Wer Mada sagt, muss auch -gaskar sagen! Auf dieser großen Insel, vor der afrikanischen Ostküste, leben Kattas. Aber auch der Madagaskar-Skorpion. Beide Tierarten begegnen uns im Spiel.

Spielablauf

Vor dem Spiel werden alle Karten gemischt und drei davon an jeden Spieler verteilt. Der Rest bildet den Nachziehstapel. Ab nun geht es reihum. Wer an die Reihe kommt, darf eine Karte ausspielen, eine Karte ziehen (Handkartenlimit von 3 beachten!) oder Risiko nehmen. Die ersten beiden Möglichkeiten sind wohl selbsterklärend. Aber Risiko nehmen? Dafür muss man zuerst wissen. Was eigentlich Sinn und Zweck des Spiel ist.

Spielziel und Legeregel

Jeder Spieler bildet vor sich einen Ablagestapel. Dabei gilt: Jede neu gespielte Kaktuskarte muss gleich hoch oder höher sein, als die oberste Karte am Ablagestapel. Normalerweise spielt man Karten aus der Hand aus. Bei "Risiko nehmen" deckt man jedoch die oberste Karte des Nachziehstapels auf.
Manchmal ist Risiko der letzte Strohhalm, an den man sich klammern kann, weil die Kartenhand maximal gefüllt ist, aber kein ablegewürdiger Wert enthalten ist. Geht die Sache mit dem Risiko in die Hose, sprich: ist die aufgedeckte Karte niedriger als die oberste Karte des Ablagestapels, hat man die Runde verloren. Alle anderen Spieler bekommen die höchste Karte ihres Ablagestapels als Punkte. Hat ein Spieler das fünfte Mal Punkte bekommen, endet die Partie, der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktezahl hat gewonnen.

Sonderkarten

Das Spiel wäre ja straight forward, wenn man nur die bislang beschriebenen Mechanismen hätte. Es geht aber auch anders! Wer etwa einen Skorpion aufdeckt, muss ihn und eine beliebige Handkarte abwerfen. Das kann ganz praktisch sein, wenn niedrige Karten die Hand "blockieren". Auch ganz praktisch können Kattas sein. Ein einzelner gespielter Katta erlaubt es, die oberste Karte des Ablagestapels unter den Stapel zu legen (dadurch sinkt üblicherweise der obenliegende Kartenwert, man tut sich leichter mit dem Anlegen). Etwas fieser sind die Doppel-Kattas: Wer eine solche Karte ausspielt, darf seinen Ablagestapel mit dem eines Mitspielers tauschen.

Spieletester

28.03.2023

Fazit

Zuerst klingt Mada etwas abstrakt. Probiert man es dann aus, macht es großen Spaß! Durch geschicktes Taktieren und etwas Glück kann man verhindern, dass man der Verlierer der Runde ist. Aber auch absichtlich zu verlieren, kann in seltenen Fällen von Vorteil sein: Wenn man selbst ein paarmal hoch gepunktet hat, jemand anderer aber nur niedrig, kann man das Spielende erzwingen, und auch ohne Wertung in der letzten Runde als Sieger vom Platz gehen.

Die Karten sind kleinformatig und eher einfach gestaltet, qualitativ gut und erfüllen vollkommen ihren Zweck. Die Anleitung hat uns vereinzelt ratlos zurückgelassen, aber während der ersten Partie erklärt sich die Sache dann von selbst.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • schnell erklärt
  • überraschend lustig

Minus

  • erfordert learning by doing, die Anleitung ist knapp gehalten

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 20 Minuten
Preis: 12,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2022
Verlag: Helvetiq
Autor: Sophia Wagner
Grafiker: Clara San Millán
Genre: Karten
Zubehör:

60 Kaktuskarten
10 Sonderkarten
1 Spielanleitung

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