Speed Circuit

Abt. Wie ein anderes Spiel... nur schlechter.

1991 erschien beim Verlag Ludodélire der spätere Welterfolg Formula Dé. Im selben Jahr brachte Klee Spiele das Spiel "Speed Circuit" heraus. Beide haben dieselbe Idee: Die Formel 1 als Brettspiel, ein Thema, dem sich sonst niemand annahm. Das Duell ist eröffnet...


Das Spiel:

Bei "Speed Circuit" hat nun jedes Auto spezielle Werte für Spielstart, Beschleunigung, Bremsen, Höchstgeschwindigkeit und Verschleißpunkte. Ein Spieler, der an der Reihe ist, kann mit seinem Wagen seine Geschwindigkeit halten oder je nach Brems- oder Beschleunigungswert die Geschwindigkeit in 30 km/h-Schritten erhöhen oder senken.

In den Kurven gibt es eine Höchstgeschwindigkeit, mit der die Kurve gefahrlos durchquert werden kann. Überschreitet man diese Geschwindigkeit, verliert der Spieler für jede 30 km/h-Einheit einen Verschleißpunkt. Sinkt dieser Wert auf 0, ist das Auto kaputt und das Rennen für diesen Fahrer beendet.

Ähnlich wie beim "großen Bruder" gibt es auch für dieses Spiel Regeln für Fortgeschrittene: Variable Verbrauchspunkte beim scharfen Bremsen oder bei Geschwindigkeitsüberscheitungen in Kurven, Windschattenbonus, ...

Spieletester

12.10.2008

Fazit

Um jetzt aber den direkten Vergleich zu ziehen: Wenn man "Formula Dé" als einen Ferrari sieht, fährt sich "Speed Circuit" wie ein 20 Jahre alter Citroen 2CV. Gut, das "Speed Circuit"-System mag strategischer sein... aber das System von "Formula Dé" ist um knapp 3 Gänge spaßiger und spannender.
Vergleiche selbst: "Ich erhöhe meine Geschwindigkeit um 1 Feld" gegen "Ich riskiere Gang 4, mal sehen, ob ich es schaffe."

Nicht, das ein System wie das von "Speed Circuit" nicht funktionieren kann. Wie so etwas geht, kann man bei Mississippi Queen oder Hase und Igel nachschlagen: Man muss andere Hindernisse als Gegenspieler und hin und wieder Kurven auf der Strecke einbauen oder seine Züge bezahlen und zwischendurch finanzieren (um nur mal zwei Beispiele zu nennen). Gibt's HIER leider alles nicht. Und so werden die Runden auf den "drei Originalstrecken" sehr schnell langweilig.

Fazit: Wer "Formula Dé" besitzt, braucht dieses Spiel nicht. Umgekehrt würde ich das so nicht sagen...

(Für die Hardcore-Strategen unter den Autorennspielefans gibt's übrigens Bolide. Doch das nur nebenbei...)
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Besucherkommentare

Peter | 04.04.2018

Vergleiche selbst: "Ich erhöhe meine Geschwindigkeit um 1 Feld" gegen "Ich riskiere Gang 4, mal sehen, ob ich es schaffe." ... und genau hier sieht man wieder einmal, wie "persönliche Meinung" eine Bewertung beeinflusst, obwohl sie das nicht tun sollte ... Ich würde jederzeit Variante 1 wählen, bevor ein dummer Würfelwurf entscheidet, ob ich ein Spiel gewinne oder nicht. Daher danke für den schlechten Test.

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Erscheinungsjahr: 1991
Verlag: Klee Spiele
Genre: Wettlauf
Zubehör:

1 Spielplan mit 3 Rennstrecken (Vorderseite: Monza, Rückseite: Nürburgring und Monaco)
6 Rennwagen
6 Tacho-Scheiben
6 Car-Check-Karten
18 Zeiger
20 Kunstsoff-Nieten
36 Chips
1 Block mit Konstruktionsplänen

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