Globetrotter

Wenn man der Vorgeschichte Glauben schenken darf, gehen wir in diesem Spiel derselben Leidenschaft nach, wie sie die Mitglieder in einem Londoner Club haben: Wir sammeln Straßenschilder und Autokennzeichen aus der ganzen Welt. Für all das zahlen wir nicht einen Cent!
Aber wer möchte schon einer Vorgeschichte glauben, wenn der ehrwürdige Sir den Nachnamen "Schraubenschlüssel" trägt?!

Wir sammeln also Schildchen. Wobei - sammeln ist nicht der richtige Ausdruck. Viel eher tauschen wir. Denn für jedes neue Schild in unserer Sammlung muss ein altes weichen. Ziel unseres Treibens: Wir wollen unsere 11 Schilder in möglichst komplette Sets anlegen. Die Spanne der Sets beträgt zwischen einem einzigen Schild (Kuwait), über zwei bis drei Schilder (Kanada, Guatemala) bis hin zu acht und neun Schilder (USA, Prachtstraßen ausgesuchter Metropolen).

Neue Schilder gibt es von den verdeckten Stapeln oder als Auswahl aus den offenen Plättchen in der Tischmitte. Letztere ist zu Beginn aber leer. Wie kommen die Schilder dann dort hin? Ganz einfach: Die weg getauschten Schilder legt man offen in die Mitte.
Wer sich aus der Mitte bedient, gibt dem rechten Nachbarn jedoch die Möglichkeit, eines der offenen Schilder zu entsorgen; für dieses Land wird es in dieser Runde also kein komplettes Set geben können.

So wird gespielt, bis ein Spieler lauter komplette Sets hinter dem Sichtschirm hat oder der verdeckte Plättchenvorrat erschöpft ist. Alle Sets, egal ob komplett oder nicht komplett, werden nun gewertet. Dann beginnt eine neue Runde. Die Anzahl der Runden ist variabel und hängt von der vor dem Spiel vereinbarten Zielpunktezahl ab. Wer diese Punktezahl als Erster erreicht, hat die Partie gewonnen.


Und, wer hat jetzt Lust auf ein Spielchen Globetrotter bekommen? Keiner? Das ist auch nicht zu verdenken. Es ist fast Standard, dass eine Runde durch Erschöpfung des Plättchenvorrates beendet wird. Wer nämlich aufpasst was die anderen sammeln, wird zu verhindern wissen solche Schilder in Umlauf zu bringen. Folge: Eine verfahrene Situation ohne Ausweg.
Man kann seine bevorzugten Sammelobjekte auch nicht einfach umdefinieren. Denn für jedes genommene Objekt aus der Mitte verschwindet ein weiteres. Die Gegner wären ja blöd, wenn sie nicht genau von der soeben genommenen Sorte eines entsorgen würden. Man schafft also maximal ein halbes Set, wenn man zuvor keines der Teile hatte; da kann ich mich gleich auf das Glück beim Nachziehen verlassen...

Spieletester

05.05.2009

Fazit

Lasst die Finger von diesem Spiel, wenn ihr bei einem Flohmarkt auf ein Exemplar stoßt!!
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Spieldauer: 45 Minuten
Erscheinungsjahr: 1975
Verlag: Pelikan
Autor: R. F. Pleuna
Genre: Glück
Zubehör:

111 Straßenschilder bzw. Autokennzeichen, 4 Sichtschirme, 1 Anleitung

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