist dasselbe: Man würfelt mit allen Würfel, legt alle Würfel eines Wertes beiseite und kann dann erneut würfeln, unter der Bedingung, dass man keine Würfelwerte mehr geltend machen kann, die bereits geltend gemacht worden sind.

Erfolgreicher Wurf: Man kann jederzeit aufhören und alle Würfe zusammenzählen, vorausgesetzt, man hat mindestens einen Würfel mit einem Wurmsymbol behalten können. Diese Symbole ersetzen in dieser Variante übrigens die "5", dafür gibt es auf den Würfeln jetzt "6er".

> Der Spieler nimmt nun eine seiner Grilltellerfiguren, legt sie auf dem Spielplan auf das entsprechende Feld und nimmt die Anzahl an Wurmfiguren, die auf dem Feld abgebildet sind.
> Liegt dort ein Teller eines anderen Spielers, stiehlt er dem entsprechenden Spieler die angegebene Anzahl an Würmern.
> Liegt dort ein eigener Teller, erhält er die Anzahl der Würmer noch einmal und das Feld ist ab sofort vor gegnerischen Diebereien geschützt.

2. Fehlwurf: Hat ein Spieler nur Würfelwerte gewürfelt, die er nicht mehr geltend machen kann, ist der gesamte bisher angesammelte Wurf wertlos. Der Spieler verliert nichts, auf das entsprechende Feld wird eine Schneckenfigur gelegt.
In weiterer Folge kann diese Schnecke durch einen normalen Würfelwurf aufgenommen werden. Der entsprechende Spieler legt dafür keinen Teller auf dieses Feld.


Spielende:

Das Spiel endet, wenn eine Schnecke gelegt werden müsste, aber keine mehr da ist. Nun zählt jeder Spieler seine Punkte:

> Jeder Wurm bringt 1 Punkt, wobei es zur Eindämmung des Figurenwahns auch Wurmfiguren gibt, die 5 Würmer repräsentieren.
> Jede Schnecke bringt 3 Punkte.

Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Spieletester

17.09.2010

Fazit

Heckmeck am Bratwurmeck ist ein Meisterwerk des schnellen Spaßspieles. Heckmeck Barbecue ist - es tut mir leid - keines.

Es ist offensichtlich, was Knizia vorhatte: Das Zockerelement sollte hintanstehen und stattdessen mehr Gewicht auf dem gegenseitige Beklauen liegen. Das ist ihm zweifelsfrei gelungen, unterhaltsam ist das Ganze aber nur noch sehr leidlich. Denn wenn Heckmeck BBQ eines schmerzlich klar macht, dann ist es die Tatsache, dass man das Zockerelement aus einem Spiel wie Heckmeck einfach nicht wegsubtrahieren bzw. abschwächen darf.

Die große Schwäche des BBQs ist es nämlich, dass ein Spieler, der beim Würfeln riskiert und verliert, keine Konsequenzen zu befürchten hat. Das Spiel ist dadurch nicht nur unverantwortlich verharmlost, sondern vor allem schlichtweg nicht mehr spannend.
Heckmeck wird dadurch außerdem noch wegen eines völlig anderen Aspektes extrem unrund: Einem führenden Spieler wird es viel zu einfach gemacht, das Spielende gefahrlos herbeizuführen.

Mein Rat daher: Greift zu Heckmeck am Bratwurmeck. Das BBQ dürfte wohl nur für Komplettisten interessant sein. Und, nur damit das gesagt ist: Mit 20 Euro halte ich das Spiel für unverschämt überteuert!!!
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Preis: 20,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Zoch
Autor: Reiner Knizia
Grafiker: Doris Matthäus
Genre: Würfeln
Zubehör:

8 Würfel
12 Schneckenfiguren
50 Tellerfiguren
30 Würmerfiguren
1 Spielplan
1 Spielanleitung

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