Ubongo 3D

Ubongo 3D ist das mittlerweile schon fünfte Mitglied der afrikanischstämmigen Familie Ubongo aus KOSMOSanien. Neben dem Original gibt es bisher Mini, Extrem und Duell. Bei 3D hat man es nun mit dem absolut größten und schwersten Exemplar aller Ubongos zu tun und somit vielleicht mit Vater Ubongo, obwohl es sich zeitlich nicht so richtig ausgeht, dass der kleine Spross vor dem Vater auf die Welt kommt.

Wunderbare Gebilde aus Holz, Mais und Harz gepresst und mit Farbpigmenten versetzt stehen den 2-4 Spielern zur Verfügung. Ein ganzer Tisch voll, rot und grün und gelb und blau, aus 3-5 Würfeln zusammengesetzt. Manche sind leichter, manche sind schwerer für die Bewältigung der jeweiligen Aufgabenstellung zu verwenden. Die Aufgabe für jeden Spieler ist in jeder der 9 Runden unterschiedlich, aber dennoch annähernd gleich schwer. Dass das so funktioniert liegt in der klugen Verteilung der Aufgaben auf die Vorlagekarten. Einerseits tragen die Aufgabenkarten Symbole wie Schlange oder Elefant und pro Runde verwendet jeder Spieler eine Karte mit identischem Symbol, andererseits wird von jedem die gleiche Seite dieser Karte verwendet. Ein 10-seitiger Würfel bestimmt dann, welche der 3 oder mehr Gebilde – je mehr desto schwerer – zur Lösung zu verwenden sind. Jeder sucht sich die vorgegebenen Baulötze und auf Kommando wird die Sanduhr umgedreht und los geht das Drehen und Wenden und Stapeln und Bauen. Das entstehende Gebilde muss die aufgedruckte Grundfläche genau bedecken UND aus Erdgeschoß und erstem Stock bestehen. Klingt unglaublich einfach, 3 Teile ein bißchen zu drehen, hin und her, zurück, auf den Kopf. Der sperrigste Teil sollte zuerst verwendet werden ist ein brauchbarer Tipp aus der Anleitung. Gesagt, getan. Ein bißchen drehen, hin und her, zurück, auf den Kopf. Natürlich schafft man die Lösung früher oder später, zumeist aber nicht bevor die Sanduhr abgelaufen ist. Das war uns aber auch egal, genau wie die Wertung. Das Spiel ist insgesamt so motivierend, dass Wertung, Wettbewerb und Sanduhr nur störten. Die Sanduhr kann man leicht unschädlich machen, indem man sie unabsichtlich vom Tisch fallen lässt und dann noch unabsichtlicher drauf steigt….
Man kann sie auch einfach in der Schachtel lassen.

Wir spielten einfach, im reinsten Sinn des Wortes, mit dem Material. Zeit und zu gewinnende Edelsteine blieben in der riesigen Schachtel, nur die Aufgaben, die Spielsteine sowie das unentbehrliche Lösungsheft blieben auf dem Tisch. Sehr kommunikativ war das alles nicht, außer man interpretiert „Blöde Teile, die passen nie“ oder „Ich kann das nicht“ oder „Gebt mir das Lösungsheft“ als Smalltalk.

Wenn man schon unbedingt werten und einen Sieger küren will, sollte man folgende Regeländerung versuchen. Ein Spieler gibt das LOS – Kommando und alle bauen. Hat der erste Spieler den richtigen Zusammenbau seiner Teile geschafft, startet er die Sanduhr und wenn sie abgelaufen ist, bekommen alle, die es noch „in time“ geschafft haben, auch Edelsteine. Der Sieger eben mehr! Damit fällt der erste Stress weg und es ergibt sich ein gemütlicheres Spiel.

Spieletester

23.05.2010

Fazit

Tolles Material fordert auch Einzelpersonen zum Spiel heraus, um im Stile von Tangram die selbst gestellten Aufgaben zu lösen. Eine Vielzahl an Aufgaben garantiert echten Langzeitspaß, obwohl man ohnehin nach kurzer Zeit die Lösung bereits abgehandelter Aufgaben wieder vergessen hat, auch ohne Altersdemenz. PS: Dass man mit dem Material auch selbst entwickelte Aufgaben lösen oder einfach nur experimentieren kann, hat Regina mit ihren 3 Würfeln zielsicher bewiesen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Preis: 38,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2009
Verlag: Kosmos
Genre: Denken
Zubehör:

36 Legetafeln (mit 504 Aufgaben), 40 Legeteile, 1 10-seitiger Würfel, 1 Sanduhr, 1 Stoffbeutel, 58 Edelsteine (19 Saphire, 19 Bernsteine, 10 Rubine, 10 Smaragde), 1 Lösungsheft, 1 Spielanleitung

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