Mustang

Als Rancher im Wilden Westen hat man verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Es werden unter anderem Mustangs gezüchtet.
Dafür muss man sie einfangen, was mit Hilfe der Cowboy-Karten geschieht.
Hengste sind am schwierigsten einzufangen.
Weiters muss man sich vor vor Pferderäubern schützen, indem die eigenen Pferde in den Stall geführt werden müssen.
Der reichste Rancher gewinnt das Spiel.


Spielvorbereitung:
Jeder Spieler erhält eine Ranch-Tafel, wo eine Weide und ein Stall abgebildet sind.
Weiters werden die Cowboy-Karten (Zahlen 1 – 8 und 9 Cowboy-Karten als Joker) und die Ereignis-Karten gemischt und als Stapel in die Mitte gelegt.
Die Hengste, Stuten und Fohlen werden zu Stapeln geschichtet und jeweils das oberste Kärtchen wird aufgedeckt.
Der schwarze Hengst und die weiße Stute werden daneben extra hingelegt.
Jeder Spieler erhält 6 Cowboy-Karten in die Hand.

Spielablauf:
Der erste Spieler ist der Dealer und nimmt sich die Dealer-Marke (Startspielermarke). Danach ist jeder reihum einmal dran.

Es gibt 4 verschiedene Aktionsmöglichkeiten:
  • Karten wechseln: 1 oder 2 Karten abgeben und dafür gleichviele neue Karten vom Stapel erhalten
  • Mustang fangen: Kartenfolge aus der Hand spielen;
    • Fohlen = 1Paar
    • Stute = 1 Drilling
    • Hengst = 1 Vierling
    • Schwarzer Prinz oder schneeweiße Stute = Straight Flush (einfarbige Straße)
    Der Spieler legt dieses Pferd in seine Weide.
  • Mustang stehlen: Die passende Kartenfolge aus der Hand spielen (siehe bei Mustang fangen) und den dazugehörigen Mustang aus der Weide eines Gegners stehlen. Dieser Mustang wird in die eigene Weide gelegt und kann auch weg genommen werden.
  • Mustang in den Stall führen: Das ausgesuchte Pferd wird einfach in die Stall-Hälfte der Ranch-Tafel geschoben. Ab nun kann dieser Mustang nicht mehr gestohlen werden

Wenn Karten ausgespielt wurden, erhält der Spieler vom Dealer sofort die entsprechende Anzahl an Karten vom Nachziehstapel.

Ist eine Spielrunde vorrüber, dann ist der nächste Spieler Dealer und beginnt die nächste Spielrunde.

Ereigniskarten:
Jedes Mal, wenn der Cowboy-Nachziehstapel aufgebraucht ist, mischt der Dealer sie neu.
Zusätzlich wird eine Ereigniskarte aufgedeckt, die in das Spielgeschehen eingreift.
Z. B.: „Morsches Tor“ - Jeder Spieler muss ein Pferde aus seiner Weide in die Prärie zurück geben, „Regenguss“ - Jeder Spieler darf sofort 2 Mustangs von der Weide in den Stall führen, „Geburt“ - Jeder Spieler, der eine Stute und einen Hengst im Stall hat, erhält ein Fohlen vom verdeckten Fohlenstapel.

Das Spiel endet, wenn einer der Mustang-Stapel aufgebraucht ist oder wenn ein Spieler eine ganze Herde im Stall hat1 Hengst, 2 Stuten und 3 Fohlen.
Danach wird gezählt.
Jedes Pferd in der Ranch, ergo im Stall und auf der Weide, zählt.

Punkte:
  • Schwarzer Prinz oder Schneeweiße Stute = 5 Punkte
  • Hengst = 3 Punkte
  • Stute = 2 Punkte
  • Fohlen = 1 Punkt

Bonuspunkte:
  • 1 Hengst und 1 Stute gleicher Farbe im Stall = 2 Punkte
  • Herde gleicher Farbe im Stall (1 Hengst, 2 Stuten, 3 Fohlen) = 7 Punkte
  • Der Spieler, der das Spiel beendet hat = 3 Punkte

Der Spieler mit den meisten Punkten, ergo der reichste Rancher, hat gewonnen.

Spieletester

22.05.2008

Fazit

Die Aufmachung von Mustang ist sehr schön, auch die Zeichnungen sind sehr getreu und der Cowboy-Zeit entsprechend. Aber es fiel uns schon ein kleines Problem auf. Die Zeichnungen der Fohlen- und die Stuten-Kärtchen sehen sich einander so ähnlich, dass man sie kaum auseinander halten kann. Da wäre praktisch gewesen, sie farblich noch besser zu unterscheiden. Das Spielprinzip ist einfach und erinnert an eine abgewandelte Form von Poker. Auch die Idee ist sehr lieb. Aber irgendwas passte nicht. Wir spielten so dahin, aber irgendwie war da keine Spannung, keine Intrigen, keine Planung möglich. Gut, dass man mit seinen momentanen Möglichkeiten taktisch vorgeht, ist klar. Trotzdem hat sich bei meinen Spielgruppen keine Stehlmöglichkeiten angeboten, da man besser dran ist, viele Pferde zu kaufen. Somit fiel diese Interaktion flach. Was bleibt dann übrig? Man hofft, dass man möglichst schnell viele Mustangs fängt und in seinen Stall bringt. So erhält man die meisten Punkte, da das farbliche Zusammensuchen einfach zu lange dauert und man im Verhältnis zum schnellen Sammeln verliert. Daher war Mustang langweilig. Kinder sind da schon ein gutmütigeres Publikum. Pferdenarren konnten sich mit dem Thema anfreunden und fanden Mustang daher toller als nicht Pferde-Liebhaber. Gerade Mädchen sind mehr Reitsportbegeistert und für Pferdethemen empfänglicher. Trotzdem ist das kein Spiel, das sehr oft aus dem Kasten geholt werden möchte. Je mehr Spieler spielen, desto mehr Konkurrenten hat man bei Mustang und eben auch mehr Spaß. Auch die Spielzeit war gut einzuhalten, je nachdem ob die Spieler mehr oder weniger überlegen. Mustang hat eine schöne Idee als Hintergrund – Prärie, Cowboys und Pferde kombiniert mit Poker, Taktik und Sammeln. Aber die Interaktionsmöglickeit nutzt nicht jedermann und daher könnte Mustang langweilig werden.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 15 Minuten
Erscheinungsjahr: 2007
Verlag: Wolf Fang
Grafiker: Agnieszka Bala
Genre: Karten
Zubehör:

5 Ranch-Tafeln 47 Mustang-Kärtchen (1 Schwarzer Prinz, 1 schneeweiße Stute, 10 Hengste, 15 Stuten, 20 Fohlen) 1 Dealer-Kärtchen 49 Cowboy-Karten 6 Ereigniskarten

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