Bonobo Beach

Bonobo - ein kleines, fiktives Eiland mitten im blauen Ozean. Der Sandstrand ist so breit, dass er die komplette Insel bedeckt. Da ist es nicht verwunderlich, dass solch paradiesische Zustände bald schon Touristen anlocken. Und das in Scharen!

Der Spielplan ist in dreieckige Felder unterteilt. Im Prinzip ist alles Sand, allerdings sind einige Felder speziell gekennzeichnet. Auf ihnen (und nur auf ihnen!) können im weiteren Verlauf WC-Anlagen oder Sonnenschirme ihren Platz finden. Umrandet wird das alles von einer Wertungsleiste, die Fußabdrücken im Sand nachempfunden ist. Das ist eine witzige Idee, deren Farbgebung allerdings die Übersicht erschwert.

Wer an der Reihe ist, kann eine neue Raute (Rauten wurden inzwischen schon fast zum Markenzeichen des Verlages) aufdecken und zwei benachbarte Dreiecke damit belegen. Die Rauten zeigen Plus- oder Minuspunkte, wobei die Spitzen jeweils dieselbe Punktezahl zeigen. An den langen Ecken befindet sich die halbe Punktezahl.

Statt eine Raute zu legen, kann man auch einen Spielstein setzen. Spielsteine kommen an die Kreuzung zwischen jeweils sechs Dreiecken. Wird eine Figur im späteren Verlauf komplett umschlossen, werden die mit ihr erreichten Punkte sofort abgerechnet. Die Figur kommt später wieder ins Spiel.

Figuren können auch schon vorher den Spielplan verlassen, dann jedoch unfreiwillig: WC-Anlagen werden errichtet, indem das entsprechende Dreieck komplett von Rauten umschlossen wird. Alle an das WC grenzenden Spielsteine nehmen wegen des Latrinengeruchs Reißaus.

Gespielt wird, bis keine Raute mehr platziert werden kann. Eventuell noch im Vorrat befindliche Spielsteine müssen nun gesetzt werden, dann geht es an die Endabrechnung. Bei ihr gibt es Punkte für alle nicht komplett umschlossenen Spielfiguren. Hierbei kann ein Schirm-Feld von Nutzen sein, weil ein Schirm negative Punkte in Pluspunkte verwandelt. Leere Sandfelder verdoppeln die erreichte Punktezahl eines Spielsteins; nicht immer zum Vorteil dessen Besitzers: auch Minuspunkte werden vervielfacht!

Hier zeigt sich ein taktischer Eckpunkt des Spiels: Wer zu lange Steine im Vorrat hat, wird am Ende keine ertragreichen Felder mehr vorfinden. Unter Umständen ist es sogar so, dass man sich einen negativen Wert einhandeln muss, weil sonst keine Felder frei sind.
Andererseits darf man auch nicht zu früh vorpreschen, da die lieben Mitspieler sonst gegen einen arbeiten. Wer in dieser kniffligen Situation den Überblick behält, hat gute Chancen auf den Gewinn des Spiels.

Es sei noch gesagt, dass im Zweierspiel die Taktik die Oberhand hat. Eine Partie mit voller Besetzung ist hingegen manchmal Verlustminimierung, hat aber trotz allem ihren Reiz.

Spieletester

12.04.2007

Fazit

Bonobo Beach erschien im selben Jahr beim selben Verlag unter dem Titel Cronberg. Das Spielprinzip ist dasselbe, lediglich Thema und Grafik wurden ersetzt. Wer die beiden Spiele ausprobieren möchte, kann das tun! Auf der Verlagshomepage gibt es das Spiel als Download! Man kann damit sowohl gegen den Computer spielen als auch gegeinander am PC oder im Netzwerk. Ob man im Design Bonobo oder Cronberg spielen will, kann man jederzeit auswählen. Siehe Link unten.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 Minuten
Preis: 16,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2003
Grafiker: Harald Lieske
Genre: Legen
Zubehör:

1 Spielplan, 28 Rauten, 16 Spielsteine, 4 Zählsteine, 1 Anleitung

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