Welt der Patiencen

Wenn man über Patiencen und das Kartenlegen im Allgemeinen redet, denkt man unwillkürlich an weise, alte, etwas runzelige Frauen, die über ihren Kartenauslagen brüten und hin und wieder eine Karte umlegen.
Da denkt man an Großmütter und ich an meine Schwiegermutter, die auch Omi ist, denn wenn wer was von Patiencen versteht, dann sie. Omi ist die Beste, vorallem wenn es um Patiencen geht.
Kein Wunder, dass ich ihr die ehrenvolle Aufgabe übertragen habe, ihr Wissen und ihre Erfahrung für spieletest.at einzubringen.

40 Patiencen sind in dem Bücherl versammelt, 37 davon für eine Person und 3 für 2 Personen. Alle 37 für eine Person wurden gewissenhaft von Omi gespielt (Schwiegerpapi war nicht so erbaut über die ständige Belegung des Esstisches) und in kurzen Worten beschrieben. Das hier Niedergeschriebene ist als authentisch zu betrachten. Da ist nichts geschönt, nichts geschminkt, nichts gemogelt.

Von den 7 Patiencen mit 32 Karten klassifizierte Omi wie folgt.
Abzähl-Patience: wenig interessant
Acht Päckchen: einfach zu verstehen
Das Orakel: leichter als Acht Päckchen
Herz zu Herz: zu einfach
Das Quadrat: zu einfach
Wende-Patience: nicht sehr interessant
Sieben bis Ass: sehr gut und interessant

Bereits jetzt mag sich der Leser über die fein nuancierte Abstufung zwischen "wenig interessant" und "nicht sehr interessant" den Kopf zerbrechen. Klar ist jedoch der Favorit Sieben bis Ass mit "sehr gut und interessant".

Mit 52 Karten stehen 18 Patiencen zur Auswahl.
Die Beurteilungen reichen von "zu einfach", "wenig ansprechend", "wenig interessant" über "nett" und "gut zu spielen" bis "das optimalste".
Das Prädikat "gut zu spielen" wurde den Patiencen Kleine Harfe, Der Abendstern, Damen heraus und Kleine Damen verliehen. Als "das Optimalste" nennt sie Kleiner Napoleon, dicht gefolgt von Schmetterling, "gleich gut" wie Napoleon.

Bei den Patiencen mit 104 Karten tauchen die Attribute "gibt wenig" für die Patience namens Königs-Patience und "prima" für den Katzenschwanz neu auf. Sehr gefühlvoll abgestuft sind die Schattierungen, nur der Experte versteht es, die Unterschiede herauszulesen oder herauszuspüren.

Alle Patiencen sind mit 1 bis 4 Sternen bewertet, die Omi-Wertung stimmt zumeist mit der Wertung des Autors überein. Je schwerer, desto mehr Sterne, desto interessanter für Omi. Dass die Rezension im Blindversuch ohne Kenntnis der Stern-Wertung geschah, bestätigt hier, was durchaus im Leben nicht immer so ist, dass zwei Experten zu einem sehr ähnlichen Ergebnis kommen.

Spieletester

15.12.2007

Fazit

Abschließend sei gesagt: ich habe die Rezension nur getippt (einigemale Patienten statt Patiencen), das Lob gebührt aber Omi allein.

Kleiner Nachschlag oder quasi das Dessert zum Schluss, wie auch im Bücherl. Die drei Patiencen für 2 Spieler holten meine Frau und ich noch nach. Alle 3 sind eher ein bisserl fad und, das muss ich ehrlich gestehen, da spiele ich lieber Skip Bo.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

Teilen mit facebook twitter

Kommentar verfassen

Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 1 bis 2
Spieldauer: 10 Minuten
Preis: 20,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2007
Verlag: Ravensburger
Genre: Karten
Zubehör:

Bücherl mit 128 Seiten mit einer Sammlung von 40 Patiencen, 2x52 Karten

Anzeige

Statistik

Derzeit findest Du auf spieletest.at 7106 Gesellschaftsspiele-,
1656 Videospielrezensionen
2304 Berichte.