Quetzal

Mit smaragdleuchtenden Federn schmückt der Quetzal nicht nur das Wappen Guatemalas, sondern auch das Titelbild der Spielschachtel. Als AbenteurerIn suchst du während einer Inselexpedition nach den Tempelruinen und birgst Artefakte, die dir Punkte bescheren.
Auf den Spuren der Artefakte

Auch wenn der Vogel ikonisch für das Layout und das Land steht, so hat er wenig mit dem Spiel selbst zu tun. Hier schlüpfst du nämlich in die Rolle von AbenteurerInnen und erkundest Ruinen auf der Suche nach Artefakten, mit denen du das Spiel gewinnen kannst. Vergleichbar ist das Spiel mit den Ruinen von Arnak und besonders für Familienabende geeignet, die auf einem fortgeschrittenen Niveau sind. 

So gehts!

Im Abenteuerspiel folgt man auf einen linearen und nummerierten Spielablauf. Abhängig von der Spieleranzahl wird mit 4, 5 oder 6 Meeple und einer Expeditionsleiterfigur gespielt. Diese werden zum Würfeln verwendet und können auf der weißen oder schwarzen Seite landen. Landen sie auf der Seite, dürfen sie beliebigfarbig eingesetzen werden und falls sie auf ihren Füßen landen, erhält man zusätzlich Geld. Diese werden dann auf dem Spielfeld eingesetzt, um Geld und Artefakte zu erhalten. Sie können an Aktionsorten auch verwendet werden, um Mitspieler zu übertrumpfen. So wandelt man von Ort zu Ort und versucht Artefaktkarten zu sammeln. Hat man diese in Sets, so erhält man mehr Siegpunkte am Hafen, ansonsten kann nur am Schwarzmarkt gehandelt werden. Des Weiteren können neben Erwerb, Sammeln und Abgabe von Artefakten auch Aufwertungen durchgeführt werden um die Forscherleiste zu leveln, was zu mehr Boni oder Siegpunkten führt. Nach fünf Runden ist das Spiel vorbei und die Person mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Spieletester

15.11.2022

Fazit

Das Spiel ist sehr schön gestaltet und eignet sich besonders gut für Spieleabende mit der Familie. Für Kenner ist es auf Dauer nicht besonders anspruchsvoll ,da das Spielprinzip recht monoton ist. Jedoch ist es schnell erlernt und die Anleitung übersichtlich und einfach gestaltet. Schwierig finde ich die thematische Umsetztung. Einerseits hat es nichts mit dem Vogel oder Titel zu tun.

Es sollen Artefakte gesammelt und dann verkauft und Punkte gesammelt werden, was die Ausbeutung von kulturellen Gut und dem Verkauf auf dem Schwarzmarkt darstellt. Die Illustrationen und das Spielprinzip sind einfach und für paar Mal unterhaltsam, jedoch ist die thematische Verortung fragwürdig und sollte aus postkolonialer Sicht meiner Meinung nach überdacht werden.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • einfaches Spielprinzip
  • schöne Illustrationen

Minus

  • verschönerte koloniale Thematik 
  • kein Langzeitspielspaß 
  • taktische Tiefe fehlt

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Preis: 29,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2020
Verlag: Asmodee
Genre: Würfeln
Zubehör:

1 Spielbrett
5 große Meeples
30 Meeples
10 Holzplättchen
75 Artefaktkarten
24 Verbesserungsplättchen
5 Charakterplättchen
42 Marker
8 Solokarten
1 Schiffsplättchen
1 Macht-Plättchen
1 Spielanleitung

 

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