Catch the Moon

Das vorliegende Leiternspiel hat nichts mit dem altehrwürdigen „Leiterspiel“ zu tun, auch klettern auf den Leitern keine Stapelmännchen. Aber bringen wir mal nicht alles durcheinander und lösen das Kuddelmuddel einmal auf.

Dass eine Leiter allein nicht bis zum Mond reichen kann, ist klar. Also benötigen wir viele Leitern, die wir übereinander auf eine Wolke stapeln.
Wie wir das tun dürfen, bestimmt der Würfel. Darf die Leiter nur eine andere Leiter berühren? Muss sie genau zwei andere Leitern berühren? Oder darf sie eine oder zwei andere Leitern berühren, muss dafür aber auf jeden Fall der neue höchste Punkt des Leiterturms sein?

Jedenfalls dürfen die Leitern auf keinen Fall die Wolke oder gar den Tisch berühren. Und freilich dürfen auch keine anderen Leitern herunterfallen.

Scheitert der Spieler in seinem Zug an einer dieser Aufgaben, wird symbolisch eine Träne für ihn vergossen. In Form eines Regentropfens, den er vor sich ablegen muss.

Ist die letzte der 30 Leitern verbaut oder der letzte der sieben Regentropfen verteilt, endet das Spiel und der Spieler mit den wenigsten Regentropfen gewinnt – im Zweifel gibt es einen Gleichstand.

Gemeinsame Mondmission

Geht man Catch the Moon kooperativ (oder solo) an, wird der Leiterstapel gemeinsam, jedoch immer noch nach den Regeln des Würfelwurfs so hoch wie möglich errichtet. Dabei gilt es, den Turm höher als die aufgestellte Spielschachtel zu stapeln. Für jede Leiter, die die Oberkante der Box überragt, gibt es einen Punkt. Befindet sich eine Leiter zur Gänze über der Kante, gibt es sogar drei Punkte.
Das klingt deutlich einfacher, als es ist. Eine Bewertung der erspielten Punktezahl gibt es in der Anleitung.

Was es dort übrigens auch gibt, sind Illustrationen mit Namen für die Art und Weise, wie eine Leiter in den Stapel gesteckt wird. „Die Schaukel“, „Der schadenfrohe Seiltanz“ oder gar „Die beschämende Stütze“? Eine nette Idee.

Stolz auf Holz

Nicht nur das Design der Packung, auch das Innenleben gefällt. Da die Leitern direkt aus der Schachteleinlage gezogen werden, ist diese quasi Teil des Spielmaterials. Die samtige Beflockung fühlt sich zwar leicht billig an, aber besser als eine nackte Plastikeinlage.
Die Wolke besteht aus Kunststoff, Würfel und Tropfen aus massivem Holz. Die Leitern selbst sind, um besser gestapelt werden zu können, aus sehr leichtem Holz. Wer als Kind öfter Laubsägearbeiten nach Hause gebracht hat: noch leichter. Das führt dazu, dass Leitern in sehr unsanften Kinderhänden auch schon mal knicken können. Kinder, die in die empfohlene Altersklasse 8+ fallen, sollten aber schon sorgsam genug mit dem Material umgehen können.


Spieletester

21.12.2022

Fazit

Ja, Catch the Moon ist „nur” ein weiteres Stapelspiel. Aber eines mit sehr schönem Material.
Die unterschiedlichen Formen der schönen Holzleitern machen verschiedene Manöver möglich, die zahlreichen Steckplätze in der Wolke sorgen für abwechslungsreiche Ausgangssituationen.

Wer noch kein Stapelspiel mit Männchen, Sesseln oder ähnlichem daheim hat oder mehr davon will: Catch the Moon ist ein guter Fang das Spiel gibt es schon ab knapp 16€ zu kaufen.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • Schönes Material
  • kooperativer und Solo-Modus

Minus

  • "nur" ein weiteres Stapelspiel

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Preis: 24,99 Euro
Erscheinungsjahr: 2022
Verlag: Kosmos
Zubehör:

1 Wolke (Spielbrett)
30 Holzleitern
7 Holz-Regentropfen
1 Holzwürfel
1 Spielanleitung

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