Kinoko

Kinoko. Komisches Wort. Klingt so ähnlich wie Kimono. Hat zwar überhaupt nichts damit zu tun, kommt aber aus derselben Sprache. Es ist nämlich das japanische Wort für Pilz.

Spielidee

Jeder Spieler bekommt geheim eine Farbe zugeteilt. Man muss die drei Pilzkarten seiner Farbe auf der Hand halten, um die Runde zu gewinnen. Klingt leicht? Bis jetzt schon. Aber jetzt kommt die große Hürde an der Sache: Man darf sich die eigenen Handkarten nie ansehen! Dafür sieht man die Karten der Mitspieler, woraus man die richtigen Schlüsse ziehen muss.
Wer die Runde gewinnt, bekommt zwei Punkte. Wer fälschlicherweise ein Rundenende ausruft, bekommt keine Punkte, dafür alle anderen einen Punkte. Doch Vorsicht vor der verbotenen Farbe! Wer am Ende Karten von ihr auf der Hand hält, erhält einen Minuspunkt. Wer vier Punkte sammeln konnte, hat das Spiel gewonnen.

Aufbau

Es spielen immer zwei Farben mehr mit, als Spieler am Tisch sitzen. Von jeder Farbe gibt es eine Farb- und drei Pilzkarten. Die Farbkarten werden gemischt, jeder Spieler bekommt geheim eine davon. Eine weitere wird offen in die Tischmitte gelegt, die letzte bleibt für alle unbekannt.
Die Pilzkarten werden ebenfalls gemischt. Jeder Spieler erhält je eine Karte mit Aufdruck 1, 2 bzw. 3 auf die Hand, die restlichen Karten bilden einen verdeckten Vorrat in der Tischmitte. Wie schon oben erwähnt, nimmt man die Karten so auf die Hand, dass man die Vorderseiten nicht sieht! Diese zeigen zu den Mitspielern.

Ablauf

Ab jetzt geht es reihum. Wer an die Reihe kommt, nimmt einen der drei Spezialwürfel. Diese zeigen auf vier Flächen Zahlen, wobei bei jedem Würfel eine andere Zahl doppelt vorkommt. Eine Seite ist jeweils blanko (=aussetzen), die letzte bewirkt eine jeweils andere Sonderaktion.
Wer eine Zahl würfelt, darf zwei Karten des entsprechenden Werts austauschen. Diese können sich in der eigenen Hand, am Tisch oder in Händen der Mitspieler befinden. Nicht vergessen: Nehmt ihr eine verdeckte Karte aus der Mitte, dürft ihr sie im Zuge dieses Prozess nicht ansehen!

Wer am Ende seines Spielzugs meint, dass er alle Pilze seiner Farbe auf der Hand hat, ruft das Rundenende aus. Es wird überprüft, ob derjenige Recht hatte und anschließend Punkte nach oben genannten Regeln verteilt.

Spieletester

21.05.2023

Fazit

Wie man sich denken kann, ist anfangs das Tauschen von Karten zwischen Tisch und Mitspieler eine gern genommene Aktion. So kann man herausfinden, ob die "fehlenden" Karten meiner Farbe im Talon lagen, oder ob ich sie vielleicht schon auf der Hand halte! Glücklist ist, wer all seine Karten in den Händen der Mitspieler sieht. Der Rest ist etwas Würfelglück und ein wenig Gedächtnisaufgabe.

Wegen des Spielablaufs gibt es eine kleine Spielerzahlabhängigkeit. Spielt man zu zweit, sieht man in der einzigen fremden Kartenhand nur 3 der 12 im Spiel befindlichen Pilze (also gerade mal 25%). Dass man hier an Informationen kommt, ist ein eher langwieriger Prozess. Spielt man hingegen zu viert, sieht man 9 von 18 Karten, also 50%. Die Wahrscheinlichkeit, auf Anhieb den Aufenthaltsort aller eigenen Karten zu kennen, ist ungleich höher. Die Mitspieler können durch das Wegtauschen passend gesammelter Karten meinen Rundensieg hinauszögern, aber wenn sie ständig nur gegen mich arbeiten, ohne sich selbst vorwärts zu bringen, ist es nur ein Hinauszögern des Unabwendbaren. Insofern möchte ich das Spiel vor allem zu dritt, aber auch zu viert, empfehlen.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • einfache Sielregeln

Minus

  • zu zweit spielt es sich mühsam, lieber zu dritt oder zu viert ans Werk gehen
  • wie leicht man zum Rundensieg kommen kann, ist ein wenig Glückssache

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 20 Minuten
Preis: 12,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2022
Verlag: Helvetiq
Autor: Tim Rogasch
Grafiker: Paulina Okean
Genre: Karten
Zubehör:

6 Farbkarten
18 Pilzkarten
3 Spezialwürfel
4 Punktejetons
1 Spielanleitung

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