Robot Turtles

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Im Spiel Robot Turtles sind die Schildkröten ferngesteuet, nämlich von den Spielern. Sie müssen Hindernisse umschiffen oder aus dem Weg räumen, um an den Schatz zu kommen.

Spielprinzip

Die Box des Spiels sagt, dass zwei bis fünf Personen teilnehmen können. Das ist nur die halbe Wahrheit, da nur ein bis vier Spieler (Kinder) aktiv teilnehmen (die Wege der Schildkröten programmieren) können. Hinzu kommt (mindestens) eine Person (ein Erwachsener), welche die Befehle der Kinder ausführt (die Schildkröten bewegt). Es gilt, die eigene Schildkröte in möglichst wenigen Zugen und fehlerfrei zum eigenen Edelstein zu führen.

Spielablauf

Man baut den Spielplan auf, indem jeder Spieler eine Schildkröte in einem Eckfeld bekommt. Die Edelsteine werden aufgelegt, weiters diverse Hindernistafeln. Was man wo hinlegt, kann man im Prinzip frei wählen. Für Anfänger wählt man einen symmetrischen Aufbau, bei asymmetrischen Fähigkeiten kann eine ebensolche Anordnung wählen. Es gibt unterschiedliche Hindernisse: verschiebbare Kisten, fixe Mauern und Eismauern, die man mittels Laser schmelzen kann. Welche und wieviele man ins Spiel einbaut, hängt vom Übungsgrad ab und bleibt den Spielern überlassen.

Jeder Spieler hat einen Satz Programmierkarten: links drehen, rechts drehen, vorwärts und Laser. Hinzu kommt eine Froschkarte, die Sprünge im Programm ermöglicht. In jeder Runde wählt man eine Karte. Der Erwachsene führt sie entsprechend aus, indem er die Schildkröte entsprechend dreht oder bewegt. Dazu soll er entsprechende Geräusche machen, um die Schildkröte roboterartig wirken zu lassen.
War die Bewegung eine andere, als der Spieler machen wollte, kann er auf seinen Käfer (englisch "Bug") schlagen und seine zuletzt gespielte Karte rückgängig machen.

Fortgeschrittene Spieler wandeln die Regeln ab, indem sie z.B. gleich drei Karten spielen müssen, anstatt nur einer.

Spieletester

03.09.2022

Fazit

Die Zielgruppe von Robot Turtles scheinen eindeutig Kinder zu sein. Für Erwachsene ist es nämlich viel zu einfach. Außerdem lebt das Spiel davon, dass sich der oder die Erwachsene(n) zum Affen machen. In sich selbst bietet das Spiel nämlich kaum Höhepunkte.

Mein Eindruck ist, dass das Spiel weniger das Programmieren anregt, als das räumliche Vorstellungsvermögen. Wo ist von der Schildkröte aus links? Farbige Markierungen, die sich mit den Farben der Code-Karten decken, helfen hierbei. In die Programmierung geht es erst dann, wenn man mehrere Karten gleichzeitig spielt und/oder den Frosch verwendet, um Programmstücke mehrfach auszuführen.

Redaktionelle Wertung:

Plus

  • auffordernde Box-Grafik

Minus

  • ausschließlich für Kinder geeignet, für Erwachsene viel zu einfach
  • verwirrende Spielerzahlangabe
  • hat mit der versprochenen Programmierung nur bedingt zu tun

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 4 Jahren
Spieldauer: 10 bis 30 Minuten
Preis: 29,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2022
Verlag: ThinkFun
Genre: Lernspiel
Zubehör:

1 Spielplan
4 Schildkröten-Plättchen
4 Edelstein-Plättchen
4 Bug-Plättchen
36 Hindernis-Plättchen
172 Code-Karten
Spielanleitung
Schnellstartanleitung (nur englisch)

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7101 Gesellschaftsspiele-,
1656 Videospielrezensionen
2304 Berichte.