Robotics

Recycling ist aktueller denn je. Leider macht das Recycling von Spielideen in letzter Zeit Schule. Wie gut dass es auch andere Autoren gibt, die uns mit frischen Spielen versorgen; wie eben das an dieser Stelle besprochene Robotics.

Ziel der Spieler ist es, aus Neu- und Schrottteilen Roboter zu formen. Wer einen Auftrag erledigen kann, wird mit Bargeld belohnt. Solches investiert man wieder in Einzelteile, um Roboter zu erschaffen... bis ein Spieler die geforderte Vermögenssumme oder Anzahl erledigter Aufträge erreicht.

Wenn man an der Reihe ist, hat man zwei Aktionen zur Verfügung. Mit diesen Aktionen kann man Teile beschaffen, mit Mitspielern handeln und Roboter umbauen. Anschließend werden die neu erhaltenen Teile eingebaut oder zwischengelagert.

Die Teilebeschaffung kann über drei Wege geschehen:
1. am regulären Markt, wo teure Originalteile zu erwerben sind
2. am Schwarzmarkt, wo günstige Kopien vorrätig sind
3. am Schrottplatz, wo kostenlose Teile liegen
Die dritte Option klingt natürlich verlockend. Man sollte jedoch eines wissen: Option 1 und 2 werden über den Marktplatz gesteuert, wo ein ständiges auf und ab der Preise herrscht. Dafür darf man sich aussuchen, was man kauft. Am Schrottplatz ist das anders, man weiß vorher nicht, welche Art von Teil man bekommt! Zudem warten dort unliebsame Überraschungen wie der Betriebsprüfer, der Schwarzmarktteile in den Robotern aufspürt und beschlagnahmt.

Wenn der Schrottplatz so unsicher ist - wer tut sich das an?! Ganz einfach: Das Kontingent am Markt ist begrenzt, irgendwann sind dort einfach keine passenden Teile mehr. Außerdem gibt es ja die Möglichkeit, mit Mitspielern zu handeln.

Wenden wir uns den Aufträgen zu. Von denen gibt es 16 Stück an der Zahl; nicht gerade viel und somit wenig Abwechslung. Die der Spielbox 2/2008 beiliegenden Sonder-Extremitäten ändern herzlich wenig daran, sehr wohl aber der Roboter-Konfigurator auf der Homepage des Herstellers. Hier kann jeder nach Lust und Laune eigene Roboter kreieren. Zusäztlich liegen dem Spiel Blankokarten bei, auf denen man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann.

Je nach Anzahl der benötigten Teile werfen die Roboter verschiedene Erträge ab. Jeder Auftrag kann nur von einem Spieler erledigt werden, dann ist er aus dem Spiel. Somit ist es ärgerlich, wenn man die längste Zeit auf einen Roboter spart und dann ein anderer Spiele um die Nasenlänge schneller ist. Wie? Selbst schuld wenn man denselben Roboter in Angriff nimmt? Nicht ganz: Es liegen nämlich stets weniger aktuelle Aufträge aus, als Spieler teilnehmen.

Spieletester

06.11.2008

Fazit

Der Glücksanteil durch den Schrottplatz prägt Teile der Partien. Um alles gezielt gegen Bargeld erwerben zu können, fehlen a) die angebotenen Teile und b) die nötigen Bargeldmittel. Man sitzt bei seinen Entscheidungen also stets zwischen zwei Stühlen. Die Gefahr von überschäumendem Adrenalin ist trotzdem nicht gegeben, das Spiel richtet sich deutlich an Familien. Das lassen im Prinzip auch schon die Verpackung und das Design des Spielmaterials, alles im Comic-Stil, erahnen. Erfahrene Spieler werden an der ganzen Sache Esprit vermissen.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2007
Verlag: Pegasus Spiele
Grafiker: Michael Menzel
Genre: Glück
Zubehör:

1 Marktplatz, 16 Auftragskarten, 86 Spielmarken, 12 Holzmuttern, 1 Leinensack, 5 Spielertableaus, 100 Geldscheine, 1 Anleitung

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