Big Kini

Bikini? Big King? Die Deutung des wortspielerischen Titels ist jedem selbst überlassen, passen würden beide. Das Spiel ist nämlich in einer Gruppe von Atollen angesiedelt, wo jeweils ein Baron die Herrschaft über eine Inselgruppe hat.

In jeder Runde haben die Spieler zwei (unter Umständen Doppel-) Aktionen zur Verfügung, um ihren Einfluss zu erweitern. Dies reicht vom Zeugen von Nachkommen, über deren Reise zu unentdeckten Inseln und Aufschwung zu Riffministern, bis hin zur Wahl des Buchtbarones.

Die Posten der Inselverwalter bringen, je nach Standort (Insel), die Chance zur Vermehrung oder Einkünfte in Form von Geld bzw. Waren. Riffminister stehen zwischen zwei Inseln und dürfen beide Inseln nutzen, der Buchtbaron darf bei der Wahl der Aktionen zwischen all seinen untergebenen Inseln wählen. Er selbst kann aber auch erst durch eine Wahl ins Amt gelangen, wozu zwei Spielsteine auf der Insel vorhanden sein müssen. Üblicherweise gehören diese Spielsteine demselben Spieler, da man sich nur selten in die Quere kommt. Eigentlich sollte dies der Fall sein und den Spielreiz ausmachen, aber eine Endbedingung zeigt sich als kontraproduktiv.

Nach einer festgesetzten Anzahl von Runden, oder wenn alle Plättchen erkundet sind (was meist der Fall ist), geht es ans große Zählen. Jeder aktuelle Buchtbaron bringt fünf Punkte, Riffminister und Inselverwalter zumindest zwei bzw. einen Punkt. Ebenfalls zwei Punkte wirft jede Insel ab, die man im Spiel als erster betreten hat. Weiters zählen Sets von Warenkärtchen und Geld als Siegpunkte. Und wer gewinnt den Wettstreit? Natürlich der Spieler mit der höchsten Punktezahl.


Spieletester

08.01.2007

Fazit

Big Kini überzeugt durch einfache Spielregeln, allerdings ist eine Einstiegshürde zu überwinden: die Spielanleitung. Sie erklärt gleich zu Beginn nur inkonsequent das Spielmaterial, was den Überblick erschwert. In weiterer Folge hätte eine logische Abfolge gut getan, als sich stur an die Reihenfolge des Aktionstableaus zu halten. Ein bisschen unhandlich (zu klein) sind die Warenplättchen, die auch farblich Unterscheidungsprobleme machen. Aber man möge dies einem Erstlingswerk (sowohl für Autor als auch Verlag) verzeihen, sobald man sich zurechtgefunden hat läuft alles prima. Nett ist es auch, dass verschiedene Strategien zum Sieg führen können: Oftmalige Vermehrung und der Besitz vieler Ämter kann genauso gewinnbringend sein, wie oftmaliges Entdecken mit dem verbundenen Bonus von zwei Siegpunkten.

Mühsam ist er nur zu zweit, da jede Aktion nur 1x zur Verfügung steht. So ist manche Runde verlorene Zeit, weil man eine benötigte Aktion nicht bekommt. Gerade knapp vor dem Ende, das oft recht schnell kommt, hinterlässt das einen schalen Beigeschmack. Im Spiel zu zweit sollte man es auf jeden Fall machen, bei mehr Spielern sollte man es auch ausprobieren: Auch wenn alle Hexfelder schon entdeckt sind, spielt man bis zum Ende der zwölften Runde weiter. Hier zeigt sich erst der Spaß, der durch den Platzmangel entsteht. Hört man nämlich auf wenn alles entdeckt ist, ist es ein abrupter Stopp für das gerade in Gang gekommene Spiel.

Sonst gibt es aber nichts auszusetzen, man fühlt sich bei dem Spiel gleich in Urlaubsstimmung versetzt. Wie gesagt: Big Kini ist keine Destination für Pärchen, es muss schon ein Familienurlaub sein (3 oder 4 Spieler). Wer möchte, kann auch eine Verlängerungswoche buchen und bis zu 2 weitere Freunde mitnehmen; zu Big Kini gibt es nämlich auch eine Erweiterung.
Redaktionelle Wertung:

Plus

Minus

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Details

Auszeichnungen:
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 75 Minuten
Preis: 30,00 Euro
Erscheinungsjahr: 2005
Verlag: Playme.de
Autor: Guido Eckhof
Grafiker: Bert Elter
Genre: Taktik
Zubehör:

18 Atolle, 22 Spielsteine und 1 Informationskärtchen pro Spieler, 1 Startspielermarker, 1 Rundenanzeiger, 16 Entdeckungsmarker, Spielgeld, 45 Warenplättchen, 1 Spielregel

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