In One Mind versucht die Gruppe in einem kreativen Assoziationsspiel, auf das gleiche Wort zu kommen.
So wie vermutlich kaum jemand eine Frittatensuppe als Hauptgang eines mehrgängigen Menüs essen würde, wird auch One Mind kaum zum Highlight eines Spieleabends aufsteigen. Das ist aber auch gar nicht zwingend das Konzept – denn jemandem ohne großen Hunger ein riesiges Schnitzel zu servieren, sorgt auch nicht unbedingt für Begeisterung. Um die Kulinarik-Metapher ein letztes Mal auszureizen: One Mind ist der Gruß aus der Küche – klein, fein und kreativ.
Was braucht eine gute Spieleabend-Vorspeise?
Ich persönlich bin ein großer Fan von mehrgängigen Spieleabenden. Dabei landet nicht nur ein taktischer Brocken mit unzähligen Völkern und Plättchen auf dem Tisch, sondern gerne auch einmal ein locker-flockiges Spiel zum Reinkommen. Genau hier habe ich mit One Mind tatsächlich meinen Favoriten gefunden.
Ohne große Regelerklärung kann direkt die erste Runde gestartet werden und spätestens nach zwei Durchgängen versteht jeder die Essenz des Spiels: Aus vorgegebenen Begriffen soll ein Wort gefunden werden, das möglichst viele davon miteinander verbindet. Dabei ist entscheidend, ähnlich zu denken wie der Rest des Teams – denn Punkte gibt es nur dann, wenn man ein Match hat, also denselben Begriff aufschreibt. Dabei lernt man auch als Team dazu und versteht es immer besser einzuschätzen, wie die einzelnen Mitglieder ticken - manchmal mehr und manchmal weniger "logisch".
Reicht es für die Prime-Time?
Hier lautet meine Antwort leider klar: nein. So schnell, wie man in One Mind hineinkommt, so schnell spielt es sich auch wieder ab. Nach zwei oder drei Partien beginnen sich die Begriffe zu wiederholen und das Spiel wandert gerne wieder zurück ins Regal.
Schadet das dem Konzept? Absolut nicht. Man muss sich nur bewusst sein, wann und wie man One Mind einsetzen möchte.
Spieletester
Fazit
One Mind macht wirklich Spaß und eignet sich hervorragend als Icebreaker. Das funktioniert sowohl in Gruppen, die sich bereits kennen, als auch beim Kennenlernen erstaunlich gut. Mit der vollen Besetzung von acht Personen lässt es sich problemlos spielen, zu viert sollte man meiner Meinung nach aber mindestens sein, damit das Spiel sein Potenzial wirklich entfalten kann.
Besonders gelungen finde ich, wie unkompliziert der Einstieg funktioniert. Man kann praktisch sofort losspielen und erklärt die Regeln einfach während der ersten Runden. Genau so wünsche ich mir den Start in einen Spieleabend: locker, unkompliziert und ohne lange Regelerklärung.
Das Material erfüllt seinen Zweck vollkommen und auch die Schachtelgröße wirkt angenehm passend zum tatsächlichen Spielumfang. One Mind lebt ohnehin weniger von aufwendiger Ausstattung, sondern vielmehr vom gemeinsamen Erlebnis am Tisch. Gerade diese einfache Zugänglichkeit macht für mich den größten Reiz aus.
Plus
- ohne Erklärung losspielbar
- gutes Kennenlernspiel
Minus
- schnell etwas eintönig
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Details
1 Rundenleiste
56 beschreibbare Karten in 8 Farben
24 Edelsteine
23 Buchstabenchips
8 Stifte
1 Beutel
Statistik
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