Monopoly Deal

Nach vielen Neuauflagen und Designvariationen, von den Simpsons bis zu Star Wars, kommt mit Monopoly Deal ein weiteres Monopoly-Spiel in Kartenform auf den Markt.
Als traditioneller Monopolyspieler, der nicht unbedingt von der Monopoly Banking - Version begeistert war, weil ihm das Geld zum anfassen fehlte, bin ich auch dieser Neuerung skeptisch gegenübergetreten. Doch das Spiel entpuppt sich als lustiger, schneller und spannender Zeitvertreib. Im Gegensatz zum Brettspiel ist es hier nicht das Ziel, die Gegner in den Ruin zu treiben, sondern drei volle Kartensätze in einer Farbe zu sammeln. Und das schneller als die Gegner.

Am Spielanfang bekommt jeder Spieler 3 Karten, die angeschaut werden können. Der jüngste Spieler fängt an, im Uhrzeigesinn geht es dann weiter. Ein Spielzug besteht aus dem Ziehen 2er Karten, sowie dem Legen einer Geldkarte und/oder Grundstückskarte und/oder Ereigniskarte. Beim Ausspielen der Karten ist aber Taktik angesagt, da nur die Karten zählen, die man vor sich ausgelegt hat.
Von den Grundstückskarten sollen 3 volle Sätze gesammelt werden. Die Farben der Straßen wurden beibehalten, man findet sowohl das teurere, dunkle Blau als auch das billige Braun. Das System des Häuserbaus findet man auch in abgewandelter Form wieder. Durch Ereigniskarten (Haus, Hotel), welche man auf einen vollen Kartensatz legt, wird dieser aufgewertet und auch für die gegnerischen Spieler teurer. Es gibt allerdings auch noch zahlreiche andere Ereigniskarten, mit welchen man das Ziel nicht nur auf dem traditionellen Weg erreichen, sondern mit etwas Glück und den richtigen Karten den Gegnern einzelne Karten oder sogar ganze Kartensätze klauen kann.

Mit Geldkarten wird das Konto nach Möglichkeit gefüllt, denn wenn nicht genug Geld da ist, muss, sofern bereits Grundstückskarten abgelegt sind, mit diesen bezahlt werden. Alle Spielkarten können auch als Geld verwendet werden, der Wert jeder Einzelnen ist in der Ecke gekennzeichnet. Wichtig ist auch noch zu erwähnen, dass es in dem Spiel kein Wechselgeld gibt. Hat man also nur „große Scheine“ in seiner Kassa, gilt das zuviel Bezahlte als Trinkgeld.

Die Spielanleitung ist sehr kurz, nahezu minimalistisch ausgeführt und in einigen Punkten unklar. In welcher Reihenfolge dürfen die Karten gelegt werden? Muss die vorgegebene Reihenfolge bleiben? Überhaupt gar nicht wird auf den Fall eingegangen, was passiert, wenn keine Karten mehr zur Verfügung stehen. Dass zuerst das Haus und erst später das Hotel Upgrade zu bauen ist, können die Brettspielerfahrenen erahnen, für Monopolyneulinge taucht auch hier eine Lücke auf. Deswegen ist es ratsam die Lücken nach einigen Spielen mit klaren und vernünftigen Regeln aufzufüllen. Eine Liste von Unklarheiten und wie wir diese beseitigt haben:

- Ein Hotel kann nur auf ein komplettes Straßenset gebaut werden, auf welcher bereits ein Haus steht
- Joker Grundstückskarten müssen auf eine bereits angegelegte Straße gelegt werden
- Die Reihenfolge der Spielzüge (Geld, Grundstück, Ereigniskarte) muss eingehalten werden
- Du darfst nicht zwei Straßen in derselben Farbe haben. Solltest Du einmal ein Gründstück, eines von dir bereits komplettierten Kartensatzes als Zahlung erhalten, musst Du es als Geld ablegen.


Spieletester

17.10.2009

Fazit

Monopoly Deal ist flotter als das Brettspiel. Da man nur drei volle Kartensätze zum Sieg braucht, hört das Spiel leider aber genau dann auf, wenn es spannend wird. Hier empfiehlt es sich, die Spielregeln ein wenig umzuwandeln und auf 4 volle Kartensätze zu spielen, zumindest dann, wenn man nur zu zweit spielt.

Alles in allem ist Monopoly Deal ein gelungener kleiner Bruder des Brettspiels. Für ein kleines Spiel zwischendurch oder auf Reisen jedenfalls zu empfehlen. 
Die Spieler, die auf lange Spielnächte hoffen, sollten allerdings beim Altbewährten bleiben.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Preis: 5,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2009
Verlag: Hasbro
Genre: Karten
Zubehör:

Spielkarten, Spielanleitung

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