Opus Anima Investigation

Dem Übersinnlichen auf der Spur...
Schlüpfen Sie in die Rolle eines Mitglieds der Schutzwacht in der viktorianischen Welt von Opus Anima. Als hartgesottener Ermittler der Ermittlungsgruppe: Bizzaromantie & Okkultes investigieren Sie überall da, wo übernatürliche Kräfte ihr Unwesen treiben.


Opus Anima Investigation bezeichnet sich selbst als Pocket-RPG. Das Buch ist im DIN A5 Format als Softcover erschienen und bietet auf gut 100 Seiten eine Menge Material für spannende Spielrunden, das Opus Anima - Grundbuch ist für Opus Anima Investigation nicht erforderlich. Es handelt sich hierbei um einen eigenständigen Ableger von Opus Anima. Vom Design her hat sich bis auf das Format im Grunde nichts geändert. Starke schwarz weiß Kontraste und stimmungsvolle Bilder zeichnen den Stil von Opus Anima aus und wurden auch in diesem Werk konsequent und gut umgesetzt.

Wie im einleitenden Text schon geschrieben, übernehmen die Spieler einen Ermittler der Einsatzgruppe: Bizzaromantie & Okkultes, der Spielleiter fungiert nebenher noch als Kommissar der Einsatzgruppe und versorgt die Ermittler mit den notwendigen Informationen und Ausrüstung. Mit diesem Buch verkörpern die Spieler also Leute, die bei Opus Anima - Grundbuch Gegner der Spielercharaktere sind.

Das System von Opus Anima Investigation ist sehr einfach gehalten. Ein Charakter wird durch Attribute und Fertigkeiten definiert. Um eine Probe abzulegen greift man, je nach Vorliebe, auf Würfel, Münzen oder dergleichen zurück. Jeder dieser sogenannten "Splitter" hat eine 50 prozentige Wahrscheinlichkeit eines Erfolges oder eines Misserfolges. Zum Beispiel kann man festlegen, dass auf einem sechsseitigen Würfel die Zahlen 1-3 einen Misserfolg und die Zahlen 4-6 einen Erfolg darstellen. Die Anzahl der "Splitter", welche man für eine Probe einsetzen darf, ergibt sich aus der Summe des passenden Fertigkeitswertes und eines passenden Attributes. Das Maximum an "Splittern" liegt bei 10, für jede angefangen 2 "Splitter" über 10 erhält der Charakter einen Teilerfolg.

Im ersten Teil des Buches werden alle notwendigen Regeln beschrieben, von der Charaktererschaffung über die Fertigkeiten bis hin zu Kampf und Heilung. Die Regeln machen nicht ganz die erste Hälfte des Buches aus. Anschließend folgt eine Beschreibung der Stadt Leuterskoog, der gegenwärtigen Mode, sowie den Stufen der Verzerrung der einzelnen Stadtteile von Leuterskoog. Es folgen einige Beispiele zu Verzerrungen und Phänomenen auf die die Ermittler bei ihren Nachforschungen stoßen können. Eine Erläuterung der Schutzwacht, ihren unterschiedlichen Abteilungen und welche Persönlichkeiten ihr vorstehen runden den Hintergrund ab. Im Anschluss folgen noch spezifische Informationen für den Spielleiter, hier geht es um den Aufbau von Fällen für die Spieler. Die Hilfen sind jedoch etwas dürftig und hätten ruhig ausführlicher sein können. Selbstverständlich darf abschließend ein Abschnitt über Ausrüstung nicht fehlen. Spielbögen und ein Index bilden die letzten Seiten dieses Pocket-RPG.

Spieletester

23.07.2009

Fazit

Opus Anima Investigation lässt sich gut lesen, die teilweise schwarzen Seiten mit weißer Schrift sind sicherlich nichts für jeden, aber als Stilelement gut gewählt. Die Regeln sind leicht verständlich. Das Setting wirkt wirklich grotesk und bizarr. Für einzelne Abenteuer ist Opus Anima Investigation sicherlich ein interessantes System, ob man auch eine Kampagne damit bestreiten kann oder möchte, sollte jeder für sich entscheiden. Das Format ist natürlich sehr handlich und lässt sich problemlos transportieren. Auf der Homepage gibt es vorgefertigte Charaktere für Opus Anima Investigation, somit steht einem schnellen Einstieg und einer unterhaltsamen Runde nichts im Wege.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 16 Jahren
Preis: 15,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2009
Grafiker: Felix Mertikat
Genre: Rollenspiel
Zubehör:

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